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MinowaySunshine
24.05.2005, 21:47
Also, ich versuche mich jetzt erstmals an einer FF.
Es geht eigentlich nicht nach einer bestimmten Folge los, nur hat Rory nicht mit Dean geschlafen und sie hat Jess auch nicht verstoßen. Also eigentlich geht es ziemlich nach der dritten Staffel weiter. Ich hoffe es gefällt euch wenigstens ein bisschen, Kritik dringend erwünscht *gg* .
EDIT: Das oben ist Quatsch, ich wusste nur noch nicht geanu wann es los geht. Rory ist schon in der Uni, und mit Jess zusammen, hat aber nie mit Dean...
Titel: While you're sleeping
Autor: MinowaySunshine
Genre: Drama
Pairing: Literati, später ein bisschen JJ
Raiting: PG-13
Disclaimer: Die Personen in dieser Geschichte gehören nicht mir, sondern der Serie Gilmore Girls, bis auf ein paar kleinen Ausnahmen, die meinem eigenen Kopf entsprungen sind...
Sonstige Bemerkungen/Spoilerwarnung: keine Spoiler. Feedback ist mehr als erwünscht :D
Beschreibung: Nach einem Unfall landet Jess im Krankenhaus. Rory hängt täglich an seinem Bett und wartet darauf dass er endlich aus dem Koma erwacht...
Literati, vielleicht auch Dark... Später evtl. auch Java.
Hab euch die Kapitel verlinkt, damit es leichter zu lesen ist...
Kapitel 1
Kapitel 2 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=605243&postcount=13/)
Kapitel 3 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=607030&postcount=20/)
Kapitel 4 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=616201&postcount=29/)
Kapitel 5 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=620736&postcount=36/)
Kapitel 6 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=641192&postcount=49/)
Kapitel 7(Teil I) (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=734242&postcount=69/)
Kapitel 7 (Teil II) (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=795520&postcount=78/)
Kapitel 7 (Teil III) (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=800091&postcount=90/)
Kapitel 8 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=854692&postcount=107/)
Kapitel 9 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=1268732&postcount=136/)
Kapitel 10 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=1562162&postcount=142/)
Kapitel 11 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=1587921&postcount=149/)
Kapitel 12 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=1635306&postcount=154/)
Kapitel 13 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=1646258&postcount=161/)
Kapitel 14 (http://forum.gilmoregirls.de/showpost.php?p=1682940&postcount=167/)
While You're Sleeping
Kapitel 1.
Ich liege quer über ihm, kann seinen schwachen Herzschlag spüren. Es ist spät, doch ich kann einfach noch nicht nach Hause gehen. Ich wünschte er würde endlich aufwachen. Ich richte mich auf und starre minutenlang in sein regungsloses Gesicht. Die geschlossenen Augen, die dunklen Ringe um sie herum. Die fahle Haut und die eingefallenen Wangen. Das erschreckt mich immer wieder.
Ich stehe auf und gehe in das kleine Badezimmer. Langsam drehe ich den Wasserhahn auf, während ich in den Spiegel starre. Wer sieht mich bloß so an? Bin das wirklich ich? Ich bin schmal geworden. Noch schmaler. Fast schon dünn. Die Augenringe, die fahle Haut... woher kenne ich das nur? Nach einer Weile merke ich dass das Wasser läuft. Ich halte die Hand drunter. Es ist eiskalt. Genau das richtige. Also halte ich beide Hände unter den Wasserstrahl und schaufle es mir ins Gesicht. Das tut gut.
Nie hätte ich gedacht dass ich so etwas erleben muss. Das hat was von einem schlechten Film, von einem sehr schlechtem. Es begann im September, nur ohne Kitsch. Ich drehe mich um und sehe zu ihm herüber. Wie er da liegt, die Handflächen flach auf das Lacken gelegt, regungslos, ohne jegliches Leben. Ja, ich bin wirklich im falschem Film. Ghost, nur ohne Gespenster. Lovestory, nur hoffentlich mit Happyend. Scheiße. Ich sehe ein letztes mal in den Spiegel. Eine leise Träne rollt über meine ausgemergelte Wange, ich spüre sie jedoch nicht. Ich spüre nichts mehr.
Wäre doch wenigstens Mum hier. Aber sie hat zu tun. Sie kann ja auch nicht ewig hier sitzen und ihre Tochter trösten. Das Hotel muss ja schließlich weiterlaufen. Dann denke ich an die Uni. Harvard. Kilometer weit bin ich weg. Mir fehlt so vieles... Oh, wie gerne würde ich jetzt auf dem Campus spazieren gehen. Mit IHM spazieren gehen. Seine Hand in meinem Haar zu spüren, in meinem Gesicht... Wie viel würde ich dafür geben...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Rory, bist du fertig?! Können wir dann los? höre ich seine Stimme aus dem Gemeinschaftszimmer.
Ja, ich bin gleich soweit! schreie ich zurück und greife nach dem Rouge.
Na komm, du bist auch so schön genug, höre ich plötzlich genau hinter mir, und ich zucke zusammen. Ich sehe ihn im Spiegel an und muss lächeln. Er trägt einen dunklen Pullover und Jeans. Seine Haare sind... wie immer. Typisch.
Wir wollen zu meinen Großeltern, Jess. Nicht ins Kino! jammere ich.
Ich weiß, haucht er und nimmt mir den Pinsel aus der Hand. Dann zieht er mich zu sich und umarmt mich. Ich hab dich lieb, flüstert er.
Ich löse mich ein wenig aus seiner Umarmung. Ich weiß, sage ich Rotzfrech und nehme eine Tube Haargel aus dem Regal. Ich quetsche mir ein wenig davon in die Hand und mache die Tube wieder zu. Jess hat seine Arme immer noch um mich geschlungen, doch ich schmiere ihm das Gel trotzdem ins Haar. Während ich ihm das Haar aus dem Gesicht kämme, mustert er mich zärtlich und ich bin mir sicher, ich weiß was er gerade denkt...
Ich drehe mich zur Seite und den Wasserhahn auf. Kaltes Wasser berührt meine Hände. Ich spüre wie er mich beobachtet, deshalb schließe ich den Wasserhahn und bespritze ihn mit dem restlichem Wasser auf meinen Händen.
Na komm, meine Blume, lass uns gehen.
Meine Blume! Ach, wie ich es liebe wenn er mich so nennt!
Er nimmt mich bei der Hand und wir gehen in den Gemeinschaftsraum. Inzwischen haben sich meine Mitbewohnerinen vor die Glotze gehängt. Kate studiert Naturwissenschaft, was ein bisschen Skurril ist, denn sie hockt den ganzen Tag in ihrem Zimmer und hat mit Natur, bis auf einen kleinen, fast vertrockneten Kaktus, wenig am Hut. Lauren ist okay, sie studiert Physik und ist ganz schön auf Zack, was das Fernsehprogramm angeht. Wir sind schon eine verrückte Clique. Von unseren Kommilitonen kennt niemand eine Kate, eine Lauren, geschweigedenn eine Rory. Aber wenn jemand nach Kate, Lauren & Rory fragt, wissen alle bescheid.
Jedenfalls sitzt Lauren auf dem Sofa und zapt durch alle Kanäle, während Kate auf dem Sessel hockt und sich vor einem Handspiegel die unzähligen Pickel in ihrem Gesicht ausdrückt. Als wir ins Zimmer kommen achtet niemand auf uns. Also ziehen wir es vor uns so schnell wie möglich aus dem Staub zu machen. Als wir an der Tür ankommen, wird Lauren auf uns aufmerksam.
Hey, wo wollt ihr denn hin? Ohne euch zu verabschieden... meint sie spöttisch und mustert Jess von oben bis unten. Er starrt herausfordernd zurück und ich gebe ihm einen Stoß.
Jaaaah... mache ich. Weißt du, wir sind verabredet. Mit...
Oh, ihr habt ein Date... schmunzelt sie und lässt mich gar nicht erst zu Wort kommen.
Jess rollt vielsagend mit den Augen. Die beiden liegen sich andauernd in den Haaren. Im Grunde, glaube ich, sie verstehen sich blendend. Sie wollen bloß nicht.
Also, ihr beiden, wir fahren dann... sage ich, um weiteren Reibungen aus dem Weg zu gehen.
Ist gut, Rory. Viel Spaß! lächelt Lauren und Kate grunzt zustimmend.
Als wir draußen sind, will ich zu Auto gehen, doch Jess hält mich fest. Er zieht mich zurück in seine Umarmung und ich kann mich gar nicht erst wehren. Er sieht mich auffordernd an, und ich weiß ganz genau was er will. Doch ich gehe nicht darauf ein, denn mir ist kalt und ich will endlich ins Auto.
Du zitterst, sagt er, fast schon ein wenig verwundert.
Ach nee…
Fragt sich bloß noch warum... murmle ich vor mich hin.
Er hebt seine Hand und berührt sanft mein Gesicht. Er kommt ein wenig näher und küsst mich zärtlich.
Toll, mir ist aber trotzdem kalt!
Mir ist kalt, sage ich beiläufig.
Ja... Nicht zu übersehen... Na dann, lass uns fahren... mit diesen Worten nimmt er meine Hand und wir gehen zum Wagen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ich setze mich wieder an sein Bett und sehe in sein Aschfahles Gesicht. Es bricht mir das Herz, denn ich denke an Zeiten in denen er mich in die Arme schloss. Er tut weh ihn so zu sehen, denn es bringt mir Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten; und es macht mir Angst, denn sie beginnen zu verblassen. Ich versuche mich zusammenzureißen, doch vergilbte Gedankenfetzen ziehen an mir vorüber und nehmen mir auch noch den letzten Funken Optimismus. Ich würde gerne schreien vor Schmerz, doch ich beiße mir auf die Lippe, denn ich will nicht nach Hause geschickt werden, obgleich ich weiß dass es die einzige Chance ist, heute überhaupt noch aus diesem Krankenhaus zu kommen.
Ich wünschte Mum wäre hier. Ich wünschte Dad wäre hier. Ich wünschte Lane wäre hier. Ich wünschte Jess wäre wieder hier.
Also, hoffe auf FB, und dass es euch gefällt. Es geht noch weiter, aber nur wenn ihr wollt... Bye, Minoway;)
P.S. Das Gemeinschaftzimmer in Harvard habe ich erfunden, da man in Staffel 2 (?) sieht dass es dort gar keine gibt. Fand ich einfach netter so.
du hast ja noch kein fb bekommen!!!
dann bin ich wohl die erste!!!
ich finds gut geschrieben, nur was ist mit rory,wo ist jess
das flashback [es war doch eins?] war schön!!!
mach schnell weiter, die story hört sich schonmal gut an!!!
gglg
mija
So dann bin ich wohl die zweite ;)
Also deine FF hört sich schon mal sehr spannend an. Mal sehen was mir Rory und so ist. Guter Schreibstil. Das mit dem Flashback ist eine tolle Idee.
Werde auf jedenfall eine treu Leserin werden.
So schreib schnell weiter.
LG
Jule
Ich bin beeindruckt!!!
Dein Schreibstil ist gut! Rechtschreibung auch! Gute Ideen!
mach bitte schnell weiter, würd gerne lesen wie Jess im Krankenhaus gelandet ist...
vlg
basiaGG
Vierte! *g*
Ich fand den Teil richtig gut! Der Flashback war auch sehr gut!
Aber ich hoffe das Jess bald wieder aus dem Krankenhaus rauskommt.
Aber mich würde interessieren wie er ins Krankenhaus gekommen ist.
Bye, Soffel
Dann bin ich wohl die Fünfte!
Der Anfang ist auf jeden Fall vielversprechend, aber wo ist Jess? Ich dachte er wäre der, der im Krankenhaus liegt...
Schreib schnell weiter!
lg
Secia
Hallo dann bin ich wohl die sechste!!! :freu:
Also bis jetzt gefällt mir deine FF ganz gut. Man kennt sich gut aus da du die redewendungen ja dick und gedanken kursiv schreibst.
Aber ich will wissen was passiert ist bitte schreib ganz schnell weiter. Was ist mit Jess warum will sie ihn wieder bei sich haben??? Fragen über Fragen die ich ganz schnell beantwortet haben möchte!!!!
Küsschen :freu:
ajnevs04
25.05.2005, 13:44
der anfang gefällt mir wirklich gut...
I love Milo
25.05.2005, 13:47
ja, die story ist super schön...
aber soooooo traurig....
schreib witer, bbüüüdddddeee
der anfang war so traurig
ich finde du hast alles gut getroffen
schreib schnell weiter
mfg lavaaaza :cool:
DependentOfGG
25.05.2005, 21:12
Find den Anfang auch schon mal gut und dein Schreibstil find ich auch klasse, du beschreibst das wirklich toll!!
Bin nur ein bisschen verwirrt: ist Jess jetzt wirklich nicht da oder hat er sich einfach so verändert das rory sagen kann das der "wahre" jess nicht mehr da ist :confused:??? (vielleicht ne blöde Frage)
Freu mich auf nen neuen Teil
MinowaySunshine
26.05.2005, 01:27
Hi!!!!!!
Vielen vielen Dank für euer liebes FB!!!!!!!!!!!!!
Hät echt net gedacht das so viele antworten *gg*
Also, bin grade in der Schreibephase, mit etwas Glück gehts morgen weiter...
Gute Nacht und bis hoffentlich morgen, Minoway
EDIT: Die Frage nach Jess wird sich spätestens im übernächstem Teil aufklären, wahrscheinlich schon im nächsten... Ich verrate nix!
MinowaySunshine
27.05.2005, 01:57
Und hier ist, wie versprochen , der 2. Teil. Ein bisschen mit verspätung, aber besser spät als nie... oder?
also dann, wünsche mir viel FB für mich, und viel Spaß für euch!
Kapitel 2.
Was tu ich nur hier? Ich sollte drinnen, bei ihm sein... Ich sollte neben ihm sitzen, bis er wieder aufwacht. Und sollte es das letzte sein was ich tue... Sollte ich doch bis ans Ende meiner Tage an seinem Krankenbett sitzen.
Ich schniefe. Einmal. Zweimal. Vielleicht auch dreimal. Ich stützte meine Stirn in die Handflächen und schlucke trocken. Meine Augen fühlen sich trocken, fast schon vertrocknet an. Mein Körper ist so schwach, dass meine Ellenbogen die Kraft nicht aufbringen, von meinen Knien zu Rutschen, auf die sie sich gestützt haben. Ich hoffe, bange und fürchte dass die Ärzte aus seinem Zimmer kommen und mir sagen wie lange ich noch warten muss...
Hoffentlich wacht er überhaupt wieder auf. Ach, quatsch doch nicht so einen Blödsinn, Rory! höre ich eine leise Stimme in meinem Kopf.
Ich kann mir nicht helfen, ich habe Angst. Angst um ihn. Warum hat er mir nicht gesagt dass es ihm dreckig geht? Hat er mir nicht vertraut? Hat er mir überhaupt mal vertraut?
Ja. Ja, natürlich hat er das! Er hat mir immer vertraut, seit ich wieder mit ihm zusammen bin. Aber vielleicht hat er mich dieses eine Mal angelogen... Warum nur? Ich verstehe immer noch nicht was mit ihm passiert ist. Warum er jetzt dort liegt, in diesem Bett, in diesem Zimmer, bei Leuten die er nicht kennt, die ihn nicht kennen... Ich wüsste nur einfach gerne warum.
'''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''''' '''
Oh, man! Ich hatte Johny doch gesagt er soll mir vertrauen! Warum ist alles nur so schwierig? Warum muss ich hier liegen? Was soll das alles? Ich wünschte ich könnte aufstehen und das alles endlich zu Ende bringen... Wenn nicht für Johny, dann doch für Jason. Der hätte es verdient dass jeder die Wahrheit über ihn erfährt. Und wenn nicht für ihn, dann täte ich es für mich. Ja, für mich und Rory. Rory... Ich vermisse sie so sehr. Ich würde ihr so gerne durchs Haar streichen, ihr Gesicht berühren...
Gott, könnte ich ihr nur sagen wie leid es mir tut!
Ich habe das alles echt nicht gewollt. Ich wollte nicht dass jemand verletzt wird... Am wenigsten Jason, der war immer wie ein Bruder für mich... Johny nicht, der kann mich mal kreuzweise.
Nun liege ich hier und weiß nicht so recht ob ich schlafe oder nicht. Ich glaube beides. Denn ich kann nicht sehen was sich um mich herum abspielt, dennoch spüre ich es genau. Ich spüre wie jemand an meinem Bett sitzt und meine Hand hält. Ich glaube es ist Rory, jedenfalls kommt es mir so vor. Sie sagt kein Wort, wahrscheinlich denkt sie, ich kann sie nicht hören. Sie riecht so gut, so vertraut... und dann...
Oh, mein Gott... sie murmelt leise, ich kann sie kaum verstehen.
Was ist das? warum wäscht mir jemand die Hand? Ich brauche eine Weile bis ich begreife... Sie weint... Tut sie es wirklich? Weint sie etwa wegen mir? Weil ich hier liege?
Ich bin verwirrt, kann nicht klar denken, wie sollte das auch anders sein, in meinem Zustand! Aber jetzt spüre ich wie Rory neben mir sitzt, meine Hand in ihrer hält und ihre stummen Tränen weint. Gott, wie ich das hasse! Ich würde sie jetzt so gerne in den Arm nehmen und trösten! Aber hey! Geht ja nicht, ich bin ja praktisch untauglich!
Jetzt wo ich Rory so sehe, habe ich Lust Johny auf den Mond zu schießen! Das ist wirklich das letzte! Langsam kommt die Erinnerung wieder, taucht mein Gedächtnis in ein schwarzes Loch, das alles verschlingt. Ich sehe wie all das losgeht, die ganze Scheiße mit dem Autoknacken. Johny, den ich oft genug hab davonkommenlassen, Jason, der sich niemals stoppen ließ. Und ich, zwischen den Stühlen, denn ich machte nicht mit, konnte sie aber auch nicht auffliegen lassen, da ich sonst mit in der Kacke hockte. Langsam rutschte ich da rein, versuchte die anderen rauszuhauen, jetzt habe ich den Salat. Ich verhandelte mit Johnys und Jasons Boss, der die beiden dazu zwang. Nachdem ich mit ihm gesprochen hatte und ihm gesagt hatte, er solle aufhören die beiden auf Streifzüge zu schicken, lachte er mich schallend aus und nannte uns dann das "Magische J". Innitialenmässig gesehen, richtig, aber ich konnte Johny einfach nicht ausstehen. Er ist mir zuwider und ich hatte ja Recht.
Letztendlich hat Johny es geschafft das Auto zu knacken. Das Baby dass er schon immer haben wollte. Einen Cabrio Sportwagen. Ein riesiger Wagen, dunkelblau, mit verdunkelten Scheiben und einem schwarzem Schiebedach. Er wollte ihn natürlich behalten, aber als sein Big Boss dahinter kam, gab es saures! Leider war ich gerade auf dem Weg zur Arbeit, als es Johny in den Sinn kam zu fliehen. Jason lief hinter ihm her, wollte ihn warnen, nahm eine Abkürzung und kam mir entgegen, ich, der ich nichtsahnend über die Strasse gehe. Big Boss und seine Komplizen sind dich hinter ihm, wollen ihn überholen und müssen einem entgegenkommenden Wagen ausweichen, fahren direkt auf Jason zu. Der große Jeep drückt Jason gegen eine Wand, er ist binnen weniger Minuten verblutet. Ich will auf ihn zurennen, ihm helfen, aber da kommt Johny ein zweites Mal ins Spiel. Big Boss ist aus dem Wagen gestiegen und rennt auf Johny zu; mein Gott, er hat einen Revolver in der Hand. Johny erschrickt, tritt aufs Gas, nicht auf die Bremse und muss nach Links steuern um den teuren Wagen nicht gegen eine Mülltonne zu setzen. Leider bin ich bei Jason angekommen, spüre nur noch den stechenden Schmerz, das Blut, die Kälte, einfach alles. Dann werde ich eingeliefert, ich bin schon gar nicht mehr bei Bewusstsein. Zwei Stunden später, nach einer komplizierten OP, wegen meinem zerfetztem Unterbauch, liege ich in einem Zimmer, alleine in der Kälte, im Koma.
Rory ist aufgestanden, sie kann wohl nicht mehr sitzen. Sie weiß gar nicht um was es hier geht, ich glaube sie denkt ich wäre einfach nur krank, immerhin hatte ich mich in letzter Zeit sehr sehr schlapp gefühlt.
Ich spüre wie sie meine Stirn küsst, dann höre ich eine Weile nichts, dann geht die Tür auf, wieder zu, und ich bin erneut alleine.
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Jetzt bin ich alleine. Ich sitze im Flur des Krankenhauses, niemand ist in der Nähe. Es ist noch früh, doch ich kann einfach nicht begreifen was mit ihm passiert ist...Oh, Jess ich vermisse dich so! Wenn er mich doch nur hören könnte... Langsam stehe ich auf und schlendere gedankenverloren den Ganz rauf. Irgendwo habe ich vorhin einen Kaffeeautomaten gesehen... das ist das einzige was ich jetzt brauche. Nein, das stimmt nicht ganz. Das einzige was ich jetzt brauche, bis du, Jess!
Und während das heiße Gebräu leise in den Plastikbecher läuft, rutsche ich an der Wand herunter und versinke in einem traumlosen und sehr intensiven Schlaf.
Hoffe erneut auf FB, bye bye, Minoway.
Toller Teil....
dieser Johnny ist ein Arsch. Oder wars Jason? Weiß net mehr genau! :biggrin:
Zerfezte Bauch, das ist übel. Ich hoffe Jess wacht bald aus dem Koma auf und alles ist wieder in Ordnung.
Bye, Soffel :cool:
plaudertasche
27.05.2005, 15:25
Also, ich versuche mich jetzt erstmals an einer FF.
Es geht eigentlich nicht nach einer bestimmten Folge los, nur hat Rory nicht mit Dean geschlafen und sie hat Jess auch nicht verstoßen. Also eigentlich geht es ziemlich nach der dritten Staffel weiter. Ich hoffe es gefällt euch wenigstens ein bisschen, Kritik dringend erwünscht *gg* .
Literati, vielleicht auch Dark... Später evtl. auch Java.
:confused: :confused: :confused: :confused: :confused:
*nixraff*, in der 3.ten Staffel ist sie doch noch mit Dean zusammen, oder??
Also dein Stil gefällt mir wirklich gut und es is soo traurig :heul: .
Sie ist also In Harvard... mit Paris??
Die Story ist ziemlich cool und was ich gut finde, dass du auch aus Jess´s Sicht geschrieben hast.
Wo haben sie denn gewohnt?? Also er? In NY?
Naja... die ff is echt cool und ich will nön neuen Teil, BITTEE!!
Bye
mfg
Clara:cool:
War wieder ein grandioser Teil. Schon alleine die Gefühle...:cool:
Schreib schnell weiter...
LG
Jule
MinowaySunshine
27.05.2005, 17:39
*nixraff*, in der 3.ten Staffel ist sie doch noch mit Dean zusammen, oder??
Also dein Stil gefällt mir wirklich gut und es is soo traurig :heul: .
Sie ist also In Harvard... mit Paris??
Ich glaub ich muss mich mal entschuldigen, und ein bisschen verbessern! :o
Ich habe mir die FF eigentlich anfangs anders vorgestellt. Aber es ist vielleicht besser wenn ich euch erneut einweise *gg*...
Sorry, das mit der 3. Staffel, da hab ich Mist geschrieben, denn Rory ist ja auch schon einige Zeit an der Uni... Sie ist hier, in der FF, fast 20, lebt im Wohnheim in Harvard, Paris ist bis jetzt nicht eingeplant, kann aber durchaus noch vorkommen.
Jess lebt noch in New York, doch er macht gerade seinen Schulabschluss, und bewirbt sich auch in Harvard. Jedenfalls war das sein Plan, bevor er von Johny angefahren wurde...
Also, hoffe ihr verzeiht mir meinen Fehler... *please*
Minoway.
P.S. Wenn ich heut noch zum fertigschreiben komme, habt ihr heut Abend was neues zu lesen, wenn nicht, dann halt morgen, okay?
bye.
DependentOfGG
27.05.2005, 22:03
Bin zwar immer noch ein wenig verwirrt, doch durch deine Erklärung und den neuen teil sehe ich schon mehr durch!!
Fand den Teil trotzdem toll, und finde es klasse wie du die ganze situation beschreibst!! Hoffe das Jess bald wieder mit Rory reden kann und sie sich nicht mehr so viele Sorgen machen muss!!
Freu mich auf nen neuen teil :freu:
plaudertasche
27.05.2005, 23:05
Okay jetzt blick ich durch =).
So wies aussieht wirds wohl nix mehr, mit dem neuen Teil =(, naja dann morgend.
Gute N8 @ all
MinowaySunshine
27.05.2005, 23:06
Hey, ihr süssen! Habt Glück, hab grade mal ne Schreibphase!!!
Also, jetzt bekommt ihr grad mal nen neuen Teil, ihr vielleicht ein bisschen lang, aber vielleicht habt ihr ja bock ihn zu lesen...
Bye, Minoway.
P.S. Wünsche mir auch diesmal wieder gaaaaaaanz viel FB, okay? ;)
Kapitel 3.
Ich wache auf und merke gleich, ich bin noch immer hundemüde. Ich habe über zwölf Stunden am Stück geschlafen, dennoch könnte ich sofort in die Kissen zurücksinken. Es ist fast halb eins, ziemlich spät, wie ich finde, und ich springe mit einem Satz auf die Beine. Mir wird schwindelig und ich muss mich noch einmal setzen. Während ich so vor mich hinstarre, denke ich nach. Komisch, denke ich, dass Lauren und Kate sich ein Zimmer teilen und ich alleine eines belege. Ich meine, klar, meines ist nur halb so groß wie ihres, aber trotzdem! Ich stehe auf und tapse barfuss über den kalten Fliesenboden. Meine Füße machen dabei so ein platschendes Geräusch. Ich drücke langsam die Klinke herunter und schiebe die Tür auf. Ich schlüpfe hindurch und trete ins Gemeinschaftszimmer.
Es ist Samstagmorgen, ich habe heute keine Kurse. Ich tappe auch hier über den Boden und betrete den Teppich. Auf der Couch liegt Lauren. Sie trägt noch immer ihren Pyjama und hält sich einen Eisbeutel auf den Kopf. Sie hat die Augen geschlossen und wirkt sehr mitgenommen. Ich setze mich auf den Sessel und sehe sie einige Minuten lang an. Als sie es schließlich merkt, nimmt sie den Eisbeutel von ihrem Kopf und richtet sich sehr langsam auf.
'n Morgen! murrt sie nur.
Morgen, antworte ich ihr. Ist wohl 'n bisschen spät geworden, gestern, was?
Hm, ja. Die Jungs hatten einen heftigen Streit, und ich brauchte etwa eine Stunde um sie wieder runterzubringen, sie fasst sich an die Stirn. Offenbar war ihr Kopf der Meinung sie habe genug geredet.
Wo ist Kate? frage ich und erwarte ein simples Kopfnicken, wohin auch immer. Doch Lauren zuckt ur mit den Schultern.
Was soll das heißen, zu weißt nicht?
Wieder zuckte sie nur mit den Schultern. Ich glaube sie ist schon auf dem Campus, Basketball spielen, oder so.
Man, die hat's gut! staune ich.
Ganz schön unverschämt! Feiert bis in die Puppen und hat am Morgen nicht mal mehr 'nen Kater!
Ich nicke gedankenverloren.
Sag mal, was machst du eigentlich hier? fragt sie und versucht zu lächeln. Ich denke du bist in New York! Hat sich irgendwas verändert?
Ich starre geradeaus. Vor dem Fenster steht ein Blumentopf, mit einer Pflanze drin. Ich weiß noch nicht einmal mehr was für eine Pflanze. Aber ich weiß noch ganz genau, wie ich sie bekommen habe...
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Glaubst du, deine Mitbewohnerinen haben was dagegen, wenn ich einfach reinkomme? fragt er, während ich nach meinem Schlüssel krame.
Ach, Quatsch! Die sind beide, voll in Ordnung! Du wirst sie gern haben! sage ich.
Nicht so gerne wie ich dich habe, sagt er und umarmt mich von hinten. Ich muss leise lächeln und drehe mich um.
Na, das will ich doch hoffen! meine ich und küsse ihn auf die Nasenspitze.
Jess ist einfach hier aufgetaucht! Eigentlich war er ja in New York, in der Schule. Aber es ist Freitag Nachmittag und er hat beschlossen mich übers Wochenende zu besuchen. Ich finde das süß, und ich kann es kaum erwarten ihm Lauren und Kate vorzustellen.
In dieser Hinsicht werde ich leider enttäuscht, denn sie sind beide nicht da. Ich vermute dass die beiden einfach was essen sind, denn es ist alles wie als ich heute morgen gegangen bin.
Ich halte ihm die Tür auf und lasse ihn reinkommen. Als ich die Tür hinter mir schließe, steht er bereits mitten im Raum und sieht sich neugierig um. Als er das Bücherregal entdeckt, wird er aufmerksamer. Er geht zielstrebig darauf zu und vertieft sich sofort in die Dutzende von Buchrücken. Ich stehe da und weiß nicht was ich machen soll. Ich könnte ihm ja was zu trinken anbieten, aber leider sind Kate und Lauren, in Verbindung mit mir nicht unbedingt besser als Mum und ich. Wir futtern alles im voraus auf und zu Trinken haben wir meist nur am ersten Abend nach dem einkaufen. Ich will gerade fragen ob er ein Glas Leitungswasser haben möchte, da dreht er sich ruckartig zu mir um. Er hat beide Augen aufgerissen und hält ein Buch in den Händen. Erschrocken komme ich auf ihn zu.
Seit wann liest du denn Hemingway? fragt er und schmunzelt.
Ach... mache ich und versuch verzweifelt nicht rot zu werden. Wir hatten doch ausgemacht dass ich ihm noch eine Chance gebe...
Jess starrt mich an wie ein Auto. Das weißt du noch?
Ich muss lächeln. Ich weiß noch so einiges.
Jess legt Der Alte Mann und das Meer beiseite und kommt auf mich zu. Ach was?
Ja, Ja! Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber ich weiß so einiges noch immer.
Jess grinst. So? Und was?
Ich muss noch breiter lächeln. Ich könnte es dir verraten... Aber dann müsste ich dich umbringen, sage ich und komme weiter auf ihn zu.
Von dir umgebracht zu werden, das würde gar nichts ändern! er ist bei mir angekommen. Ich weiß nicht was ich sagen soll. Das, was er eben gesagt hat, kommt für mich einer Liebeserklärung sehr ähnlich. Er küsst mich. Ich küsse ihn zurück. Er legt seinen Arm um mich und zieht mich an sich heran. Eine Weile stehen wir so, ineinander geschlungen, in unserem Gemeinschaftszimmer herum. Dann dreht er sich um und sieht sich im Raum um.
Es ist schön hier! sagt er und lächelt leise.
Ja, finde ich auch, sagte ich und muss ebenfalls lachen.
Nur hier! er lässt mich los und geht zum Fenster, vor dem der blanke Boden kahl und leer wirkt. Ich erschrecke, denn er spricht zunächst nicht weiter. Nur hier. Hier fehlt etwas, sagt er nach einer langen Pause. Mehr sagt er nicht.
Der Nachmittag vergeht wie im Flug, ich kann gar nicht fassen dass die Zeit so rennen kann. Ich finde es schade, denn morgen habe ich, ausnahmsweise am Samstag, eine wichtige Prüfung. Jess weiß das, doch es ist ihm egal. Er beschließt einfach alleine über Nacht bei mir zu bleiben. Wir gehen am Abend noch etwas essen und ich finde es großartig dass er hier ist. Als wir spät Nachts ins Wohnheim kommen, fallen wir vollkommen kaputt und eng umschlungen in mein Bett, nicht ohne vorher noch meinen Wecker zu stellen.
Am nächsten Tag stehe ich früh auf. Jess liegt noch im Bett und es kostet mich einigen Zeitaufwand, mich aus seinen Armen zu schälen, ohne dass er aufwacht. Als ich aufgestanden bin, ziehe ich mich leise an, nehme meine Tasche und gehe nach draußen.
Drei Stunden später komme ich aus dem Klassenzimmer. Die Arbeit was perfekt, ich habe fast fünf Seiten in meiner kleinsten Schrift geschrieben.
Jetzt freue ich mich darauf Jess zu sehen. Doch ich werde enttäuscht. Als ich die Tür öffne ist er nicht da. Nur Kate sitzt auf dem Sofa und schält sich einen Apfel. Sie sieht nicht gerade ausgeschlafen aus, trägt noch immer ihren Pyjama.
Ich lasse mich neben sie aufs Sofa fallen und nehme ein Stück Apfel von ihrem Teller. Gerade als ich hineinbeißen will, gibt Kate endlich einen Laut von sich.
Wo hast du denn deinen Traumprinzen gelassen? fragt sie schmunzelnd.
Ich sehe sie erstaunt an.
Na, dein Jess! Der ist ja echt zu anbeißen! sagt sie und grinst frech.
Woher kennt sie bitte Jess? denke ich.
Woher kennst du bitte Jess? frage ich.
Na, der war doch gestern hier. Und heute morgen! Echt 'n süßer Typ, den du dir da geangelt hast. Voll in Ordnung, der gute.
So, sie kennt ihn also schon... denke ich
So, du kennst ihn also schon... sage ich.
Ja, ich kenne ihn also schon.
In diesem Moment öffnet sich die Tür, und jemand stolpert herein. Ich sehe nicht wer es ist, denn der Jemand trägt eine Topfpflanze mit sich herum, und wird von ihr vollkommen verdeckt. Dann wird die Pflanze auf den Boden gestellt und ich sehe wie sich Jess aufrichtet.
Was ist das? frage ich. Wirst du Gärtner, oder lieber Biologe?
Weder noch! Aber die Ecke am Fenster dahinten, die braucht irgendwas! Und da dachte ich... Die Pflanze hat mich so angelacht, als ich in diesem Laden war...
Ich muss lachen. Du bist ja verrückt! sage ich und komme auf ihn zu.
Ja... verrückt nach dir... er küsst mich zärtlich, und ich spüre wie Kate uns beobachtet. Als ich mich von Jess trenne und sie ansehen, grinst sie von einem Ohr zum anderen.
Jess rückt die Pflanze ans Fenster und sieht mich zufrieden an.
Sie sieht aus als würde sie schon immer da stehen! sagt Lauren, die gerade durch die offene Tür spaziert.
Ja, so sieht es tatsächlich aus! sagte ich und lege einen Arm um Jess. Ich finde es so süß, dass er extra losgezogen ist um eine Pflanze für den Gemeinschaftsraum zu suchen, in dem er nicht lebt! Am liebsten wäre ich ihm an den Hals gesprungen und hätte ihn nie wieder losgelassen. Hätte ich's doch bloß getan...
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Rory! Lauren hockt plötzlich vor mir auf dem Boden. Hey, was ist los? Hat sich irgendwas verändert? sie wirkt besorgt.
Meine Augen füllen sich mit Tränen, als ich den Kopf schüttle.
Lauren rutsch mich ein wenig zur Seite und setzt sich neben mich, auf den breiten Sessel. Hey! Hey, Kleines, das wird schon wieder.
Ich weiß, sie sagt es, weil sie nicht weiß was sie sonst sagen soll. Doch es ist mir egal... denn ich weiß dass sie es wirklich ehrlich meint, wenn sie mich zu trösten versucht. Ich lehne mich gegen ihre Schulter und schluchze drauflos. Und in der Ecke neben dem Fenster, steht die Pflanze, die ich gestern erst gegossen habe, und droht zu vertrocknen...
Hey war wieder ein super toller teil
LG
Jule
plaudertasche
27.05.2005, 23:21
P.S. Wünsche mir auch diesmal wieder gaaaaaaanz viel FB, okay? ;)
Wirst du sicher haben
Lauren rutsch mich ein wenig zur Seite und setzt sich neben mich, auf den breiten Sessel. Hey! Hey, Kleines, das wird schon wieder.
Ich weiß, sie sagt es, weil sie nicht weiß was sie sonst sagen soll. Doch es ist mir egal... denn ich weiß dass sie es wirklich ehrlich meint, wenn sie mich zu trösten versucht. Ich lehne mich gegen ihre Schulter und schluchze drauflos. Und in der Ecke neben dem Fenster, steht die Pflanze, die ich gestern erst gegossen habe, und droht zu vertrocknen...
Das Stück war voll schön.
Naja.. wenn ichs genau nehme, war ja alles voll schön =).
Jess war im Flashback soooo :wub: .
Man Rory tut mir voll Leid =(.
Der Teil war einfach mal wieder SPITZENMÄßIG-OBERAFFENGEIL!!!!
Jess war einfach soo... *nachwortensuch*... *nichtseinfall*... *ideebekomm*... hinreißend =) (boston public ;) ).
Schön, dass es doch noch einen Teil gab.
Bis dann, hdl
mfg
Clara :cool:
ps: Hast du schon was vom nächsten Teil :biggrin: ?
stars Hollow
28.05.2005, 09:05
hab deine FF gerade entdeckt...gefällt mir echt super!!! Auch der neue Teil ist klasse.
Also schreib schnell weiter ;)
Der Teil war wieder super toll!
Diese Lauren ist ja echt in Ordnung! ;)
Jess war im Flashback total süüüüß!
Wirklich toller Teil!
Freu mich auf mehr!
Bye, hdl Soffel :cool:
Der Teil war wieder super toll!
Diese Lauren ist ja echt in Ordnung! ;)
Jess war im Flashback total süüüüß!
Wirklich toller Teil!
Freu mich auf mehr!
Ich hab nichts mehr zu hinzufügen!:biggrin:
lg
Secia
hab grad deine ff entdeckt und ich weiß gar nich was ich sagen soll...bin richtig sprachlos...
du schreibst sooooooooooooooooooooooooooooooo schön und deine flashbacks sind so goldig:wub:
also schnell weiter machen
:hi:
DependentOfGG
28.05.2005, 23:57
ja, der teil war klasse, finde dein schreibstil toll, weiß auch nicht so genau was aber ich find ihn einfach toll!!!
Der Flashback war wirklich total süß!!
Aber der letzte satz ... hoffe nicht das du die absicht hast die liebe der beiden genau so vertrocknen zulassen wie die Pflanze (hört sich total schnulzig an, ich weiß!!)
Freu mich auf nen neuen Teil :freu:
MinowaySunshine
29.05.2005, 02:48
ja, der teil war klasse, finde dein schreibstil toll, weiß auch nicht so genau was aber ich find ihn einfach toll!!!
Der Flashback war wirklich total süß!!
Aber der letzte satz ... hoffe nicht das du die absicht hast die liebe der beiden genau so vertrocknen zulassen wie die Pflanze (hört sich total schnulzig an, ich weiß!!)
Freu mich auf nen neuen Teil :freu:
Nein, die Liebe der beiden wird niemals wie die Pflanze vertrocknen. Es soll nur heissen dass Jess, wenn er nicht anfängt um sein Leben zu kämpfen, dass er sinch immer weiter von Rory entfernt. Körperlich gesehen. Ich meine, immerhin liegt er im Koma, damit ist nicht zu spassen! Verstehst du? Aber mehr verrate ich nicht... poste wahrscheinlich morgen den neuen Teil, wenn nicht, dann Montag!
Also dann, gute nacht, schlaft gut und träumt süss, meine süssen...
Bye, bye, Minoway.
MinowaySunshine
31.05.2005, 08:28
So... Hat superlange gedauert, aber jetzt ist er da! Der neue, superlange Teil! Wünsche euch viel Spaß beim Lesen und mir viel FB (wie immer)
Also dann, bye, Minoway.
P.S. Danke für das viele liebe FB bis hierher! Macht echt Spaß wenn jemand meine Storys liest und auch noch gut findet! THX dafür und einen dicken Knutscher an alle meine Leser!!!
Kapitel 4.
Es ist merkwürdig, ich weiß nicht was für ein Tag heute ist. Ich weiß noch nicht einmal ob es überhaupt Tag, oder noch Nacht ist. Es ist der absolute Wahnsinn, denn ich kann mich überhaut nicht bewegen. Würde jetzt irgendwer reinkommen, ich könnte noch nicht einmal den Kopf heben, geschweigedenn die Augen öffnen, um zu sehen wer es ist. Das fühlt sich total scheiße an.
Ich fühle mich so hilflos wie noch nie in meinem Leben. Ich vermisse Rory so sehr...
Ich würde so gerne ihre Hand halten können. Ich würde so gerne ihre Haut spüren, sie so gerne küssen, sie so gerne sehen. Ich würde sie gerne hören, sie riechen! Ich würde sie so gerne neben mir sitzen haben. Aber sie ist nicht da.
Ich fühle mich wie an diesen Tagen, an denen ich mich mit ihr gefetzt hatte! Wenn sie nach einem Streit mit mir einfach abhaute. Oder wenn ich abhaute, und sie nicht bei mir war. Ja, wir haben uns schon oft gefetzt, so ist es ja nicht. Es ist nämlich so: wenn ich sie mit diesem Typen aus Harvard zusammen weiß, dann ist da ein merkwürdiges Gefühl in mir, dass mir befiehlt eifersüchtig zu sein. Immerhin belegt er fast alle Kurse die Rory auch belegt. Das macht mich Anfangs etwas stutzig. Sie erzählt mir oft von ihm und manchmal denke ich: viel zu oft! Oder bin ich einfach nur zu empfindlich? Jedenfalls ist sie oft noch abends mit ihm was trinken gewesen. Das weiß ich, weil ich sie oft abends von New York aus anrufe...
************************************************** *******
Ich höre wie es klingelt.
Hi, Jess! höre ich Rory's freudige Stimme am anderen Ende.
Wow! Sie freut sich mich zu hören!
Hey, meine Blume! Wie geht es dir? frage ich. Toll! Ich bin echt ein Einfallspinsel!
Super! Was ist mit dir? fragt sie und ich spüre wie sie genau das gleiche denkt wie ich.
Ich vermisse dich... na, schon besser!
Eine kleine Pause entsteht. Und ich weiß ganz genau warum sie nichts sagt...
Ich dich auch... flüstert sie schließlich.
Ohh! Oder weiß ich es doch nicht?
Wo bist du, es ist so laut da? frage ich und bin schon gespannt auf ihre Antwort.
Im Santiago. Also doch!
Das Santiago ist eine Kneipe in der nähe von Harvard. Wetten ich weiß was sie auf meine nächste Frage antwortet?
Mit wem bist du da?
Ich schließe die Augen. Bitte nicht... 3...2...1...
Mit Tom.
Nein! Warum hasst du mich so! Ich sehe durch das Zimmerfenster in den Himmel.
Ohh. Mache ich, damit sie nichts merkt.
Was machst du gerade? fragt sie mich.
Ich lerne. Ich habe morgen eine Prüfung, Ich werde alles wieder vergessen! Nur weil sie mit Tom unterwegs ist.
Was schreibst du denn? fragt sie mich.
Bio. Ich weiß nicht wofür ich den Kram brauche, antworte ich und bereue das gesagt zu haben. Denn eigentlich will ich mit ihr über andere Dinge reden.
Komm schon, du packst das. Denk einfach an was schönes...
Soll ich darauf eingehen? Oder nicht? Ach, was soll’s!
Dann denke ich an dich...
So? Tust du das? Ich denke auch an dich... sie wirkt gleich viel lockerer. Ob sie vom Tisch aufgestanden ist?
Okay... Ich muss auflegen. Ich will ja dass es morgen was bringt, wenn ich an was schönes denke... sage ich und kann förmlich spüren wie sie lächelt.
Ist gut. Ich drück dir ganz fest die Daumen... sagt sie und ich habe das Bedürfnis es ihr zu sagen...
Du... fange ich an.
Ja? fragt sie noch.
Ich komme vielleicht am Freitag. Ist das okay? frage ich.
Ob das okay ist? Oh, mein Gott! Jess, das ist großartig! Oh, man, ich freu mich so! ich sehe sie vor meinem inneren Auge herumhopsen wie ein Kleinkind, dem man gerade einen Ritt auf einem Pony spendiert hat. Die Leute gucken wahrscheinlich schon verdutzt.
Ja, ich freu mich auch, sage ich schmunzelnd.
Bye... sagt sie leise lächelnd.
Gute Nacht, meine Blume, ich lege auf.
Ich weiß selbst nicht, warum ich sie Blume nenne. Es ist einfach so in mir drin. Wahrscheinlich weil sie die Schönheit einer Blume in sich trägt...
Jason sitzt neben mir über seinen Nachrechnungen. Er sieht mich nicht an, aber er lächelt leise. Ich weiß dass er zugehört hat, aber es ist mir egal. Ich widme mich wieder meinen Bio-Notizen.
Du hast sie sehr gern, was? höre ich ihn plötzlich sagen. Er hat es wohl nicht ausgehalten einen Kommentar abzugeben.
Ich zögere. Soll ich ihm wirklich antworten? Jason ist jemand der sehr viel von Menschen versteht. Er sieht auf den ersten Blick ob es einem gut geht, oder nicht. Ich bin für ihn ein offenes Buch, denn er kennt mich besser als meine eigene Mutter. Besser als Luke. Jedenfalls, wenn ich bei Jason einmal den Mund aufmache, dann kann ich nicht mehr aufhören zu reden, denn er ist einer dieser seltenen Menschen die einfach nur zuhören.
Ja, sehr, antworte ich. Ich glaube es ist sogar mehr als das, aber das sage ich Jason nicht.
Warum guckst du dann so bedröpelt? Sie mag dich doch auch! sagt er ohne irgendwelche Umschweife.
Ja... Es ist nur... Sie ist immer mit diesem Typen zusammen. Tom... er belegt fast die gleichen Kurse wie sie, geht abends mit ihr was trinken... Sie erzählt mir so viel von ihm... viel zu viel, als dass sie nur Freunde sein könnten... Manchmal habe ich Angst dass sie... ich breche ab, es ist scheiße auch nur daran zu denken!
Sprich es ruhig aus, du hast Angst dass er sie dir wegnimmt! sagt Jason und es wirkt eiskalt. Aber er hat Recht.
Ich nicke.
Du bist ein Idiot, weißt du das, Jess?
Ich sehe auf. Hat er das eben wirklich gesagt?
Wie bitte? frage ich vollkommen verdutzt.
Sie wird dich niemals hintergehen, sagt Jason bestimmt und sieht mich ernst an.
Woher zum Teufel weiß er das schon wieder?
Jedenfalls sag ich gar nichts mehr, denke nur noch nach, und kaum hab ich meine Prüfung fertig, ist es im Handumdrehen Freitag und ich bin auf dem Weg zu ihr.
Ich stehe auf dem Bahnsteig, bin gerade aus dem Zug gestiegen. Ich sehe nach Links und nach Rechts, weiß nicht wirklich wo ich hin gehen soll um zu warten. Plötzlich kommt jemand auf mich zugerannt und wirft mich beinahe um, spring mich an. Ich sehe ihr Gesicht nicht, doch ich weiß genau, sie ist es.
Hey, Baby! Oh, mein Gott, du schmeißt mich ja auf den Bahnsteig! sage ich, und sie löst sich aus der Umarmung.
Tut mir leid. Schön dass du da bist. Ich hab dich so vermisst, sagt sie und wird ein bisschen rot, als sie merkt wie uns die Leute beobachten. Sie sieht sich um und wird ganz unsicher, ich find das irgendwie süß an ihr...
Ich hab dich auch vermisst, sage ich und lenke somit ihre Aufmerksamkeit wieder auf mich zurück.
Sie lächelt mich an und ich kann nicht anders, ich muss sie jetzt einfach küssen. Für einen Moment steht die Welt still, ich höre die Geräusche, das Gerede der Leute, ihre Schritte, das Rascheln von Plastiktüten, Geheule von Kindern, das alles höre ich nur wie durch Watte. Als wären wir zwei ganz allein. Und es ist irgendwie merkwürdig, Rory wehrt sich nicht mehr gegen Küsse in der Öffentlichkeit. Hat sie ja eigentlich noch nicht, aber so offensichtlich vor allen Leuten... Als wir und trennen, sieht sie mich lächelnd an und ich nehme sie an der Hand. So gehen wir aus dem Bahnhof und zum Bus. Als wir drin sitzen, fragt sie mich nach der Prüfung und ich erzähle ihr dass ich an sie gedacht habe und dass die Prüfung perfekt lief. Die ganze Fahrt über reden wir über belanglose Dinge. Irgendwie kommt es mir kitschig vor, denn ich fühle mich wie eines von diesen Fernsehpärchen, sitzen händchenhaltend im Bus und bringen den anderen ohne Ende zum lachen, um dann in einem langen Kuss zu verschmelzen. Ich glaube, sie fühlt sich genauso, denn sie wird nach einer Weile ernster und ich spüre dass sie etwas hat. Doch bevor ich danach fragen kann, hält der Bus und wir steigen aus. Und dann muss ich nicht mehr fragen, dann rückt sie von alleine mit der Sprache heraus.
Du... Jess... Ich würde dir gerne Tom vorstellen, sie sagt das als wüsste sie dass ich in gewisser Weise eifersüchtig auf ihn bin. Ich nicke.
Was hältst du davon, wenn er heute Abend zu uns ins Wohnheim kommt?
Ich nicke, obgleich ich eigentlich mit Rory allein sein will.
Als es am Abend an der Tür klopft, bin ich gespannt, denn ich weiß nicht mehr was ich glauben soll... Dass er nett ist oder dass ich ihn nicht leiden kann. Zu meinem Entsetzen stelle ich fest, er ist nett! Scheiße, dabei wollte ich ihn doch hassen! Er hat einen Sinn für Humor, der dem von Rory ziemlich ähnelt, und plötzlich verstehe ich sie, wenn sie sagt dass sie gerne abends noch etwas mit ihm trinken geht. Wenn ich jedoch wieder an die Anrufe denke, wenn sie im Santiago ist... wird mir ganz anders, dann sehe ich Tom wieder mit ganz anderen Augen...
Als er weg ist, spreche ich Rory darauf an. Ich weiß noch ganz genau wie unser Streit angefangen hat.
Sag mal, Rory... Sind das eigentlich Dates, was Tom und du habt? Ich bin ein Idiot! Ich könnte mich ohrfeigen! Und bei Rorys Gesichtsausdruck könnte ich mich erscheißen, erstechen, erdrosseln, ertränken, alles auf einmal.
Sag mal, spinnst du? fragt sie ungewöhnlich ruhig, und ich verstehe was sie meint.
Ich glaube, ich werde ziemlich rot, denn es ist mir peinlich, und es tut mir leid sie das überhaupt gefragt zu haben.
Tut... tut mir ehrlich leid, so sollte das nicht klingen! Ja, du Arsch, jetzt versuchst du zu retten was noch zu retten ist. Wenn du Glück hast darfst du heute Nacht auf dem Sofa schlafen!
So hat es aber geklungen! meint Rory, und ich spüre ganz genau, ich habe sie verletzt.
Es tut mir ehrlich leid! Wirklich. Ich wollte das nicht sagen, es sah nur so aus... Autsch! Bin ich denn wahnsinnig? Bin ich von allen guten Geistern verlassen? Ich werde mich steinigen!
Rory sieht mich an, Wut kocht in ihren Augen und dass schlimmste ist: ich verstehe es sogar!
Jess! Was soll das? Warum tust du das? Ich meine... ich quetsche dich auch nicht aus, über dein Leben in New York. Ich könnte gut und gerne jeden Tag bei Jason anrufen und ihn fragen was du so treibst... und? Das tu ich doch auch nicht! Ich vertraue dir eben! Genau das solltest du auch mal versuchen!
Ich stehe da, suche nach einem Argument um ihr zu kontern, so schnell fällt mir nur eins ein:
Rory, dieser Typ steht doch auf dich, das riecht man zehn Meilen gegen den Wind!
Sie, die sich zum Fenster gedreht hat, neben der Pflanze die ich ihr geschenkt habe, drehte sich wieder zu mir um.
Das sagst du jetzt nur weil du nicht weißt was du sonst antworten sollst! langsam wird sie laut.
Sie kennt mich zu gut!
Nein! Das sage ich nicht einfach nur so! auch ich werde lauter.
Schrei mich nicht an! schreit sie.
Du hast doch angefangen! brülle ich quer durchs Zimmer.
Du bist ein eifersüchtiger Bock! Und ein Dickschädel noch dazu! schreit sie.
Findest du nicht dass meine Eifersucht nicht berechtigt? frage ich nun weniger schreiend, aber immer noch laut.
Nein! entgegnet sie. Sie kommt auf mich zu, ich weiche zurück. Sie sieht ein wenig aus als wolle sie sich mit mir versöhnen. Das will ich aber nicht! Ich will jetzt mit ihr streiten. Sie kommt weiter auf mich zu, ich stoße gegen die Wand und bleibe stehen. Sie nimmt meine Hände und hält sie fest. Nein, das finde ich nicht. Tom ist nämlich schwul, sagt sie leise, so dass nur ich sie höre kann.
Mein Herz bleibt beinahe stehen. Und deshalb mache ich so einen Aufstand? Bin ich blöde? Ja, ganz bestimmt.
Oh... Rory es tut mir leid... das ist alles was ich zu sagen habe.
Sie sagt nichts, lächelt nur.
Ob sie denkt was ich denke?
Sie fängt an mich küssen.
Offensichtlich ja!
Gerade knabbert sie an meinem Ohr.
Oh, man! Ich glaub ich bin High!
Während wir auf das Sofa zu gehen, äh... stolpern, erliege ich vollkommen ihrer Macht. Aus den Augenwinkeln sehe ich wie Laurens Hand aus ihrer Zimmertür erscheint und sie diskret und leise zu zieht. Die ist echt in Ordnung! Und während Rory mir das T-Shirt über den Kopf zieht, glaube ich mich im Himmel...
************************************************** *******
Sollte ich irgendwann hier rauskommen, so werde ich als allererstes auf den Friedhof gehen. Ich werde eine Gitarrensaite (Gegen Blumen ist er allergisch) auf Jasons Grab legen, ihm danken und mich von ihm verabschieden. Dann werde ich mich umdrehen, Rory in die Arme nehmen, und sie niemals wieder loslassen...
Der Teil war aml wieder klasse! <ich kann Jess verstehen, dass er eifersüchtig war, aber Tom ist ja schwul!:biggrin:
Schreib schnell weiter!!!
lg
Secia
Ein wundervoller Teil, wie immer. Freu mich schon wenn es weiter geht.
LG
Jule
MinowaySunshine
31.05.2005, 19:33
Hi, ihrs!
Danke für das liebe FB!!!
Hätte da ma ne kleine Umfrage. Und zwar:
Findet ihr die Teile dieser FF:
a) zu kurz
b) zu lang
c) genau richtig
?
Wär echt nett! Thx, Minoway
P.S. Den neuen Teil gibt's wahrscheinlich morgen, wenn net schon heute...;)
ich sage c)
ich finde sie genau so gut
mfg lavaaaza :cool:
Du schreibst das sooooo klasse!
Ich kann das gar nicht beschreiben!
Mach bite schnell weiter!
hdggdl
basiaGG
I love Milo
01.06.2005, 18:16
hab schon lang kein Comment mehr abgegeben Sorry
aber ich würd eindeutig c sagen!!!
Find es voll gut das du immer diese flashbacks reinbringst!!!!!!
MinowaySunshine
01.06.2005, 23:28
Hey! Danke für das FB, es geht gleich weiter....
Kapitel 5.
Ich sitze neben ihm am Bett, sehe ihn nur stumm an. Warum kann er nicht endlich aufwachen? Warum kann er nicht einfach endlich wieder so sein wir früher? Warum? Ich weiß nicht ob er mich hören kann, doch ich wage es kaum es zu versuchen. Ich weiß auch nicht ob er es spürt wenn ich seine Hand berühre, weiß nicht ob er es fühlt wenn ich hier sitze und stumme Tränen weine.
Oh, man! Jetzt sitzt sie neben mir, ich würde sie so gerne Trösten! Sie weint, das zereist mir das Herz in tausend Fetzen! Könnte ich sie doch in die Arme nehmen und ihr sagen dass alles wieder gut wird... Aber selbst wenn ich mit ihr reden könnte, ich weiß nicht ob dieser Satz einen Sinn hätte, denn ich weiß absolut nicht wie ich mich aus dieser überaus misslichen Lage befreien könnte. Alles wäre viel weniger schlimm, würde sie nur mit mir sprechen...
Das ist echt scheiße, weißt du das, Jess? ich rede mit ihm, ich weiß noch nicht einmal ob er mich hört.
Oh mein Gott! Sie redet mit mir!
Ich weiß noch nicht einmal ob du mich hören kannst!
Natürlich kann ich das!
Aber es ist mir auch egal! Ich finde es nur absolut scheiße, dass du mich einfach so alleine lässt! Warum liegst du da, wie auf einem Seziertisch?
Na hör mal! Glaubst du etwa ich liege absichtlich hier?
Ich weiß noch nicht einmal wie du in diese bescheuerte Lage gekommen bist!
Wenn du wüsstest wie gerne ich dir das erzählen würde!
Ich wünschte du könntest mich hören!
Tu ich doch!
Ich wünschte du könntest mit mir reden!
Wünschte ich auch... Es tut mir ja alles so leid... Scheiße, könntest du mich doch bloß hören!
Du fehlst mir so... ich nehme seine Hand, halte sie in meiner, küsse sie... ich würde ihm so gerne etwas erzählen, doch ich weiß nicht was. Leise tropft eine Träne auf seine Hand.
Du mir auch... Oh, man! Sie weint immer noch! Bitte steinigt mich! Das ist zum kotzen! Hey, meine Blume! Nicht weinen... Ich werde nicht gehen! Ich habe dir doch noch so viel zu erzählen, noch so viel zu zeigen! So bald ich hier raus bin, gehen wir wieder auf dem Campus spazieren. Wir fahren raus, raus aus diesem Kaff, raus aus diesem verdammtem Staat, raus aus Amerika! Ich will nichts mehr davon wissen! Ich will einige Wochen lang nichts tun! Will ein paar Wochen alleine mit dir sein! Könnte ich das doch bloß!
Du darfst nicht gehen, hast du verstanden? Lass mich nicht alleine, ich brauche dich... Ich habe dir doch noch so viel zu erzählen... so viel zu zeigen...
Ich will doch noch gar nicht gehen. Rory, hör mir zu, ich werde nirgendwo hingehen! Oh, Gott, was rede ich da! Ich muss doch zurück zu ihr, wie kann ich dann behaupten ich ginge nirgendwo hin! Ich bin bald wieder bei dir, verlass dich darauf...
Es wirkt alles so bedrohlich, wenn du nicht da bist! Es ist alles so schwer, wenn ich dich nicht neben mir habe...
Ich bin immer hier, bei dir, Rory! Du darfst niemals glauben ich wäre nicht da. Das wird niemals passieren!
Ich... ich hab dir ein Buch mitgebracht... ich ziehe Oliver Twist aus der Tasche.
Oh, man! Sie denkt wirklich an alles! Oliver Twist! Ich weiß noch wie sie mich damals, vor vier Jahren, es war schon dunkel, auf einem Bürgersteig in Stars Hollow, Dodger nannte. Ich ging danach wie auf Wolken, denn da wurde mir richtig klar dass sie ganz anders ist als alle anderen. Oh, Rory... könnte ich doch bloß mit dir reden...
Ich stehe auf, gehe zur Tür und schließe sie. Dann kann ich ihm ungestört vorlesen...
Rory? Ich höre plötzlich wie sich die Tür schließt. Ist sie einfach weg? Dann spüre ich wie sich jemand neben mich setzt. Das Bett ist breit, fällt mir bei dieser Gelegenheit auf, denn Rory liegt halb neben mir, halb auf mir, den Kopf auf meine Brust gebettet. Ich sehe sie nicht wirklich, nur umrisse, verschwommene Gestalten, verwaschene Farben...Dennoch sehe ich wie sie das Buch öffnet und langsam anfängt zu lesen...
Da erhob sich das bleiche Gesicht einer jungen Frau mit Mühe von den Kissen und eine schwache Stimme flüsterte kaum vernehmbar: "Lassen Sie mich das Kind sehen, dann will ich gern sterben."
Der Arzt saß vor dem Kamin und war bemüht, seine Hände bald durch Reiben, bald durch Ausstrecken über die Kohlen warm zu halten; als aber die junge Frau sprach, stand er auf, trat an das Kopfende des Bettes und sagte mit mehr Freundlichkeit, als man ihm zugetraut hätte: "Oh! Sie müssen nicht vom Sterben sprechen!" Die Wöchnerin streckte die Hand nach ihrem Kinde aus, der Arzt legte es ihr in die Arme. Sie küsste es leidenschaftlich auf die Stirn, dann fuhr sie mit den Händen über ihr Gesicht, blickte wild um sich, schauderte, sank zurück - und... ich breche ab. Ich kann nicht mehr... Ich hatte vergessen wie Toderfüllt dieses Buch losgeht...
...starb. Oh, Rory, du zitterst, ich spüre es genau. Ob sie denkt dass ich auch sterben werde? Nein, Rory, das werde ich nicht. niemals. Eher würde ich... Eigentlich wollte ich sagen "eher würde ich sterben!" Das ist paradox! Und jetzt erst wird mir bewusst wie oft dieser Satz eigentlich verwendet wird. Ich meine, wie oft würden wir denn dann sterben? Rory richtet sich auf, ich sehe ihre verschwommenen Umrisse aus den Augenwinkeln. Nein! Geh nicht!
Ich muss jetzt gehen... sage ich, klappe das Buch zu und stecke es in die Tasche. Ich muss noch lernen, ich habe übermorgen eine Prüfung und ich weiß nicht die Hälfte von dem was ich mindestens wissen sollte... Ach, Jess, ich vermisse dich so sehr... und ich beuge mich über ihn und küsse ihn leidenschaftlich auf die Stirn. Dann fahre ich mir erschöpft mit den Händen über mein Gesicht, drehe mich um und gehe zur Tür. Ich hoffe du kommst bald zurück... sage ich, bevor ich die Tür öffne und hinausschlüpfe.
Wenn ich könnte, dann würde ich heulen. Wenn ich könnte würde ich schreien. Wenn ich könnte würde ich sie festhalten. Wenn ich könnte... Ich wünsche dir viel Glück für deine Prüfung, Rory! Denk an was schönes... Warum ist das alles nur so unfair? Wie gerne würde ich jetzt bei ihr sein, würde sie vielleicht sogar vom lernen abhalten, nur um bei ihr sein zu können! Oh, wie oft habe ich sie schon vom lernen abgelenkt! Und wie oft hat sie sich ablenken lassen! Als ich sie in Harvard besucht habe, Überraschung! Und wir nachts, Vollmond, auf dem Campus spazieren gingen! Das war so schön, ich würde das so gerne wiederholen...
Ich sitze im Wagen, auf dem Weg nach Hause, kann nur an ihn denken. Wie gerne würde ich jetzt von ihm abgelenkt werden! Wenn ich ehrlich bin, spüre ich immer noch das Kribbeln im Bauch wenn ich daran denke, wie ich damals die Tür öffnete und Jess vor mir stand, ich mit einem Stift im Mund und den Notizen in den Händen, dachte es wäre nur Kate, die ihren Schlüssel verlegt hatte... Als er mich auf den Campus entführt hatte, der Vollmond schien auf uns herab und wir lagen einfach nur nebeneinander auf der Weise und starrten in die Sterne. Das würde ich so gerne wiederholen. Ich vermisse dich so sehr... wimmere ich und Tränen treten aus meinen Augen, während Watershed im Autoradio ihren Song Indigo Girl bringen.
Könnte ich jetzt bloß neben ihr sitzen. Auf dem Autositz, wie damals... Könnte ich ihr nur ein Radiosong vorsingen. Irgendeines. Nur für sie, ganz allein. Ich vermisse dich so, Rory...
Ich wünschte er wäre hier, dann wäre der Verkehr nur halb so wild... Ich wünschte... Ich muss schmunzeln, als ich an einer Tankstelle vorbeifahre, denn ich denke an unser Erlebnis an einer solchen...
Ich höre nichts. Alles ist still. Ich will nicht dass es still ist... Ich hätte so gerne Musik in diesem blöden Zimmer! Säße sie bloß neben mir und sänge mir etwas vor. Sie kann gar nicht singen, aber das ist vollkommen egal. Wäre jemand anderes hier, würde ich es ebenso empfinden. Ich will niemand anderen im Zimmer als Rory. Warum will ich nicht mehr ohne sie sein? Ich... Ich liebe dich doch...
Warum will ich bloß dass er neben mir sitzt? An der Autofahrt würde es doch auch nichts ändern! Dennoch... würde Lane neben mir sitzen, es wäre nicht das gleiche... Warum kann ich nur nicht mehr ohne ihn sein? Komm zurück, Jess... Warum? fragt es in meinem Kopf. Ich... ich liebe dich doch...
So, das wär’s für heute. Hoffe es ist genug... Das mit der Tankstelle, wird im nächsten Teil weiter erklärt, damit ihr euch nicht fragen müsst was das soll... Also, Rory und Jess haben sich in Gedanken endlich ihr Liebe eingestanden. Oder ist euch noch nicht aufgefallen dass die beiden in der FF nie gesagt haben Ich liebe dich! sondern nur Ich hab dich lieb, Ich vermisse dich... u.s.w.
Also dann, freue mich auf gaaaaaaaaaaanz viel FB, also traut euch ja nicht nichts zu schreiben! Also dann... bye, Minoway.
I love Milo
02.06.2005, 07:01
Wow war ein super Teil
echt gut geschrieben und das mit dodger*grins* war echt eine gute Idee
aber wie lang würd denn jess noch im koma liegen???
Wow war ein super Teil
echt gut geschrieben und das mit dodger*grins* war echt eine gute Idee
aber wie lang würd denn jess noch im koma liegen???
Wollte ich auch schreiben!:biggrin:
lg
Secia
Der Teil hat mir sehr gut gefallen. Freu mich schon sehr auf den nächsten teil....
LG
Jule
silbernerschatz
02.06.2005, 15:44
Warum liegst du da, wie auf einem Seziertisch?
Na hör mal! Glaubst du etwa ich liege absichtlich hier?
das fand ich ziemlich lustig.
im übrigen finde ich deine ff super. sie ist traurig, aber irgendwie auch voller leben. und rory tut mir schrecklich leid ...
ich hoffe, du lässt jess bald wieder aufwachen
Du schreibst sooo toll!!!!!!!!!
Ich finde dass soooooooooo schön!!!
Ich wünschte Rory könnte Jess hören!
Hab ich was verpasst oder was ist mit Jess passiert??!!?!?!
Mach bitte schnell weiter!!!
hdgdl
basiaGG
MaraMariano
02.06.2005, 15:55
ichhab deine ff gerade gelesen
sie ist einfach klasse
du schreibst so gefühlvoll das einem die Tränen kommen können
ich finde die Idee gut das du aus Jess sicht schreibst auch wenn er im Koma liegt
freue mich auf den nächsten Teil
MAra
PS:
sie lieben sich!!!
ja!!
jetzt müssen sie es nur noch sagen
-Rory gILMORE-
02.06.2005, 17:58
das ist soooooooo schön!!!!!! schreib bitte weiter!!! :wub:
der teil war so traurig
ich hätte beinahe geheult:heul:
wie sie sich in gedanken gesagt haben dass sie sich lieben
das war so süß:wub: :wub: :wub:
schreib bitte schnell weiter
mfg lavaaaza :cool:
DependentOfGG
02.06.2005, 21:55
Oh mein Gott, der teil war soo schön!!!
Wie Jess sie "meine Blume" genannt hat war so süß!
Ich weiß gar nicht was ich schreiben soll, der Teil war einfach so toll geschrieben.
Ich freu mich auf nen neuen teil
MinowaySunshine
03.06.2005, 00:35
Hi, meine süßen!!!Also, der neue Teil kommt wahrscheinlich morgen...
Vielen Dankeschön (*gg*) für euer liebes FB, ist es süß!!!
Also dann, gute Nacht und einen schönen Morgen, bye, eure Minoway...
he deine ff ist der hammer hab sie grad gelesen bitte mach schnell weiter bitte, bitte und lass alles wieder gut werden bitte ich liebe diese ff mano Jess ist echt arm dran du beschreibst so toll seine gedanken er ist so süß wenn er immer wieder meine Blume sagt oder denkt wie er es zu ihr gesagt hat, ich kann nur sagen wow, wow, wow mach weiter hop hop hop lg julia
Wolltest du uns nicht schon längst einen neuen Teil gegeben haben?? *g*
Wo bist du??? *g*
Bis zum nächsten teil!
hdggdl
basiaGG
MinowaySunshine
10.06.2005, 01:05
SORRY!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Es tut mir sooooooo unendlich leid!!!
Ich wollte echt viel eher schreiben, und es tut mir leid dass ich mich nicht gemeldet habe, dafür gibt's echt keine Entschuldigung! Nur einen neuen Teil:
Kapitel 6.
Es ist spät, ich bin unterwegs nach Hause. Ich war bei Lane, es ist schön gewesen. Wir haben lange am Küchentisch der WG gesessen und geredet. Sie erzählt mir nicht unbedingt etwas neues in Sachen Finanzen, und das merke ich auch schon ganz am Anfang. Beim Anblick der kahlen Sparglühbirne über dem Küchentisch, wächst der Verdacht, dass sich die Lage der Band kaum geändert, vielleicht eher verschlechtert hat. Sie erzählt mir dass sie im letzten halben Jahr nur halb so wenige Gigs hatten wie die sechs Monate davor. Als ich sie erschrocken anstarre sagt sie mir, dass sei in diesem Business normal. Zumindest am Anfang. Ob es wahr ist, weiß ich nicht.
Jedenfalls kamen dann noch Zach und Brian vom einkaufen wieder. Sie zofften sich weil Zach mal wieder eine Tüte Chips eingekauft hatte. Lane war sauer, dass er das Geld das sie nicht besaßen einfach so zum Fenster rauswarf und Brian war sauer, weil Zach ausgerechnet die Sorte ausgesucht hatte gegen die er allergisch reagierte.
Als ich wieder fahre, verabschieden sich die Jungs sehr trocken. Sie sind sauer, jeder auf den anderen. Sie stehen schmollend im Türrahmen, als hätte Lane sie unter Arrest dort hingestellt. Lane umarmte mich und war den Tränen sehr nahe. Ich weiß nicht ob sie weinte weil ich sie mit den Jungs in ihren Problemen alleine ließ, oder weil wir uns lange nicht mehr gesehen hatten, oder vielleicht auch nur weil sie kürzlich von der Sache mit Jess gehört hatte. Ich wollte sie trösten, aber dann hätte ich angefangen zu heulen, und ihr hätte das auch nichts gebracht. Also steige ich schnell in den Wagen und schließe die Tür. Ich starte den Motor und fahre mit einem letzte Blick in den Rückspiegel die Straße runter. Obgleich es gerade dunkel wird, setze ich die Sonnenbrille auf, die Jess mir mal gekauft hat. Das bringt Erinnerungen wieder.
Ich schalte das Autoradio an. The Cranberries mit Dying in the sun. Ich sehe hinter den Lenker. Scheiße. Tank leer. Etwa fünfzig Meter weiter ist die nächste Tankstelle. Ich setze den Blinker und fahre rechts rein. Auch das macht Erinnerungen wieder wach. Was für ein Zufall...
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Ich sitze auf dem Beifahrersitz, bin ganz aufgeregt. Er ist einfach ausgestiegen, hat gesagt ich solle warten und ist in einem Laden verschwunden. Ich kann es kaum erwarten bis er endlich wiederkommt, denn wir fahren zusammen in den Urlaub! Nach Kalifornien.
Ich lehne mich zurück und lege die nackten Füße auf das Armaturenbrett. Der Kofferraum ist vollgestopft mit Dingen die wir mit Sicherheit nicht brauchen werden, auf dem Rücksitz liegen Decken und Kissen und die Fenster sind mit feuchten Küchenhandtüchern verhängt, damit wir nicht in der Hitze dahinschmelzen.
Ich trage einen kurzen Rock und ein einfaches Shirt, denn es ist echt heiß draußen. Ich lehnte mich kurz vor und schalte das Autoradio an. Aber ich mache es gleich wieder aus, denn in dem Moment kommt er wieder aus dem Laden. Er trägt eine Tüte in der Hand. Er öffnet die Tür und steigt ein. Ich nehme ihm die Tüte ab und sehe hinein. Kekse, Cola, Bier, eine Flasche Wasser, eine Tüte Orangensaft...
Du musst ganz schön durstig sein! sage ich und lächle leise.
In Kalifornien ist es heiß, mein Schatz. Wer da nicht genügend trinkt liegt im nu auf der Nase. sagt er und küsst mich lange. Dann setzt er sich wieder richtig hin, nimmt mir die Tüte aus der Hand und sieht hinein. Und das damit du dir deine Pfirsichhaut nicht verbrennst. Wär' schade drum... grinst er und reicht mir eine 25 Solarschutz-Kreme.
Ich muss lachen. Das ist lieb von dir.
Er greift wieder in die Tüte. Und hier... ein Hut damit deine Gehirnzellen keinen Hitzeschlag erleiden... Er holt einen Jeanshut aus der Tüte und setzt ihn mir auf den Kopf. Ich grinse. Oh man, ist er süß.
Und das, damit deine Augen keinen Hitzeschlag erleiden. er reicht mir eine Sonnenbrille und ich grinse noch breiter.
Du bist echt süß. sage ich und diesmal bin ich es die ihn küsst.
Er startet den Motor und wir fahren weiter. Gegen Nachmittag machen wir eine Pause, wir sind gerade mal in der Nähe von Memphis angekommen. Dabei fahren wir schon fast 24 Stunden. Mit Pause.
Wir gehen spazieren, er schleppt eine Kamera mit sich rum, fotografiert viel. Oft fotografiert er mich. Als wir zusammen auf einer Bank sitzen, fragen wir einen Passanten ob er uns zusammen fotografiert. Wir haben Glück dass dieser Mensch etwas von Fotografie versteht, denn er schießt drei wunderschöne Bilder in der Abendsonne.
Wir essen etwas in einer kleinen Kneipe und gehen zum Auto. Eigentlich will ich fahren, aber Jess weigert sich mich ans Steuer zu lassen. Ich finde das irgendwie süß, aber auf der anderen Seite ist er hundemüde und sollte sich ausruhen. Als ich mich endlich breitschlagen lasse, ist es stockfinster. Wir reden nicht viel, ich schlafe lange Zeit. Als ich aufwache, wird es gerade hell. Ich sehe mich um.
Wo sind wir? frage ich und sehe aus dem Fenster.
Kurz vor Phoenix. antwortet er und schaut zu mir rüber.
Arizona? Warum? frage ich erstaunt.
Die Straßen waren gesperrt. Also dachte ich, durch Arizona zu fahren wäre doch auch ganz schön. Hätte ich gewusst dass du den Großteil der Fahrt gar nicht miterlebst... er schmunzelt.
Ich sehe ihn an. Er sitzt am Steuer als könne er die Augen kaum noch offen halten.
Hey! sage ich und fahre ihm mit der Hand durch die Haare. Soll ich fahren? Ich komme mir dämlich vor, immerhin fährt er schon die ganze Nacht!
Nein, ist schon okay, winkt er ab. Ich will dass du denn Urlaub echt genießt.
Ich kann ihn aber nur genießen wenn du wach bist... lächle ich.
Eine kleine Pause entsteht. Er sieht mich an. Na gut. Du hast Recht.
Wir steigen um und ich fahre Weiter. Jess schläft schnell ein und ich kann gar nicht oft genug hinsehen. Nach einer Weile wacht er auf und noch ein Weilchen später klagt er ununterbrochen über schrecklichen Hunger, wie ein kleines Kind. Also machen wir an einem Café halt und frühstücken erst mal. Er isst langsam, genießt jeden einzigen Bissen seines Essens.
Als wir mit dem Essen fertig sind, gehen wir auch hier spazieren. Wir machen einen Schaufensterbummel und sehen uns sämtliche Straßen an. Dann gehen wir in einen Supermarkt und wollen noch einige Sachen für die Fahrt besorgen.
Ich stehe vor dem Getränkeschrank und weiß dass Jess nur wenige Regale hinter mir etwas essbares sucht.
Jess, was magst du zu trinken? frage ich, gerade mal so laut dass er es hätte hören müssen.
Hey, Süße! Du hast nicht zufällig mal 'n Stündchen Zeit, was?
Ich drehe mich um. Vor mir steht ein Typ, von der Sorte gutaussehend, eitel und obendrein unverschämt.
Wie bitte? frage ich, und hoffe ihn falsch verstanden zu haben.
Ja, mein Kumpel hat grad mal keine Zeit für mich, da muss ich mir die Zeit ja irgendwie anders vertreiben... er kommt näher an mich heran, und ich befürchte schon ich muss rückwärts in den Kühlschrank springen. Wo willst du denn hin? fragt der Typ und ich gehe immer weiter zurück, weiß nicht was ich tun soll. Ich beschließe ihn zu ignorieren, also drehe ich mich um und beuge mich ein wenig über die Kühltruhe. Plötzlich spüre ich wie der Typ mich in den Hintern kneift. Ich drehe mich um, sehe ihn entsetzt an und knalle ihm eine. Er starrt mich an.
In dem Moment taucht Jess auf. Ich glaube er hat alles mitverfolgt, aber er lässt sich nichts anmerken. Wahrscheinlich will er keinen Streit.
Hey, Baby, sagt er betont lässig, als wolle er den Typen vertreiben. Haben wir alles? er sieht mich an und legt seinen Arm um meine Schultern. Dann sieht er den Typen an. Der starrt zurück, sieht mich von oben herab an, dreht sich um und geht.
So, den wär'n wir los. Tut mir leid, dass ich nicht eher da war, sagt er und küsst mich auf die Stirn.
Schon okay... ich lächle.
Es ist später Nachmittag, als wir endlich weiterfahren. Jess schläft noch eine ganze Weile und ich kann mich nicht zurückhalten, ich schieße ein paar Fotos von ihm. Als er langsam dunkel wird, merke ich wie die Tankuhr auf Reserve sinkt. Ich beschließe an der nächsten Tankstelle zu halten.
Gerade als ich von der Straße abfahre, öffnet Jess die Augen und streckt sich. Er sieht mich aus müden Augen an und ich kann nicht anders: ich muss lachen.
Wo sind wir? fragt er verschlafen.
Wir müssen tanken... sage ich und schon tauchen wir ins grelle Licht der Tankstelle. Ich halte den Wagen und schalte den Motor ab. Aller ist leer, nicht einmal der Tankwart ist in Sicht. Neben uns steht ein Schild, mit der Aufschrift: Keine Selbstbedienung. Na gut, dann warten wir eben auf den Tankwart.
Ich schnalle mich ab falls der Typ nicht auftaucht. Jess schnallt sich ebenfalls ab, denn er kommt sonst nicht an die Wasserflasche auf dem Rücksitz. Als er sie hat, trinkt er einen Schluck und reicht sie mir. Auch ich trinke ein wenig und stellte sie in die Seite der Autotür.
Jess beugt sich vor und schaltet das Radio an. The Cranberries, Dying in the sun. Jess sieht mich an. Er beugt sich zu mir.
Weißt du worauf ich jetzt Lust hätte? fragt er und verkneift sich ein grinsen.
Ich schüttle den Kopf. Er beugt sich weiter zu mir und fängt an mich zu küssen. Als er dann seine Hand zu mir rüberschiebt und sie auf meinen Oberschenkel, ganz nah an meine Hüfte legt, weiß ich was er meint. Ich löse mich von ihm.
Jess... Wir sind an einer Tankstelle... sage ich.
Es ist keine Bedienung da... sagt er und lässt sich nicht weg schieben.
Wenn uns jemand hört... sage ich und versuche überzeugend zu klingen.
...drehen wir das Radio lauter, sagt er und seine Küsse wandern über meine Wangen, meinen Hals zu meinen Ohren, an denen er zärtlich knabbert.
Wenn uns wer sieht... sage ich und versuche ernst zu bleiben.
...die Tücher hängen noch vor den Fenstern... sagt er und küsst weiter meinen Hals. Seine Hände wandern langsam von meinen Oberschenkeln weiter und schließlich werden unsere Küsse leidenschaftlicher.
Letztendlich hat uns niemand gesehen oder gehört, denn es blieb alles still. Als zwanzig Minuten später, wir saßen schon länger wieder auf unseren Plätzen, noch immer keiner kam, stiegen wir uns und tankten selbst.
Als Jess den Deckel wieder aufgeschraubt hatte, lehnte er mich gegen den Wagen und begann wieder mich zu küssen. Ich wehrte mich nur bedingt, schob ihn einige Male leicht von mir weg.
Jess, hier nicht...
Wir sind so beschäftigt, dass wir die Schritte nicht hören, die sich uns nähern.
Hey! Kann ich euch helfen?! fragt eine männliche Stimme.
Jess und ich schrecken auf und gehen auseinander.
Nein, jetzt ist es zu spät... sagt Jess. ...Oder auch zu früh, wie Sie's sehen wollen... flüstert er noch und sieht mich anziehend an.
Tut mir leid, ich war gerade am Telephon. entschuldigt sich der Tankwart. Wie ich sehe haben Sie bereits was sie brauchen...
Ja, das haben wir... sagt Jess. Hier ist ihr Geld. Den Rest können Sie behalten.
Danke, das ist nett von Ihnen. Ich wünsche noch eine gute Reise! sagt der Tankwart noch, dann verschwindet er wieder und wir setzen uns ins Auto.
Warum hast du ihm Trinkgeld gegeben? Dafür dass er uns nicht bedient hat? frage ich ungläubig.
Nein, sagt Jess seelenruhig. Dafür dass er nicht eher gekommen ist...
Ich muss grinsen. Und er auch.
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Hey, Miss! Ich schrecke aus meinen Träumen. Der Tankwart hält mit den Schlüssel durch das halboffenen Fenster entgegen.
Oh, danke. Wie viel macht das? frage ich und krame meine Tasche heraus.
Siebzig zwanzig, sagt er und ich drücke ihm einundsiebzig Dollar in die Hand.
Der Rest ist für Sie.
Danke, Miss. Ich wünsche Ihnen noch eine gute Reise, sagt er und geht.
Ich fahre weiter. mittlerweile habe ich das Radio wieder abgeschaltet und die Sonnenbrille von der Nase genommen. Im dunkeln sehe ich damit nichts...
Ich wünschte nur, Jess würde neben mir sitzen und mit mir reden. Mit mir lachen. Wenigstens neben mir sitzen. Von mir aus auch eine Rauchen. Aber so...
Hoffe ihr könnt mir verzein, bye, Minoway.
MaraMariano
10.06.2005, 10:24
oh mien Gott
der Teil war so schön
Jess ist echt so süß
wie er sich auf der Fahrt um Rory gekümmert hat
einfach traumhaft
Lane tut mir leid
aber Rory noch viel mehr
sie liebt Jess und vermisst ihn so unendlich
aber er ist nicht da...
da können einem glatt die Tränen kommen
schreib schnell weiter
Mara
der teil war so traurig und schön
der flashback war einfach genial
wie du alle sbeschreiben hast
und das mit tankwart... einfach herrlich
lane tut mir leid
ich hoffe das es bald besser geht
schreib bitte schnell weiter
mfg lava :cool:
DependentOfGG
10.06.2005, 15:21
Einfach grandios!! Was anderes fällt mir immoment nicht ein!!
Außer:
Der Flashback ist so toll geschrieben, die beiden sínd so süß zusammen! :wub:
Und zur "Gegenwart": zum heulen! Rory vermisst Jess, Lane hat auch Probleme und Jess ist noch nicht aufgewacht!!!:heul:
Freu mich riesig auf nen neuen teil:freu:
Der Flashback war sooo süss! Dass du die ganze Reise beschrieben hast, fand ist super!!! Schreib schnell weiter!
lg
Secia
trumahft traurig schön mach schnell weiter bitte!!
Der teil war klasse!
Die errinnerung an die Tankstelle ist echt gut!!!
Ich mag deine FF immer mehr!
Ja ich liebe sie sogar!
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!
hdgggdl
basiaGG
I love Milo
12.06.2005, 12:16
das war sooooo traurig und die flashbacks sind echt genial, vor allem der an der tankstelle!!!!
mach weiter so!
dein größter fan :)
MinowaySunshine
16.06.2005, 01:22
Hey!!!!!
Tut mir echt endlos leid, dass es net weiter geht... Hab den neuen Teil auch schon geschrieben, muss ihn nur abtippen, aber das ist leichter gesagt als getan. Immerhin stecke ich grad voll im Prüfungsstress und hoffe spätestens Freitag den neuen Teil online zu wissen...
Ist das für euch okay?
Nochmal vielen Dank für euer endsüsses FB, find ich echt super-süss!!!
Also dann, meine Süssen knuddels, wünsche euch 'ne gute Nacht... bye, eure Minoway *kiss*
DependentOfGG
16.06.2005, 15:26
Naklar ist das okay!
Hauptsache es gibt überhaupt einen neuen Teil!
Freu mich!!!
9.Avenuefan
17.06.2005, 14:03
War eugetnloch immer *still*
Doch nun...
Sie ist wirklich sehr gut!
Sie sind zwar traurig, aber trotdem I LOVE YOUR FF
-Rory gILMORE-
17.06.2005, 16:07
schreibst du bald weiter??? bitte!!!!!! *hundeblickguck*
klar kann ich das verstehen, mit gehts genau so*leider*
naja aber ein paar Wochen noch und da sind dann Ferien *gottseidank*
lg hoffentlich bis bald
julia
@jutschi ich habe in 2 wochen ferien
kriege nächste woche freitag mein zeugnis
mfg lava :cool:
soooo hab jetzt die teile gelesen die ich verpasst habe und muss sagen WOW....ich bin begeistert...du schreibst echt wundervoll!!! der letzt teil war sooo cool...an der tankstelle :lol:
aber eigentlich is die ganze FF echt super!!!! :)
hoffe es geht schnell weiter...
MinowaySunshine
21.06.2005, 17:22
Oh My God!!!
ES TUT MIR SO ENDLOS LEID!!!
Ich weiss nicht wie ich euch um verzeihung bitten soll, ich falle wohl am besten auf die Knie... :heul:
Besteht denn wenigstens eine kleine Chance dass ihr mir verzeiht?
Der neue Teil kommt sobald wie möglich, hatte nur die letzten Tage so viele Prüfungen und Arbeiten abzugeben... (Mache Kunstabi, da ist die Sache mit den Arbeiten noch mal etwas anders...) Also, hoffe auf Vergebung und danke euch für das superdolle FB!!! :wub:
Also dann, hoffe auf Verständniss und wünsche allen viel Glück für die Prüfungen... Bye, Minoway
Ich weiss nicht wie ich euch um verzeihung bitten soll, ich falle wohl am besten auf die Knie... :heul:
Wieso weinst du? Hast du dir wehgetan?:)
Besteht denn wenigstens eine kleine Chance dass ihr mir verzeiht?So klein ist die Chance auch wieder nicht! Ausserdem ist dir sicherlich schon lange verziehen!:)
lg
Secia
MinowaySunshine
30.06.2005, 23:06
Ha! Acht Tage und keine Antwort später bin ich wieder am Anfang einer Heulattacke! Ich kann nicht fassen dass ich es wieder so weit hab kommen lassen... Ich werde mich irgendwann vor Scham in meinem Zimmer verstecken und nie wieder rauskommen, und die Leute werden fragen was aus mir geworden ist... und meine einstigen Freunde werden sagen: Sie ist unter die Computerfreaks gegangen, hat uns verlassen, weil sie für eine Zeit nicht an ihrer FF geschrieben hat. Schuldgefühle plagen sie und werden sie von nun an immer plagen...
Es tut mir so unendlich leid, meine Süssen, werde mich gleich hinsetzen und den nächsten Teil ein zweites mal abtippen (das letzte mal habe ich es geschafft ihn irgendwie zu löschen, ohne es zu merken), er kommt dann morgen sicherlich hier rein, sonst mache ich die obrige Drohung echt wahr...
Also dännchen... schlaft süss, meine schönen... ähh, schlaft SCHÖN, meine SÜSSEN!!!
Minoway
Sie ist unter die Computerfreaks gegangen, hat uns verlassen, weil sie für eine Zeit nicht an ihrer FF geschrieben hat. Schuldgefühle plagen sie und werden sie von nun an immer plagen...
Meine Damen und Herren: Die zweite Lorelai ist geboren!!! Nein, jetzt im Ernst: Es ist doch nicht so schlimm!!! Das kann jedem passieren! Es gibt hier sogar Leute, denen es egal ist, dass die anderen auf den näschten Teil warten und dann keiner kommt. Also, wir sind dir nicht böse!:) Aber als Entschädigung könntest du ja für uns einen neuen Teil schreiben!:biggrin:
lg
Secia
DependentOfGG
01.07.2005, 13:28
Is echt nicht schlimm, find das schon total süß wie du dich entschuldigst!
Ich werde weiter geduldig warten! Freu mich schon riesig drauf!!
Außerdem entschädigen deine Teile immer alles!!
lgDependent
MinowaySunshine
18.07.2005, 03:34
Also, da ist er endlich (endlich, endlich, endlich) Ich hoffe er entspricht eurer Vorstellung von "Wiedergutmachung" Hoffe es wirklich sehr. Würde mich über FB freuen (wie immer!) Und... naja... werde mich mit Kaffee vollpumpen um den nächsten Teil so bald wie möglich zu posten, 'kay?
Also denne, viel Spaß beim lesen und eine schöne Nacht mit süßen Träumen...
Minoway.
Kapitel 7. (Teil I)
Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich habe Angst. Große Angst. Angst dass Rory sich bald langweilen könnte hierher, zu mir zu kommen. Vielleicht kommt sie irgendwann nicht mehr...
Nein, das darfst du auf keinen Fall denken! Niemals! Außerdem wirst du nicht ewig hier liegen. Ein paar Stunden, kämpfe, kämpfe! Lass sie nicht im Stich, du musst hart kämpfen!
Ich bin mir nicht sicher ob ich das kann... Was wenn ich sie verliere... Was wenn sie jemand anderen kennenlernt!
Quatsch, so ist Rory nicht! Das würde sie niemals tun!
Ich habe Angst sie zu verlieren... Immerhin war ich schon einmal, wegen einer kleinen Lüge, kurz davor sie für immer zu verlieren...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Würdest du mir einen Moment zuhören?! schreie ich und komme auf sie zu.
Rory sieht mich finster an und macht den Eindruck als wüsste sie absolut nicht was ich will. Ich sehe sie mit großen Augen an, sage jedoch kein Wort und Rory wartet ungeduldig.
Na los, sag schon! Ich höre dir zu, sagt sie schnippisch.
Warum zum Teufel hast du gerade den Teller vor meinen Füßen zerdeppert?! frage ich ruhig, doch mein Ton verrät dass ich es bitterernst meine.
Himmel Herr Gott, das war doch keine Absicht! schreit sie mich ab.
Ach nein?! Ich komme also rein und du schmeißt mir "rein zufällig" einen Teller vor die Füße?
Rory schweigt.
Antworte mir, warum hast du das gemacht! Bist du etwa immer noch sauer, weil ich mit Carmen aus war? Rory, Johny hat sie sitzen lassen, sie hat sich bei mir ausgeheult und ich habe ihr nur die Taschentücher gereicht! Wie bei Harry und Sally! Ich habe diesen Ulkfilm nie ganz gesehen, aber ich habe die Szene schon zig mal erzählt bekommen.
Rory schaut mich entsetzt an. Noch in dieser Szene landen die beiden zusammen im Bett, murmelt sie trocken und dreht sich um.
Ach, das ist doch vollkommen egal! Ich war nicht mit ihr im Bett! Also... war es das weshalb du mir den teuren Teller, den Lauren von ihrer Großmutter geschenkt bekommen hat, vor die Füße geworfen hast?
Rory schweigt.
Ich verstehe, sage ich und will mich umdrehen, höchst wahrscheinlich will ich gehen, ich weiß es nicht.
Was verstehst du?! Ich hab doch noch überhaupt nichts gesagt! ruft sie mir zornig hinterher.
Keine Antwort ist auch eine Antwort! sage ich.
Wer sagt das?! Du nicht, sonst würde ich dich öfter verstehen!
Willst du damit sagen dass du mich nicht verstehst? frage ich wütend, vielleicht ein wenig erstaunt.
Manchmal... Manchmal bist du ein Buch mit sieben Siegeln! Manchmal ist es unmöglich mit dir zu reden... Manchmal ist es einfach nur scheußlich wie du dich mir gegenüber benimmst. Ich meine... ich bin kein Zuckerpüppchen, das wegen jedem bisschen auf die Nase fällt, Jess! Du kannst mir ruhig alles erzählen was dich bedrückt! sagt sie und ihr Ton wird mit jedem Wort schneidender.
Du erzählst mir auch nicht immer alles! kontere ich und versuche ihrem Blick standzuhalten.
Als sie anfängt zu reden, tut sie es ganz leise, doch je mehr sie aufzählt desto spannungsgeladener und lauter wird sie und schreit den Schluss fast:
Ich versuche es zumindest! Aber wenn du meinst! Dann kann ich ja jetzt anfangen... Ich habe neulich erst eine schlechte Note geschrieben, Lane hat mal wieder Probleme mit den Jungs, Kate hat mit ihrem Freund schliss gemacht, das alles höre ich mir an... Obendrein hatte ich gerade den größten Streit mit Mum den ich überhaupt haben konnte, und das wegen einer winzigen Kleinigkeit! Sie will einfach nicht einsehen dass sie und Michael einfach nicht zusammen passen... Und ich habe Dean wieder gesehen, wir waren Kaffee trinken und er hat mir erzählt dass seine Ehe mit Lindsay endgültig im Eimer...
Ich lasse sie nicht ausreden, denn als sie Dean erwähnt muss ich etwas kontern.
Ich habe mit Amanda geschlafen! Bin ich denn wahnsinnig? Langsam komme ich wieder zur Besinnung. Noch immer hallen diese fünf Worte in meinem Haupt.
Nein, hast du gar nicht! dröhnt es in meinem Kopf.
Rorys Gesicht verliert an Spannung und sie sieht mich geschockt an. Ihr Gesichtsausdruck ist kaum zu beschreiben. Fast als hätte ich ihr gesagt ich sei schwul, oder so. Es tut mir ehrlich leid, besonders weil es gar nicht wahr ist... ich wollte bloß mit etwas kontern dass sie nicht übertrumpfen kann. Eigentlich bescheuert, denn mit so etwas scherzt man nicht.
Du hast was...? fragt sie als sie sich wieder unter Kontrolle hat. Sie haucht es fast, als wären ihre Stimmbänder verstaubt. Es tut mir weh sie so zu sehen und ich wünschte ich könnte alles rückgängig machen. Den ganzen Streit.
Nein... Rory, vergiss das wieder... stammele ich und druckse herum wie ein Frosch.
Jess... Du hast gerade etwas gesagt dass in meinen Ohren sehr nach Untreue klang. Sag mir dass ich mich verhört habe. Sag mir dass ich das falsch verstanden habe... Bitte... tränen steigen in ihre Augen und ich will sie trösten.
Hey... Rory... ich versuche sie in den Arm zu nehmen.
Fass mich nicht an! schreit, ja brüllt sie fast.
Rory... Rory, ich... ich versuche an sie heranzukommen, doch sie blockt total ab. Sie wendet sich ab und lässt sich nicht beruhigen. Das macht mich wahnsinnig, und das schlimmste ist: ich gebe ihr Recht, ich kann sie verstehen...
Raus. Sagt sie plötzlich und ich weißt nicht was ich tun soll.
Ich wage nicht mich zu bewegen, halte den Atem an, aus Angst einfach tot umzufallen, sollte ich eine falsche Bewegung machen.
Ich sagte raus, sagt sie seelenruhig, doch ich weiß, sie muss sich zwingen so ruhig zu wirken, denn in Wahrheit schreit ihr innerstes vor Schmerz und Wut.
Ich gehe. Aber nur, weil sie im Stande ist mich mit Gegenständen zu beschmeißen. Und darauf lege ich keinen großen Wert. Außerdem glaube ich, dass die Flucht in diesem Fall der beste Ausweg ist. Zumindest provisorisch, denn auf kurz oder lang muss ich ja doch mit ihr reden, und ihr alles erklären.
Draußen auf der Straße ist es vergleichsweise ruhig. Ich fühle mich mies, schwenke nach rechts und komme bald zu einer Bar. Toll, ein Gläschen Bier wär’ jetzt wundervoll!
Aus einem Gläschen werden zwei, aus zwei werden vier. Toll, jetzt zähle ich schon doppelt. Muss voll daran liegen dass ich mich da ganz schön besoffen habe, nur um den Schmerz nicht zu spüren... Nicht den Schmerz und wohl auch um mich nicht zu schämen. Ich verhalte mich wie ein Vollidiot und das am laufendem Band... Ich werde es wieder gutmachen, irgendwie werde ich es anstellen. Und ich werde es schaffen sie wieder zu besänftigen und sie zurückzugewinnen. Nur... wie?
Stars_Hollow
18.07.2005, 09:27
Hey !!
Ich hab deine FF gerade entdeckt und find sie super.
Deinen Schreibstil finde ich echt klasse.
Ich bin schon gespannt wie es weitergeht !!
vlg
Stars_Hollow
He Süße, das war ja wieder mal ein Hammer Teil!!!
Ich hoffe nur inständigst das Jess die Sache wieder gut machen wird! *hoff*
man Der Junge kommt aber auch auf Ideen *kopfschüttel*
lg mach weiter so!!
du bist spitze!!!
Julia
der teil war wieder klasse
hoffe das jess das wieder in ordnung bringt
dein schreibstil ist einfach wunderbar
schreib bitte schnell weiter
mfg lava :cool:
hi!
hab deine ff gerade ganz durchgelesen und find sie einfach super!
du schreibst unheimlich toll, man kann sich richtig gut in Rory und Jess hineinversetzen!
ich finds traurig, dass Jess im Koma liegt und nicht bei Rory sein kann!
Schreibs schnell weiter!
lg
*Agnes*
MaraMariano
18.07.2005, 13:57
hey allerliebste Minoway :hi:
schön das du auch mal wieder da bist und dann gleich mit so einem fantastischen Teil :freu:
du hast einfach einen klasse Schreibstil
man kann sich einfach in Rory und Jess hineinversetzten
es ist als wäre man direkt dabei
der Streit war echt heftig (hört sich schon an wie ein klischeehafter ehestreit wenn da mit geschirr rumgeworfen wird)
wie kommt Jess darauf rory so anzulügen?!
Ich glaub der hat nen Schaden
freue mich auf den neuen Teil
hoffe das Jess bald wieder aufwacht
Mara
PS: finde es toll das du auch Jess Gedanken beschreibst obwohl er im Koma liegt (hab ich aber glaub ich schon mal gesagt *g*)
Hallo!
ich habe mir gestern mal deine FF durchgelsen...
WOW! Ich weiß echt nicht was ich sagen soll, sie ist wirklich grandios.
Erstmal die Idee an sich, dass jess im Koma liegt und Rory fast immer bei ihm ist.
Dann, dass du Jess`Gefühle und Gedanken beschreibst, während er im Koma liegt, dass er merkt, dass Rory bei ihm ist, sich jedoch nicht mitteilen kann.
Wirklich klasse!:top:
Dein Schreibstil beeindruck mich auch sehr.
lg
GGjessi
MinowaySunshine
21.07.2005, 16:04
Hey, meine allerliebsten Leser und Freunde!!!
Das nenne ich mal wieder ein tolles FB!!! Ich denke, Jess wird in der Lage sein das wieder hinzubiegen. Weiss nur noch net genau wie! Aber ich denke bis morgen Abend hat er es geschafft, wenn nicht dann übermorgen Vormittag. Ist das genehm?
Also, muss dann auch wieder, meine InternetZeiten sind momentan begrenzt... Also denne, bye...
Eure Minoway.
DependentOfGG
28.07.2005, 10:25
bin jetzt wieder aus dem Urlaub zurück und was sehe ich da? einen neune teil von dir. Freude!!! :dance:
der Teil war wieder mal großartig.
Aber was war denn mit Jess bitte los? Einen wirklichen Grund hatte er nun wirklich nicht sowas zusagen. da kann ich Rory doch sehr gut verstehen, hoffe doch das er das wieder hinbekommt.
ich freu mich ganz doll auf nen neuen teil
lg dependent
MinowaySunshine
16.08.2005, 12:29
Hey, ihrs!
Ich weiss, lange kein Teil gepostet worden, und es tut mir auch sehr sehr leid. Ich hoffe dieser macht alles wieder gut.
Kapitel 7 (Teil II)
Ich sitze auf dem Sofa und starre in die offene Kiste. Ich habe mich vor einer halben Stunde hingesetzt und eine Kiste, die ich in den Tiefen meines Schrankes gefunden habe, aufgemacht und durchgesehen. Sie enthält Dinge die ich fast aus den Augen verloren hatte, Erinnerungen an die ich kaum mehr gedacht hatte. Schöne Sachen die ich verstaut hatte, vor meinem Umzug nach Harvard. Dinge die ich vor Mum versteckte, von denen sie nicht wusste dass es so etwas überhaupt gab.
Aber jetzt... jetzt liegt da ein Briefumschlag. Es ist merkwürdig, denn die Kiste enthielt ursprünglich nichts aus Papier. Nur Bücher mit Widmungen von Jess, die ich Mum nie hab lesen lassen, Fotos, ganze Alben voll, die ich sie nie hab sehen lassen, ein dicker Schal, den ich mal von ihm bekommen hatte, als ich nach New York gekommen bin, und nichts hatte, außer einer halbwegs passablen Jacke und einer Mütze. Aber ich kann mich nicht daran erinnern je einen Briefumschlag dort hinein gelegt zu haben. Noch dazu einen ungeöffneten, auf dem mein Name draufsteht, in Jess ordentlichster Handschrift.
Mit zitternden Hände, hole ich ihn aus der Kiste und drehe ihn um. Es fällt mir schwer ihn zu öffnen, denn mein Herz pocht so heftig, dass Tom, zwei Wohnhäuser weiter, es hören müsste.
Als ich es endlich schaffe ihn zu öffnen, tritt mir ein Geruch in die Nase. Ein so vertrauter Geruch, dass ich beinahe nicht weiteratmen kann. Es ist sein Duft, vermischt mit dem modrigem Geruch alten, von der Zeit angefeuchteten Papiers. Ich schlucke, dann fällt es mir wieder ein...
Es ist so lange her... Jedenfalls kommt es mir so vor als seien hunderte von Jahrzehnten verstrichen. Dabei ist es erst ein paar Jahre her...
Ich hätte ihm fast nicht verziehen, fast für immer verlassen, fast nie wieder mit ihm geredet. Fast. Doch ich habe es gewagt ihm zu zuhören, habe den Brief hinterher ungeöffnet in die Kiste gelegt, gedacht dass ich ihn nicht mehr brauchen würde, jedoch ihn zu schade zum wegwerfen fand. Schließlich vergessen und halb vermodert in den tiefen eines Kartons wieder das Licht der Erde neu erblickt, meine Aufmerksamkeit neu erweckt.
Damals war alles so schwer gewesen, dabei war alles nur eine kleine, impulsive Lüge gewesen, die sich zwischen uns gedrängt hatte...
Ich schließe leise die Tür. Tränen strömen über mein Gesicht und ich will nichts mehr mit der Außenwelt zu tun haben. Lauren und Kate sind ausgegangen, denken ich würde lernen. Jess ist... ach, was weiß ich denn wo er ist... soll er doch für immer weggehen!
Amanda. Weiß der Henker wer das ist.
Und wie er das gesagt hat. Ich habe mit Amanda geschlafen! Noch immer hallen diese Worte in meinem Kopf und ich will schreien, damit sie verschwinden und mich in meinem Schmerz und meiner Trauer ertrinken lassen. Selbstmitleid ist abscheulich und ich sollte nicht darin versinken. Aber das ist leichter gesagt als getan. Immerhin hat er mit einer anderen geschlafen. Das sieht ihm eigentlich nicht ähnlich, jedenfalls finde ich nicht dass etwas wie Untreue in sein Profil passt.
Ich will dass alles zur Hölle fährt, und zwar sofort. An diesem Abend mache ich nichts mehr. Ich lege mich ins Bett und falle kurz darauf in einen traumlosen aber unruhigen Schlaf.
Als ich am nächsten Morgen aufwache, ist es gerade mal halb sieben. Ich fühle mich unwohl, also beschließe ich aufzustehen. Als ich in den Gemeinschaftsraum komme, ist noch alles dunkel; normal, denn es ist Samstag morgen. Ich fühle mich einfach nicht wohl, deshalb ziehe ich mich an, öffne leise die Tür und schlüpfe hinaus.
Draußen auf dem Campus tut sich noch nichts. Das heißt, ich höre von weitem, wie die Harvard-Baseball Mannschaft schon auf den Beinen ist und sich langsam grollend und munter lachend auf dem Weg zum Sportplatz macht.
Die Luft ist frisch, der Tau beginnt von den Blättern zu rollen. Es hat nicht geregnet, aber die Luftfeuchtigkeit ist dennoch hoch. Ich atme Feuchtigkeit ein, Luft die meine Atmung ein wenig außer Kontrolle bringt. Ich seufze tief und stecke meine Hände in den Jackentaschen, vergrabe die Nase in meinem Schal. Ich gehe weiter, habe keine Lust irgendwem über den Weg zu laufen und renne dem Menschen in die Arme, den ich am allerwenigsten sehen wollte: Ich schlendere langsam durch den Park und bleibe plötzlich wie angewurzelt stehen. Vor mir, auf einer Bank, lieg jemand. Mit dem Rücken zu mir, auf der Seite, in eine Dicke Jacke gepackt, und murmelt leise. Ich erkenne ihn zunächst nicht, trete dann an ihn heran und erschrecke. Es ist Jess, der mit schon fast blauen Lippen, bibbernd stumme Worte vor sich hin murmelt. Zuerst will ich ihn wecken, dann denke ich: Soll er doch erfrieren! Schließlich verschiebe ich diesen Gedanken, und hebe schon die Hand um ihn zu wecken, da fängt er an Laute von sich zu geben. Seine stumm-gemurmelten Worte gewinnen an Sinn und Substanz und ich halte in meiner Bewegung inne um ihnen zu lauschen.
Rory... es tut mir so leid... nicht verletzen... ...ist nicht... alles nur eine lüge... ich... Rory...
Ich trete einen Schritt zurück, denn ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ich drehe mich um und laufe weg, kann meinen Beinen nicht befehlen stehen zu bleiben.
Einige Tage höre ich nichts von Jess.
Einige Tage danach ruft er an. Einmal. Zweimal. Und ich lasse mich verleugnen.
Oh, das tut mir leid, Jess. Sie ist nicht da, sagt Lauren, und sie klingt als täte es ihr wirklich leid.
Dann fängt er an mich auf dem Handy anzurufen, schreibt regelmäßig SMS und spricht oft auf den AB. Ich höre mir die Nachrichten nie an, lese sie nicht, lösche sie nur.
Rory, du machst dich doch nur selbst kaputt. Warum gibst du ihm nicht noch eine Chance? Er würde es dich sicher gerne erklären, sonst würde er nicht immer anrufen... Lauren versucht es immer und immer wieder. Aber ich schüttle den Kopf und gehe zur Tür. Es hat geklingelt. Ich sehe erst durch den Spion, dann öffne ich erstaunt die Tür.
Jason! Was machst du denn hier? frage ich überrascht und er umarmt mich zur Begrüßung.
Rory... ich muss mit dir reden... es ist ernst. Jess... Er geht nicht mehr zu Schule, er lernt nicht mehr... er kommt nicht zur Arbeit und... Er hockt den ganzen Tag in seinem Zimmer und starrt das Telefon an. Hätte er Telepatische Kräfte, dann würde er es wahrscheinlich tatsächlich zu klingeln bringen.
Ich senke den Blick und kralle mich an den Türgriff, denn Jason ist noch nicht eingetreten. Es schmerzt mich das zu hören, doch ich täusche Gleichgültigkeit vor und versuche mir nichts anmerken zu lassen.
Das hat er sich selbst zuzuschreiben, Jay. Es ist seine Schuld. Er hat mit Amanda geschlafen, nicht ich. Soll er doch zu ihr gehen, verdammt! Aber nein! Der Herr ruft mindestens fünfmal am Tag an, quatscht davon mindestens viermal auf den AB, schreibt SMS zum umfallen... Fehlt nur noch dass er hier aufkreuzt und mir persönlich das Leben zur Hölle macht, ich schließe die Tür hinter Jason und lasse mich auf das Sofa fallen. Jason rührt sich nicht. Er sieht mich nur ernst an und überlegt wohl was er sagen soll.
Ich kann dir nicht sagen was an der Geschichte die er dir aufgetischt hat, dran ist. Ich sollte dir vielleicht nur sagen... gib ihm eine Chance es zu erklären... er sieht mich bittend an und, einmal mehr, weiß ich nicht was ich von Jasons Worten halten soll.
Was soll das heißen, du kannst mir nicht sagen was dran ist? frage ich verwirrt, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen was er meint.
Rede einfach selbst mit ihm, okay? damit dreht er sich um und geht zur Tür. Er streckt die Hand nach der Klinke um, hält jedoch mitten in der Bewegung inne und dreht sich noch einmal um. Du bedeutest ihm viel, Rory. Zu viel als dass er dich einfach ziehen lassen würde... endlich öffnet er die Tür und verlässt den Raum. Im raus gehen höre ich noch wie er etwas sagt:
Bring das wieder in Ordnung, Junge.
Ich kann mir zunächst nicht erklären warum er das sagt, doch dann wird es mir klar, denn Jess steht plötzlich in der Tür.
Hallo, sagt er, und seine Stimme klingt merkwürdig weich, sanft, fast traurig.
Eigentlich will ich ihm sagen er solle verschwinden, mich in Ruhe lassen, abhauen und jemand anderen voll labern. Stattdessen sage ich:
Wenn du etwas zu sagen hast, dann mach schnell, ich habe nicht ewig Zeit.
Jess kommt rein und schließt die Tür. Lauren hat sich schon mit Jasons auftauchen in ihr Zimmer verkrümelt und die Tür von innen verschlossen. Eine Geste, die mir an ihr sehr gefällt.
Jess kommt auf mich zu, doch ich stehe auf, will nicht dass er mir zu nahe kommt, bis er mir gesagt hat was auch immer er zu sagen hat. Als ich aufspringe und einige Schritte zurückgehe, bleibt er wie angewurzelt stehen und sieht mich aus traurigen Augen an.
Rory... Das was ich da gesagt habe... dass ich mit Amanda geschlafen habe... bei diesen Worten schließe ich die Augen und muss trocken schlucken, denn es tut verdammt weh. Ich spüre widerwillig dass es ihm schwer fällt darüber zu reden, doch ich will dieses Gefühl ignorieren, kein Mitgefühl zeigen. ...das habe ich gesagt weil... es war gelogen, Rory. Ich habe es nur gesagt weil... es war ein Impuls, du hast Dean erwähnt, da explodierte etwas in mir... Ja, ich habe mit Amanda geschlafen.
Was denn nun? Ja oder nein? Entscheide dich endlich! Ich spüre wie sich meine Stirn fast wie von selber kraust.
...aber das war... das ist schon Jahre her. Bevor ich dich überhaupt kennen gelernt hatte. Und es hatte nichts zu bedeuten, denn wir sind danach auseinander gegangen und haben uns seit dem nie wieder gesehen. Ich... ich wollte dich nicht verletzen... wirklich nicht... es tut mir so leid. Ich müsste von einer Brücke springen wenn ich auch nur daran denke, ich könnte dich in irgendeiner Weise zu verletzen. Er macht eine Pause und starrt seine Füße an.
Ich bin sprachlos. Was soll ich davon halten? Er sagt er hätte mit dieser Amanda geschlafen, nur weil ich Dean erwähnt habe? Ist er denn noch zu retten?
Ich muss ziemlich doof aussehen, wie ich da stehe, mit großen Augen und hinter dem Rücken verschränkten Armen. Ich starre ihn eine Weile an, dann wende ich meinen Blick ab. Ich brauche erst mal ein bisschen Zeit...
Du brauchst sicher erst mal ein bisschen Zeit...
Er kennt mich zu gut.
... Ich lasse dich jetzt besser mal ein wenig allein, okay?
Ich antworte nicht, doch das scheint ihm egal zu sein, denn er geht zum Wohnzimmertisch und legt einen Briefumschlag darauf. Dann dreht er sich um und geht zur Tür. Bevor er verschwinden kann, rufe ich ihn zurück.
Jess...
Ja... Rory? er dreht sich um und ich sehe wie eine winzige Flamme der Hoffnung in seinen Augen aufflackert.
Gib mir einfach noch ein wenig Zeit, okay? eigentlich will ich das gar nicht sagen, denn es klingt doof, total kitschig, doch es kommt einfach so aus mir raus.
So viel wie du brauchst. Ruf mich an, wenn du so weit bist... er senkt den Kopf, dreht sich um und geht.
In dieser Nacht schlaffe ich unruhig. Ich wälze mich von einer Seite auf die andere, suche meinen Schlaf und finde ihn letztendlich. Und zwar zehn Minuten bevor der Wecker klingelt und ich aufstehen muss, zu meinem Kurs.
Bereits zehn Tage später rufe ich ihn an. Ich weiß nicht mehr genau was ich sagte. Aber es war wohl nur um zu wissen wie es ihm geht. Ich denke, ich rief nur an um mein eigenes Gewissen zu beruhigen. Und um sicher zu stellen, dass ich wirklich nicht ohne sein Chaotisches Wesen, ohne seine Stimme, ohne seine Liebe, nicht ohne ihn leben kann. Er schien sich zu freuen dass ich anrufe und sagte auch, das wären die längsten zehn Tage in seinem Leben gewesen.
Oh, meine auch, Jess.
Und jetzt hocke ich vor dieser Kiste. Ich halte den Brief in meiner Hand, entfalte ihn jedoch nicht. Ich starre auf das Briefpapier und mir steigen Tränen in die Augen. Und mir wird klar... es waren nie und nimmer die längsten zehn Tage in meinem Leben...
Ihr wollt wissen was IN dem Brief stand? Nächstes mal.
MaraMariano
16.08.2005, 13:14
Das war so ein verdammt gefühlvoller Teil
Wäre hier nicht so viel los säße ich jetzt hier und heule das kann ich dir sagen
und gelich solchen einen schönen und langen Teil nach so einer Pause
schön das du weiter geschrieben hast
die bemerkung von Jason war cool und auch Lauren scheint voll in Ordnung zu sein
klar will ich wissen was in dem Brief steht
schreib schnell weiter, ja?
lg
Mara
Stars_Hollow
16.08.2005, 14:04
Ihr wollt wissen was IN dem Brief stand? Nächstes mal.
Wow, das ist soooooooooooooooooooo fies.
Ich will doch endlich wissen was in dem Brief stand.
Der Teil war mal wieder einsame Spitze...und so schön lang.
Ich freu mich auf eine hoffentlich baldige Fortsetzung !!
Lg
Stars_Hollow
Lea-Lena
16.08.2005, 15:20
Hey,
ich habe mir vor einiger zeit mal alle Teile duchgelesen... Ich muss sagen, deine FF ist echt :heul: traurig... *schniiiief*, aber schön!
Du schreibst so unglaublich... gefühlsvoll...
Jess und Rory tun mir echt total leid... ich hoffe, dass Jess bald wieder aufwacht...
Ich finds schön, dass Jess Rory noch Zeit gelassen hat...
man hat in dem Teil auch wirklich gut sehen können, wieviel Rory Jess bedeutet...
Ich würd übrigens gerne wissen, was in dem Brief steht...
Freu mich auf den nächsten Teil!
hab mir deine ff gerade durchgelesen :p
bin begeistert! aber jess soll endlich aufwachen :heul:
find das so traurig
wann is der nächste teil,mit dem brief,fertig? :biggrin:
will wissen was drin steht...;)
lg, val
Juhu!!!! Ein neuer Teil!!!! :freu:
Dieser Teil war einfach nur..... WOW! Ich konnte richitg mit Rory mitfühlen. Wie sie sich gefühlt haben muss, als Jess sagte, er habe mit Amanda geschlafen und es dann wieder zurück genommen hat.
Natürlich will ich wissen, was in dem Brief steht - freue mich also schon auf einen neuen Teil...
lg
ich heule heir und du bist schuld der teil war mal wieder klasse!!
ich will wissen was in dem Brief steht claro!!!
mach bitte schnell weiter du bist echt der Hammer Süße!!!
lg jutschie
MinowaySunshine
17.08.2005, 14:26
halli-hallo, meine Süssen!!!
Da bin ich wieder, und frue mich ganz dolle übe euer fleißiges FB!!!
Es regnet draußen, werde net rausgehen, bleibe also wahrscheinlich den ganzen Tag daheim, der Brief-Teil sollte also bis spätestens morgen früh fertig sein...
@MaraMariano: Ja, Jason und Lauren sind echt in ordnung.
@Stars_Hollow: Wenn ich alles auf einmal posten würde... würde die Sache ihren Witz verlieren, findest du nicht? *gg* (Ich kann manchmal ein wenig sadistische merkmale an den Tag legen, ich weiß)
@ Lea-Lena:Du schreibst so unglaublich... gefühlsvoll...
Danke für das Kompliment!!!
@ Valpuri: Herzlich Willkommen zu meiner FF :biggrin: . Schön dass es dir gefällt. (Übrigens: Lustiger Name!)
@GGjessi: Ja, ich denke Rory hat sich echt sch**** gefühlt.
@jutschi: Nicht weinen, meine Süsse... *tröst* bekommst auch bald nen neuen Teil, okay?
@all: werdet bald erfahren was im Brief steht.
Bye bye, eure Minoway.
@ Valpuri: Herzlich Willkommen zu meiner FF :biggrin: . Schön dass es dir gefällt. (Übrigens: Lustiger Name!)
das fass ich mal als kompliment auf :biggrin:
Stars_Hollow
17.08.2005, 16:34
@Stars_Hollow: Wenn ich alles auf einmal posten würde... würde die Sache ihren Witz verlieren, findest du nicht? *gg* (Ich kann manchmal ein wenig sadistische merkmale an den Tag legen, ich weiß)
Okay, da hast auch wieder Recht !! ;)
MinowaySunshine
18.08.2005, 01:02
Hey... ich habs fertig.
Ich weiss nicht... soll ich ihn jetzt schon posten?
Wenn ihr antwortet, bekommt ihr ihn.
HEHE, bin gemein, ich weiss...
Minoway
immer mal rein damit :biggrin:
MinowaySunshine
18.08.2005, 01:16
So, du willst ihn also lesen?
Der Brief ist für meinen Geschmack ein wenig ZUUUUU kitschig geraten, aber gut... weil du's bist...
EDIT: Wenn ich ehrlich bin: dder ganze Teil sagt mir nciht unbedingt zu. Gefällt mir nciht wirklich.
Kapitel 7 (Teil III)
Ich zittere. Ich stehe auf dem Krankenhausflur, vor Jess' Zimmer. Ich traue mich kaum die Hand nach der Türklinke auszustrecken, denn ich fürchte mich jedes Mal erneut vor dem Anblick der sich mir bieten wird. Dabei verändert er sich von mal zu mal, praktisch gar nicht. Es ist immer die gleiche Tortur: ein lebloser Körper auf einem Krankenbett, Schläuche die seinen Körper betreten und verlassen, die ihn mit den nötigen Sauerstoffportionen versorgen, die seine Zellen zum überleben brauchen. Auf dem Kopfkissen ein aschfahles Gesicht, mit eingefallenen Wangen und geschlossenen Augen. Regungsloser Brustkorb, denn er atmet nicht von alleine, kaum spürbarer Puls, fast schon totengleich und immer wieder macht es mir Angst.
Doch ehe ich die Türklinke berühren kann, höre ich Schritte, Stimmen, wie aus weiter Ferne.
Miss Gilmore!
Ich drehe den Kopf, sehe den Arzt auf mich zu kommen.
Dr. Welling, sage ich tonlos als er bei mir ankommt.
Neben ihm steht eine Krankenschwester, kaum älter als ich selbst. Sie sieht mich lässig an, schlank, blond, enorme Brüste. Ein Playboy-Hase. Neben ihr, der hochgewachsene Arzt. Dürr wie ein Drahtgestell, hohe Stirn, Nickelbrille und ich frage mich, wie sie es schaffen dass in Fernsehserien die Ärzte außer Intelligenz auch noch ein super Aussehen ihr Eigen nennen dürfen.
Guten Tag, sagt Dr. Welling und streckt mir seine knochige Hand entgegen.
Ob er so gut ist... murmle ich und ergreife seine Hand. Er drückt so kräftig zu, dass mir beinahe die Luft wegbleibt, und das Playboy-Hässchen an seiner Seite grinst.
Ich habe Neuigkeiten bezüglich Jess Marianos Gesundheitszustand, sagt er und wirkt sehr sachlich. Fast als ginge es bei Jess um eine Fallstudie. Ich starre ihn an und befürchte schlimmstes, nur um nicht enttäuscht zu werden.
Was... was ist mit ihm? ich sehe den Arzt ängstlich an.
Nichts schlimmes, eher im Gegenteil, antwortet er, redet jedoch nicht weiter.
Machen Sie's nicht so kompliziert, Sie Vollidiot, sagen Sie endlich was los ist!
Also... mache ich.
Er hat begonnen... er war an eine Atmungsmaschine angeschlossen. Vor einigen Stunden hat er erste Anzeichen von Besserungen gezeigt. Er atmet nun selbstständig. Wir konnten die Atmungsmaschine ausschalten und entfernen.
Ich starre ihn an. Ich weiß nicht was ich sagen soll, Dr. Welling gewinnt einiges an Sympathie und die Krankenschwester lächelt nun freundlich.
Oh... oh mein Gott, stammle ich. Darf... darf ich zu ihm?
Dr. Welling sieht mich ernst an und nickt. Natürlich. Aber erwarten Sie nicht dass er von einem Moment auf den nächsten einfach aufwacht. Selbst wenn er jetzt atmet... es kann noch dauern. Vielleicht wacht er morgen auf... vielleicht erst in einer Woche... oder erst in einem halben Jahr.
Damit holt er mich wieder auf den Boden der Realität zurück und öffnet leise die Tür. Ich mache einen Schritt darauf zu und stehe im Türrahmen. Jess liegt auf dem Krankenbett. Fast wie immer, die Hände flach aufs Lacken gelegt, die Augen geschlossen, aschfahles Gesicht. Doch etwas ist anders. Die Schläuche, die seinen Körper durch alle möglichen Körper-Öffnungen betraten und verließen, sind verschwunden. Einzig und allein die Infusion, die an einem Ständer hängt, und dessen anderes Ende in seiner Ellenbeuge verschwindet, bleibt übrig. Ich drehe mich zu Dr. Welling um, der mir aufmunternd zunickt.
Kann er mich hören? frage ich, denn ich weiß ja nicht ob sich mit der Atmung etwas anderes verändert hat.
Das weiß ich nicht, Miss Gilmore. Aber ich glaube es. Unterbewusst, zumindest, kann er Sie hören.
Ich gehe leise zu Jess und höre noch wie Dr. Welling die Tür schließt. Ich ziehe den Stuhl zu seinem Bett und setze mich neben ihn. Ich traue mich kaum etwas zu sagen, schließlich weiß ich nicht ob er mich hören kann.
H... Hallo... stammle ich, und meine Stimme klingt zittrig, droht zu versagen. Hey, Baby... ich nehme seine Hand und küsse sie. Meine Augen füllen sich mit Tränen und ich habe Mühe die nächsten Worte halbwegs verständlich rüberzubringen.
Ich vermisse dich. Du... machst Fortschritte. Zumindest atmest du wieder selbstständig. Oh, Jess, du weißt gar nicht wie sehr du mir fehlst... Ich mache eine Pause, um mich wieder zu fangen. Ich... hab dir was mitgebracht. Damit ziehe ich einen Umschlag aus der Tasche. Weißt du noch... wie du mir diesen Brief geschrieben hast? Ich habe ihn nie gelesen, weißt du? Ich habe ihn immer aufbewahrt, doch ich habe ihn nie gelesen. Bis vor ein paar Stunden. Da hab ich's getan. Und es ist mir egal, dass du sagst er sei kitschig. Es ist der schönste Brief den ich je gelesen habe... Es ist... schon ein paar Jahre her, ich denke du weißt dennoch was drinsteht. Wenn nicht... ich lese ihn dir einfach mal vor...
Ich öffne den Umschlag und ziehe den Brief heraus. Ich atme tief ein, denn dieser Geruch ist noch immer da. Ich räuspere mich kurz und entfalte ihn vorsichtig. Und dann lese ich mit leiser, ein wenig zittriger Stimmer vor:
Meine liebe Rory,
Ich hoffe du wirst diesen Brief lesen, denn was ich dir zu sagen habe, werde ich nur einmal auf Papier bringen. Es ist viel zu kitschig als dass ich es dir so sagen könnte. Es ist sogar schon für einen Brief, fast zu schlimm und es trieft nur so vor Kitsch und "Schönen Sachen". Aber da sehe ich jetzt mal locker drüber hinweg, denn ich muss es einfach loswerden:
Du bist... meine Sonne. Ja, du bist meine Sonne und mein Regen, du bist mein Sommer und mein Winter. Du bist alles was mir im Leben etwas bedeutet, und würde ich einen Song für dich schreiben, das wäre sein Inhalt. Du bist so klug und intelligent, dass ich manchmal Angst vor dir habe. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, ohne dass es blöd klingt. Also sage ich es einfach irgendwie:
Wenn ich morgens aufwache, denke ich an dich, freue mich auf dich und finde es schade, dass du so weit entfernt bist. Wenn ich zum frühstücken gehe, denke ich an dich, weil du so gerne frühstückst. Wenn ich mich an den Frühstückstisch setze, dann denke ich an dich weil du so gerne Kaffee trinkst. Wenn ich in die Schule gehe, dann denke ich an dich, und an die Zeit als du mir Nachhilfe gegeben hast. Wenn ich in der Schule bin, im Unterricht, denke ich an dich und dann fällt es mir schwer irgend einen anderen Gedanken zu fassen ohne auf dich überzuschweifen. Wenn ich in der Pause, mit einem Buch auf einer Bank hocke und meinen Donut verspeise, dann muss ich an dich denken, denn die Randbemerkungen in meinen Büchern schrieb ich ebenfalls als ich an dich dachte. Wenn ich von der Schule Heim komme, dann ist Jason da, und dann muss ich an dich denken, weil er mich in vielen Aspekten so wahnsinnig an dich erinnert. Wie vernünftig er meistens ist, wie er redet und die Bücher die er liest.
Ich werde nicht weiter aufzählen, denn es wäre unsinnig... Kurz gesagt... ich denke den ganzen langen Tag an nichts anderes als an dich. Und ich wüsste nichts was daran irgend etwas ändern könnte.
Manchmal sehe ich von unserer Wohnung im zehnten Stockwerk, die Sonne über New York aufgehen. Das ist ein Spektakel wie man es selten sieht, denn das Licht scheint dann wundervoll durch die großen Fenster. Aber im Vergleich mit dir ist es nichts. Und wenn ich mich entscheiden müsste, zwischen der Sonne, die mir Leben und Wärme gibt, und dir, so würde ich lieber auf dem Mond leben, als mich gegen dich zu entscheiden, denn du bist tausendmal besser als hundert Sonnen auf einmal.
Man sagt, jeder Mensch auf dieser Welt hat mindestens einen Doppelgänger. Ich fände diesen Gedanken schrecklich, denn dann ist es so, als müsste ich dich teilen. Und in diesem Punkt bin ich sehr egoistisch. Ich will ganz alleine in deine strahlenden, schönen blauen Augen sehen, dich ganz alleine in den Arm nehmen dürfen. Ich will abends ganz alleine mit dir einschlafen und morgens ganz alleine mit dir aufwachen. Ich will dich immer um mich haben, und mir gefällt der Gedanke, selbst wenn es nicht der Fall ist, dass du dein strahlendes Lächeln ganz allein für mich lächelst.
Und wenn ich dich hiermit um Verzeihung bitte, für alles was passiert ist, dann sehe ich in Gedanken, die Sonne in deinen Augen aufgehen.
Ich hab gelogen, Rory. Sehr gelogen. Ich habe versucht, durch eine unüberlegte Lüge, einen impulsiven Einwurf, jemanden aus unserem Streit-Gespräch zu vertreiben, der da nicht reingehört. Doch der Mensch den ich einbrachte gehörte noch viel weniger da hinein, und ich habe dich sehr verletzt. Es tut mir unendlich leid, und ich kann mir wirklich nicht vorstellen wie es ist ohne dich weiter leben zu müssen. Ich habe einen wahnsinnigen Fehler gemacht, und das sehe ich ein. Denn mir ist etwas klar geworden: Ich kann (und ich will) nicht ohne dich leben. Ich denke... ja, ich denke die einfachste Art und Weise meine Gefühle zu erklären ist... ich liebe dich einfach. Ich liebe dich viel zu sehr, um dich einfach gehen zu lassen, und ich finde es quatsch zu sagen: "Wenn du sie liebst, dann lass sie gehen." Das ist Unsinn, das wissen wir beide, denke ich. Also, ich werde dann mal Schluss machen... ich weiß nicht wie ich dir sonst noch sagen kann was ich für dich empfinde, also lass ich es lieber, ich denke du hast es verstanden. Ich lass dir so viel Zeit wie du brauchst...
Dein, dich immer liebender Jess.
Ich räuspere mich heißer und sehe auf. Jess' Gesicht liegt noch immer regungslos in seinem Kissen. Ich muss meine Tränen zügeln, sonst würde ich unkontrolliert anfangen zu heule, wie ein Kleinkind.
Oh, man, Jess... ich schluchze und stehe auf, gehe zu ihm und küsse ihn auf den Mund. Ich liebe dich doch auch! Komm wieder zurück, es lohnt sich doch! Ich brauche dich... Ich sehe auf die Uhr. Zwei Uhr. In vier Stunden habe ich einen wichtigen Kurs, und ich sollte mich noch vorbereiten.
Ich muss jetzt los, mein Schatz. Ich... ich komme bald wieder. Du fehlst mir, Jess. Flüstere ich in sein Ohr. Ich liebe dich... du bist mein Leben. Bis morgen.
Mit diesen Worten verlasse ich das Zimmer und gehe zu meinem Wagen auf dem Parkplatz.
Oh, mein Gott! Er atmet! Hoffentlich macht er bald weitere Fortschritte.
Und während ich in mein Auto steige, denke ich über seinen Brief nach, denn ich noch immer in der Hand halte. Ich stecke ihn zurück in den Umschlag und lege ihn auf den Beifahrersitz.
Ich liebe dich doch auch... murmle ich leise und starte den Motor.
Bye, eure Minoway
So, du willst ihn also lesen? jaaaaaaaa :biggrin:
Der Brief ist für meinen Geschmack ein wenig ZUUUUU kitschig geraten, aber gut... weil du's bist...nö, der is toll :) fass das jetzt mal als kompliment auf ^^
EDIT: Wenn ich ehrlich bin: dder ganze Teil sagt mir nciht unbedingt zu. Gefällt mir nciht wirklich. ich find ihn toll!
Ob er so gut ist... murmle ich und ergreife seine Hand. Er drückt so kräftig zu, dass mir beinahe die Luft wegbleibt, und das Playboy-Hässchen an seiner Seite grinst.
Ich habe Neuigkeiten bezüglich Jess Marianos Gesundheitszustand, sagt er und wirkt sehr sachlich. Fast als ginge es bei Jess um eine Fallstudie. Ich starre ihn an und befürchte schlimmstes, nur um nicht enttäuscht zu werden.
Was... was ist mit ihm? ich sehe den Arzt ängstlich an.
Nichts schlimmes, eher im Gegenteil, antwortet er, redet jedoch nicht weiter.
Machen Sie's nicht so kompliziert, Sie Vollidiot, sagen Sie endlich was los ist!
für diese spannung hätte ich dich fast umbringen können :biggrin:
Also... mache ich.
Er hat begonnen... er war an eine Atmungsmaschine angeschlossen. Vor einigen Stunden hat er erste Anzeichen von Besserungen gezeigt. Er atmet nun selbstständig. Wir konnten die Atmungsmaschine ausschalten und entfernen.
Ich starre ihn an. Ich weiß nicht was ich sagen soll, Dr. Welling gewinnt einiges an Sympathie und die Krankenschwester lächelt nun freundlich.
Oh... oh mein Gott, stammle ich. Darf... darf ich zu ihm?
er atmeeeeeeeet...juhuuuuu :biggrin:
damit hast dus wieder gut gemacht! hab mich riesig gefreut als ich das gelesen hab!!!
Dr. Welling sieht mich ernst an und nickt. Natürlich. Aber erwarten Sie nicht dass er von einem Moment auf den nächsten einfach aufwacht. Selbst wenn er jetzt atmet... es kann noch dauern. Vielleicht wacht er morgen auf... vielleicht erst in einer Woche... oder erst in einem halben Jahr.
Damit holt er mich wieder auf den Boden der Realität zurück und öffnet leise die Tür. Ich mache einen Schritt darauf zu und stehe im Türrahmen. Jess liegt auf dem Krankenbett. Fast wie immer, die Hände flach aufs Lacken gelegt, die Augen geschlossen, aschfahles Gesicht. Doch etwas ist anders. Die Schläuche, die seinen Körper durch alle möglichen Körper-Öffnungen betraten und verließen, sind verschwunden. Einzig und allein die Infusion, die an einem Ständer hängt, und dessen anderes Ende in seiner Ellenbeuge verschwindet, bleibt übrig. Ich drehe mich zu Dr. Welling um, der mir aufmunternd zunickt.
arme rory :heul: die tut mir so leid!!!
H... Hallo... stammle ich, und meine Stimme klingt zittrig, droht zu versagen. Hey, Baby... ich nehme seine Hand und küsse sie. Meine Augen füllen sich mit Tränen und ich habe Mühe die nächsten Worte halbwegs verständlich rüberzubringen.
Ich vermisse dich. Du... machst Fortschritte. Zumindest atmest du wieder selbstständig. Oh, Jess, du weißt gar nicht wie sehr du mir fehlst... Ich mache eine Pause, um mich wieder zu fangen. Ich... hab dir was mitgebracht. Damit ziehe ich einen Umschlag aus der Tasche. Weißt du noch... wie du mir diesen Brief geschrieben hast? Ich habe ihn nie gelesen, weißt du? Ich habe ihn immer aufbewahrt, doch ich habe ihn nie gelesen. Bis vor ein paar Stunden. Da hab ich's getan. Und es ist mir egal, dass du sagst er sei kitschig. Es ist der schönste Brief den ich je gelesen habe... Es ist... schon ein paar Jahre her, ich denke du weißt dennoch was drinsteht. Wenn nicht... ich lese ihn dir einfach mal vor...
Ich öffne den Umschlag und ziehe den Brief heraus. Ich atme tief ein, denn dieser Geruch ist noch immer da. Ich räuspere mich kurz und entfalte ihn vorsichtig. Und dann lese ich mit leiser, ein wenig zittriger Stimmer vor:
Meine liebe Rory,
Ich hoffe du wirst diesen Brief lesen, denn was ich dir zu sagen habe, werde ich nur einmal auf Papier bringen. Es ist viel zu kitschig als dass ich es dir so sagen könnte. Es ist sogar schon für einen Brief, fast zu schlimm und es trieft nur so vor Kitsch und "Schönen Sachen". Aber da sehe ich jetzt mal locker drüber hinweg, denn ich muss es einfach loswerden:
Du bist... meine Sonne. Ja, du bist meine Sonne und mein Regen, du bist mein Sommer und mein Winter. Du bist alles was mir im Leben etwas bedeutet, und würde ich einen Song für dich schreiben, das wäre sein Inhalt. Du bist so klug und intelligent, dass ich manchmal Angst vor dir habe. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, ohne dass es blöd klingt. Also sage ich es einfach irgendwie:
Wenn ich morgens aufwache, denke ich an dich, freue mich auf dich und finde es schade, dass du so weit entfernt bist. Wenn ich zum frühstücken gehe, denke ich an dich, weil du so gerne frühstückst. Wenn ich mich an den Frühstückstisch setze, dann denke ich an dich weil du so gerne Kaffee trinkst. Wenn ich in die Schule gehe, dann denke ich an dich, und an die Zeit als du mir Nachhilfe gegeben hast. Wenn ich in der Schule bin, im Unterricht, denke ich an dich und dann fällt es mir schwer irgend einen anderen Gedanken zu fassen ohne auf dich überzuschweifen. Wenn ich in der Pause, mit einem Buch auf einer Bank hocke und meinen Donut verspeise, dann muss ich an dich denken, denn die Randbemerkungen in meinen Büchern schrieb ich ebenfalls als ich an dich dachte. Wenn ich von der Schule Heim komme, dann ist Jason da, und dann muss ich an dich denken, weil er mich in vielen Aspekten so wahnsinnig an dich erinnert. Wie vernünftig er meistens ist, wie er redet und die Bücher die er liest.
Ich werde nicht weiter aufzählen, denn es wäre unsinnig... Kurz gesagt... ich denke den ganzen langen Tag an nichts anderes als an dich. Und ich wüsste nichts was daran irgend etwas ändern könnte.
Manchmal sehe ich von unserer Wohnung im zehnten Stockwerk, die Sonne über New York aufgehen. Das ist ein Spektakel wie man es selten sieht, denn das Licht scheint dann wundervoll durch die großen Fenster. Aber im Vergleich mit dir ist es nichts. Und wenn ich mich entscheiden müsste, zwischen der Sonne, die mir Leben und Wärme gibt, und dir, so würde ich lieber auf dem Mond leben, als mich gegen dich zu entscheiden, denn du bist tausendmal besser als hundert Sonnen auf einmal.
Man sagt, jeder Mensch auf dieser Welt hat mindestens einen Doppelgänger. Ich fände diesen Gedanken schrecklich, denn dann ist es so, als müsste ich dich teilen. Und in diesem Punkt bin ich sehr egoistisch. Ich will ganz alleine in deine strahlenden, schönen blauen Augen sehen, dich ganz alleine in den Arm nehmen dürfen. Ich will abends ganz alleine mit dir einschlafen und morgens ganz alleine mit dir aufwachen. Ich will dich immer um mich haben, und mir gefällt der Gedanke, selbst wenn es nicht der Fall ist, dass du dein strahlendes Lächeln ganz allein für mich lächelst.
Und wenn ich dich hiermit um Verzeihung bitte, für alles was passiert ist, dann sehe ich in Gedanken, die Sonne in deinen Augen aufgehen.
Ich hab gelogen, Rory. Sehr gelogen. Ich habe versucht, durch eine unüberlegte Lüge, einen impulsiven Einwurf, jemanden aus unserem Streit-Gespräch zu vertreiben, der da nicht reingehört. Doch der Mensch den ich einbrachte gehörte noch viel weniger da hinein, und ich habe dich sehr verletzt. Es tut mir unendlich leid, und ich kann mir wirklich nicht vorstellen wie es ist ohne dich weiter leben zu müssen. Ich habe einen wahnsinnigen Fehler gemacht, und das sehe ich ein. Denn mir ist etwas klar geworden: Ich kann (und ich will) nicht ohne dich leben. Ich denke... ja, ich denke die einfachste Art und Weise meine Gefühle zu erklären ist... ich liebe dich einfach. Ich liebe dich viel zu sehr, um dich einfach gehen zu lassen, und ich finde es quatsch zu sagen: "Wenn du sie liebst, dann lass sie gehen." Das ist Unsinn, das wissen wir beide, denke ich. Also, ich werde dann mal Schluss machen... ich weiß nicht wie ich dir sonst noch sagen kann was ich für dich empfinde, also lass ich es lieber, ich denke du hast es verstanden. Ich lass dir so viel Zeit wie du brauchst...
Dein, dich immer liebender Jess.
finds schön das sie jetzt mit ihm spricht :)
und der brief ist wunderschön! hab ihn mir zwei mal durchgelesen!
so einen brief möchte ich auch mal bekommen :)
wie du siehst...der teil is super! traurig aber super!
hoffe das er bald aufwacht *schnüff*
slg, val
MinowaySunshine
18.08.2005, 01:47
Hey! Finde es schön dass du den Teil gut findest. Danke für dein FB...
Gehe jetzt mal schön in meine Wiege *ggg* :biggrin: also denne, bis morgen oder so... freu mich auf weiteres FB, lasst Valpuri (und auch Stars_Hollow) nicht alleine hängen... das wär schade.
Bye & Good N8... Minoway
MaraMariano
18.08.2005, 11:34
der Teil war einfach Fabelhaft
so romantisch und gefühlvoll... ich hab mit mir gekämpft um nicht loszuheulen
Rory tut mir so leid...
sowas ist hart... immer... aber wenn es dann auch noch die Liebe ihres Lebens betrift...
gut das Jess jetzt von alleine atmet...
freu mich shcon auf den nächsten Teil
Mara
DependentOfGG
18.08.2005, 12:50
tut mir total leid das ich dir beim vorletzten teil kein fb gegeben hab.
Doch auch wenn sichs jetzt blöd anhört: ich wusste überhaupt nicht was ich schreiben sollte weil er einfach... grandios war.
Und ich weiß auch gar nicht was ich jetzt schreiben soll denn der teil war einfach... wow... mit fehlen die worte.
(ich werd gleich sentimental :biggrin: )
mal im ernst... ich fand den brief einfach klasse geschrieben, die vergleiche mit der sonne und so... (ich hatte echt tränen in den Augen)
und die tatsache,das Jess wieder selbständig atmen kann ist auch toll.
Außerdem ist es großartig das Rory mit ihm geredet hast...
ich freu mich auf alle fälle ganz doll auf nen neuen teil...
glg dependent
He der teil war prima !!! mach so weiter du bist spitze!!
Und der brief erst!! man Jess ist doch süß!!!
freu mich schon auf den neuen teil lg Jutschie
Lea-Lena
18.08.2005, 14:49
Hach, ich weiß gar nicht so richtig, was ich schreiben soll...
Also ich fand den Teil wirklich unglaublich schön!
Jess atmet jetzt wieder selbstständig :freu:
Und wenn ich mich entscheiden müsste, zwischen der Sonne, die mir Leben und Wärme gibt, und dir, so würde ich lieber auf dem Mond leben, als mich gegen dich zu entscheiden, denn du bist tausendmal besser als hundert Sonnen auf einmal.
Das fand ich sooo süüüß :wub:
Ich will dich immer um mich haben, und mir gefällt der Gedanke, selbst wenn es nicht der Fall ist, dass du dein strahlendes Lächeln ganz allein für mich lächelst.
Das ist auch total schön :wub: :wub:
Ich hoffe einfach mal, dass Jess Zustand jetzt auch so gut bleibt und er bald aufwacht...
Freu mich auf den nächsten Teil!
Hi!
Ein fabelhafter Teil. Der Brief war vielleicht kitschig, aber in der Liebe ist jua bekanntlich alles erlaubt.... http://www.cosgan.de/images/smilie/liebe/s045.gif
Ich fand das alles sooooo süß...ich weiß gar nicht was ich sagen soll.
Ich finde es nur schade, dass Rory den Brief nicht schon früher gelesen hat....
Und es atmet...ich hoffe, er ist auf dem Weg der Besserung.
Freu mich auf eine gaaaaaaaaaannnnnnnnnz schnell Fortsetzung!
vlg
Daniela05
18.08.2005, 21:08
Hey
Ich bin grad auf deine FF gestoßen und ärgere mich warum ich sie nicht schon früher entdeckt habe. Einfach sooo spitze. Wie du schreibst udn sie story...einfach unglaublich! Jess ist soo süß und der Brief erst. Ich hoffe, dass er bald aufwacht. Zumindest macht er ja schonmal Fortschritte.
Ab jetzt hast du eine treue Leserin mehr!
Mach weiter so, bin gespannt auf den nächsten Teil ;)
GLG
MinowaySunshine
21.08.2005, 15:14
Hi, meine süssen schnuckis *gg*!!!
@Daniela05: Herzlich willkommen, freut mich dass es dir gefällt!
@GGjessi: Du hast recht, in diesem Fall darf der Brief kitschig sein.
@Lea-Lena: Freut mich dass dir der Brief gefallen hat.
@jutschi: danke für dein liebes FB, süsse ;)
@DependentOfGG: Macht nix, dass du beim letzten mal nix geschrieben hast. Dafür hast du ja dieses mal ordentlich FB abgegeben. THX
@MaraMariano: Danke auch für dein FB, freue mich dass ausgerechnet meine Futzi-FF einer so fantastischen FF-schreiberin wie dir gefällt. Meinen Glückwunsch für "Rory und ihr Tagebuch", bin treue leserin, wenn ich auch nicht immer FB gebe, habe meistens keine Zeit. Demnächst kannst du aber wieder ausgedehnte Komentare erwarten.
THX an alle, bye. Minoway
MaraMariano
21.08.2005, 15:28
@MaraMariano: Danke auch für dein FB, freue mich dass ausgerechnet meine Futzi-FF einer so fantastischen FF-schreiberin wie dir gefällt. Meinen Glückwunsch für "Rory und ihr Tagebuch", bin treue leserin, wenn ich auch nicht immer FB gebe, habe meistens keine Zeit. Demnächst kannst du aber wieder ausgedehnte Komentare erwarten.
deine Futzi-FF????
ich hab eindeutig was an den augen
*nochmal les* *ungläubig guck* *augenreib* *nochmal hinseh*
also mädel! das ist doch keine Futzi-FF!!!
das ist echt eine klasse FF
so schön traurig beschrieben... ich steh zur zeit auf traurige sachen... bin in eindeutiger depri-stimmung...merkt man auch bei meiner FF
ich freu mich natürlich trotzdem das dir meine FF so gut gefällt. ich hätte nie gedacht das sie so gut ankommt
lg
Mara
PS: freue mich auf den neuen Teil
Hab deine FF durch gelesen,
und finde sie total toll. *ganzdollebegeistertsein*
Der Brief war ja echt total schön!
Möchte umbedingt wissen wies weiter geht!!!!!
glg Micki
sry das ich dir erst jetzt gebe aber ich konnte in den letzten tagen nicht ins i-net
der teil war einfach klasse...ich habe sogar ein bissl geweint
ich fand den brief überhaupt nicht kitschig(und außerdem muss in jede stroy ein bissl kitsch)
jess hat endlich mal seine wahren gefühle gezeigt
schreib bitte schnell weiter
mfg lava :cool:
***jojo***
29.08.2005, 19:33
Hey,
mal ne frage: und zwar wann gehts denn endlich weiter???
warte schon sehnsüchtig auf nen neuen Teil! :sabber:
lg jojo
Hey,
mal ne frage: und zwar wann gehts denn endlich weiter???
warte schon sehnsüchtig auf nen neuen Teil! :sabber:
lg jojo
schließ mich jojo an ;) :biggrin:
MinowaySunshine
10.09.2005, 12:26
Der neue Teil kommt heute Nachmittag! Küsschen an alle, Minoway
***jojo***
10.09.2005, 13:29
Jipieeeeeeeee heute kommte der Teil!!!
heute kommte der Teil :freu: :freu:
ich freu mich so!!!
lg jojo
MinowaySunshine
10.09.2005, 13:56
Hi, da bin ich wieder!!!
Neuer Teil, neues Kapitel! Hoffe es gefällt euch!!!
Kuss, Minoway
Kapitel 8.
Ich drehe mich um und öffne langsam die Augen. Es dauert eine Weile bis ich richtig scharf sehe, dann schiele ich in Richtung Radiowecker. 6:50. Ich seufze. Langsam richte ich mich auf, mir tun noch immer alle Knochen weh.
War gestern ziemlich spät, es wundert mich nur dass ich so früh aufgewacht bin, ohne das der Wecker klingeln musste. Obwohl... bin ich mir sicher dass er nicht geklingelt hat? Ich stehe auf und tapse, meine Boxershorts zurechtrückend, in die Küche. Jason sitzt am Esstisch, vor sich ein Brief, ein paar Fotos, eine Tasse Kaffee und ein halber Donut. Er sieht ein wenig mitgenommen aus, doch das merke ich erst später.
Na nu? Schon so früh auf den Beinen? frage ich.
Hmm, macht er und ich merke noch immer nicht wie miesgelaunt er dreinschaut.
Hat dich etwa der Postbote geweckt? Oder der Milchmann? frage ich neckisch, doch der Scherz kommt nicht an. Jason versucht zwar zu grinsen, versagt aber kläglich.
Hey, Jay! Was ist los mit dir? frage ich ihn.
Jason zuckt nur mit den Achseln. Ich gieße mir eine Tasse schwarzen Kaffee ein und setze mich neben ihn an den Tisch.
Jason. Kommt schon, erzähl. Was ist los?
Jason ist so ziemlich der ruhigste und ausgelassenste Mensch den ich kenne. Er regt sich nicht unnötig über etwas auf, sondern bewart immer einen kühlen Kopf. Doch heute scheint etwas wirklich nicht zu stimmen. Ich bin kurz davor ihn noch einmal zu fragen, doch das brauche ich nicht.
Jessie entzieht mir das Besuchsrecht für Larry, sagt er und schnieft.
Ich sehe ihn geschockt an, denn ich weiß wie sehr er an dem kleinen hängt. Jessie ist seine Ex, ziemliches Miststück, wenn es um Larry und seine Beziehung zu seinem Dad geht, aber sie ist eine gute Mutter und immer wenn Jason jemanden brauchte, der ihn wieder aufbaut ging er zu ihr, auch wenn sie nicht mehr zusammen sind.
Warum? Frage ich nur.
Sie meint ich wäre ihm kein Vorbild, Jason scheint sich dafür zu schämen, denn er senkt den Blick und starrt in seine halb leere Tasse.
Wie bitte? Frage ich ungläubig, denn Jason ist der beste Vater den man sich vorstellen kann.
Sie sagt, ich wäre verantwortungslos und stur, wenn es darum geht Entscheidungen in Larrys leben zu treffen, er sieht mich traurig an, und ich fühle mich hilflos.
Dan lügt sie, sagte ich. Dann lügt sie, Jay. Denn du bist der beste Vater den ich kenne. Darf sie das rechtlich gesehen überhaupt? Ich meine, du stellst keine Bedrohung für ihn da, du hast noch nicht einmal das Sorgerecht! Du warst nie im Knast, du hast dich niemals strafbar gemacht... Das kann sie doch gar nicht machen!
Doch. Anscheinend kann sie. Und sie tut es, Jason steht vom Tisch auf und räumt seine Tasse in die Spüle.
Ich sehe ihm zu, hilflos, verzweifelt, steht er am Waschbecken und stützt sich an der Arbeitsplatte ab. Er lehnt seine Stirn gegen den Küchenschrank und für einen Moment ist mir so, als würde mein bester Freund, mein großes Vorbild, mein tiefstes Ebenbild, als würde er schluchzen und anfangen zu weinen. Und ich wünschte Jessie währe hier, und er könnte sie anschreien. Ich könnte sie anschreien, für dass was er ihm -und somit auch mir- angetan hat. Ich wünschte Rory würde hier, denn von ihr würde er sich trösten lassen. Doch von mir nicht. Außerdem würde es mir sehr schwer fallen ihn zu trösten. Ich wünschte, mir würde etwas einfallen. Etwas, dass ich ihm sagen kann. Etwas schönes, nettes, aufmunterndes. Doch alles was mir einfällt, sind Schimpfwörter, mit denen ich Jessie versehen möchte, sollte sie es wagen mir unter die Augen zu treten.
Jason scheint sich ein wenig gefangen zu haben, denn er kommt zurück an den Tisch und setzt sich. Er nimmt eines der Fotos in die Hand und reicht es mir. Darauf zu sehen, ist ein dreijähriger Knirps. Er trägt eine Latzhose und einen Pulli, sitzt in einem Hausflur und blättert energievoll in einer von Mommys Zeitschriften.
Ist er nicht wundervoll? Fragt Jason und sieht mich mit wahnsinnig trockenen Augen an.
Ja... Ja das ist er... ganz der Papa... sage ich bitter und erinnere mich an die Tage, an denen Larry bei uns zu Besuch war.
Und plötzlich schwelge ich in nostalgischen Gedanken, in denen auch Rory mitmischt, als Larrys Babysitter, wenn Jason einkaufen oder kurz raus ging. Und dann wird mir klar wie gerne ich selber einmal Vater werden würde. Wie gerne ich mit Rory Kinder großziehen würde. Mit dieser wunderbaren Frau, die ich am liebsten in die Arme schließen und nie wieder loslassen würde. Wunderbare Zeiten mit einer wunderbaren Frau... und wundervollen Kindern... Wie Larry...
Jason zerrt mich aus meinen Gedanken, denn er beginnt sich die Augen zu reiben, und ich weiß genau, er versucht vor mir stark zu sein.
Lenk mich ab, Jess. Lass uns was unternehmen. Lass und zusammen irgendwo hin fahren. Ich will nicht hier herum sitzen und in Nostalgie ersaufen.
Ich nicke. Ist gut. Ich ziehe mir nur was an.
Eine halbe Stunde später sind wir aus New York raus und fahren Richtung Rhode Island. Jason ist inzwischen etwas aus seinem Tief herausgekrochen und wir machen uns über die Songs im Radio lustig. Plötzlich sehen wir die Ausfahrt nach Massachusetts. Jason zeigt in die Richtung und ich fahre in die Ausfahrt.
Was willst du in Massachusetts? Frage ich.
Schoppen, antwortet Jason spöttisch. Was will ich in Massachusetts, Jess?
Ich starre ihn an und fahre fast gegen eine Leitplanke. Ich zucke mit den Schultern, während ein verrückt gewordener Opel-Fahrer blinkend und hupend rechts überholt.
Was weißt du über Massachusetts? Fragt Jason und erwartet wohl Geistesblitze.
Ähm… mache ich und er rollt mit den Augen.
Was bringst du mit Massachusetts in Verbindung? Fragt er und ich starre nachdenklich auf die Straße.
Ich weiß nicht… es gibt keine besonderen Malzeiten, die es sonst nirgends gibt, oder? Vermute ich.
Nein! Sagt Jason scharf. Woran denkst du, wenn du das Wort hörst?
Was für ein Wort denn? Frage ich dumm.
Massachusetts!!! Mann, du bist heute echt langsam, beschwert sich Jason. Was denkst du?
Boston? Versuche ich es erneut und mache ich mich auf weitere abfällige Kommentare gefasst.
Schon besser. Was noch?
Rorys Dad lebt in Boston, sage ich tonlos.
So, tut er das? Fragt Jason und sieht mich verständnislos an. Du weißt also das Rorys Dad in Massachusetts lebt. Sonst noch jemand?
Was willst du eigentlich? Frage ich und sehe mir die Tafeln über der Straße an. Noch bevor Jason antworten kann, entdecke ich es: Harvard.
Warte… Jason… Du willst doch nicht… Du willst nicht allen Ernstes nach Harvard!
Jason sieht mich verwundert an. Na endlich! Hat ja ewig gedauert.
Ja aber… Warum? Ich bin verunsichert. Warum will er nach Harvard?
Wer ist denn in diesem Moment in Harvard? Fragt mich Jason.
Ja, schon klar. Rory. Aber warum willst du zu Rory?
Ich dachte, du willst sie vielleicht besuchen, sagt Jason und kurbelt das Fenster herunter.
Du hast ja ’n Knall…
...........
Rory… hey, sage ich und komme auf sie zu. Sie steht mit dem Rücken zu mir und redet mit einigen ihrer Kommilitonen, diskutiert heftigst, und ich würde ihr gerne länger zusehen, ohne dass sie es merkt.
Sie dreht sich um und ich denke ich bin im Himmel. Vor mir steht der schönste Engel den man sich vorstellen kann, und er ist hier, in Harvard, auf der Erde. Ihr langes Haar fällt leicht über ihre Schultern und ich muss tief einatmen, denn es erinnert mich immer wieder daran wie gut sie duftet. Sie trägt eine Kette um den Hals und ich erinnere mich daran wie ich Jason vor knapp zwei Jahren in einen Schmuckladen geschleppt habe um sie ihr zum Geburtstag zu schenken. Sie hält Unmengen von Büchern im Arm und ihre Tasche scheint Tonnenschwer. Als sie mich sieht, weiten sich ihre Augen überrascht und sie kommt auf mich zu.
Jess? Was machst du hier? Ich meine… weiter kommt sie nicht, denn ich muss sie einfach küssen. Sie lässt es zu und erwidert meinen Kuss.
Ich musste einfach herkommen… sage ich und ich weiß, es ist gelogen, trotzdem ist es wahr. Ich bin mit Jason hier, er ist ziemlich fertig… Da haben wir uns ins Auto gesetzt und sind einfach los gefahren. Und jetzt sind wir hier…
Jetzt komme ich nicht weiter, denn sie küsst mich. Ich freue mich dass ihr da seid. Was ist denn mit Jason?
Ich sehe mich nach Jason um, der einige Meter von uns entfernt steht und wie verrückt auf die Tasten seines Handys herumhämmert.
Ich erklär’s dir später, okay? Sage ich, nehme sie an der Hand und wir gehen zu Jason.
Rory begrüßt Jason mit einer kurzen Umarmung und ich merke wie es ihm schwer fällt sie wieder loszulassen.
Ich sage ja, von ihr würde er sich trösten lassen...
Wir gehen zusammen in die Cafeteria. Wir setzen uns gemeinsam an einen Tisch. Nach kurzer Zeit klingelt Jasons Handy, er steht auf und telefoniert ziemlich lange. In der Zeit erkläre ich Rory was passiert ist. Sie mustert Jason, während ich rede, sieht ihn besorgt an. Jason merkt davon nichts, er ist in ein ernstes Gespräch vertieft. Lange Zeit sagt sie gar nichts. Dann öffnet sie den Mund, als wolle sie etwas von sich geben, schließt ihn jedoch gleich wieder und trinkt einen Schluck von ihrem Kaffee.
Armer Jay, sagt sie nach einer langen (und ich meine wirklich lang) Pause. Ich meine... Ich habe gesehen wie er mit Larry umgeht. Und ich kann nur sagen... ich wünschte mein Vater wäre so mit mir umgegangen.
Ich starre sie an. Sie hat niemals zuvor so eine Äußerung gemacht. Nie sprach sie schlecht über ihren Dad, er schien ihr immer heilig zu sein. Aber jetzt sehe ich einen veränderten Ausdruck in ihren Augen und ich muss ihr Recht geben: Jason ist wirklich der beste Vater den ein Junge haben kann.
Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Campus. Rory leistete sich den Luxus den Tag frei zu nehmen und ihre Aufgaben ein wenig zu verschieben. Ich bin ihr dafür sehr dankbar, denn Jason scheint es gut zu tun. Entweder das, oder er versucht zu verdrängen was ihn bedrückt. Kann beides wahr sein. Wir sitzen auf dem Rasen in der Nachmittagssonne und genießen die letzte Wärme der Septembersonne. Vor uns Unmengen von Kaffeebechern und Chipstüten. Es sind fast nur oberflächliche, flache Themen, über die wir sprechen. Ich denke Rory hatte, wie auch ich, ziemlich Angst das falsche zu sagen und Jason an sein Leid zu erinnern.
Es ist ein schöner Tag, die Studenten sind in ihren Wohnheimen, deshalb sind wir praktisch alleine, nur hin und wieder gehen größere Grüppchen Leute vorbei. Wir sitzen ziemlich lange dort, als es langsam dunkel wird, brechen wir auf, Richtung Rorys Wohnheim.
Lauren und Kate sitzen vor dem Fernseher, sind beide eingeschlafen. Das ist ein ziemlich lustiges Bild, denn Kate hat ein Bein über die Rückenlehne des Sofas gelegt und wischt mit ihrem roten Haarschopf den Boden. Lauren sitzt neben ihr, hat Kates anderes Bein auf dem Schoß und ihren Kopf an der Lehne direkt neben einer grauen Socke. Als wir eintreten, laut redend, hören wir von Kate ein undefinierbares Schnurren, fast ein Schnarchen, und sie zuckt einmal kurz, rutscht ein weiteres Bisschen von Sofa. Rory schmunzelt, schaltet den Fernseher aus und weckt die beiden.
Hey, ihr Schnarchnasen, wollt ihr nicht langsam mal ins Bett gehen? Fragt Rory.
Lauren grunzt, Kate knurrt.
Hey, ihr zwei! Aufwachen!
Lauren öffnet als erste ihre grauen Augen. Hey! Macht sie und streckt sich. Dabei bemerkt sie die Socke, neben ihrer Nase und springt auf.
Wow! Macht Rory und tritt einen Schritt zurück. Na, ausgeschlafen?
Auch Kate reckt sich. Wie spät ist es? Fragt sie und fällt endgültig vom Sofa. Schwerfällig richtet sie sich auf, stößt dabei mit dem Kopf gegen den Couchtisch und beschwert sich lauthals über diese „überaus lebensgefährliche, frauenfeindliche Wohnungseinrichtung".
Fast neun, sagt Rory und schaut auf ihre Armbanduhr.
Mist, jetzt haben wir es doch verpasst! Murrt Lauren.
Wir wollten Eine Frage der Ehre gucken, erklärt uns Kate.
Den haben wir auf Band, sagt Rory trocken. Und jetzt ab ins Bett!
Lauren und Kate nicken. Worauf du dich verlassen kannst! Meint Lauren und geht voran ins Bad.
Es ist schon ziemlich spät, wir sollten dann mal gehen... sagt Jason.
Wollt ihr nicht lieber über Nacht bleiben? Morgen könnt ihr dann früh fahren, bietet Rory an.
Nein, ist schon gut. Wir fahren zurück, sage ich, obwohl ich liebend gerne bleiben würde.
Jess... Es ist schon Stockdunkel draußen. Und du weißt dass ich es nicht gerne habe wenn du so spät so lange Strecken fährst. Bleibt über Nacht. Jason, das Sofa ist echt bequem.
Jason scheint zu überlegen. Na gut. Aber morgen früh müssen wir zurück nach New York.
Rory nickt zufrieden und holt eine Decke aus dem Schrank.
Währenddessen gehe ich ins Bad, das Lauren inzwischen wieder verlassen und Kate auch besucht hat. Ich putze mir die Zähne (ich habe eine eigene Zahnbürste bei Rory), und wasche mir das Gesicht.
Kurze Zeit später öffne ich die Badtür, doch ich gehe nicht gleich raus, denn ich sehe wie Jason sich auf dem Sofa niederlässt und das Gesicht in den Händen verbirgt. Ich will nicht stören, denn ich möchte irgendwie dass er seine Trauer rauslässt, und wenn Rory mit ihm alleine ist, fällt es ihm leichter und sie kann ihn auffangen.
Genau wie ich vermutet hatte, lässt sie sich neben ihm nieder und streicht ihm über die Schulter.
Hey, Jay... höre ich ihre leise Stimme, und ich weiß, sie würde Jason am liebsten in den Arm nehmen, weiß jedoch nicht wie sie das machen soll. Doch sie braucht es gar nicht zu tun, denn er macht es von selbst. Er wirft sich in ihre Arme und weint einfach drauflos. Sie umarmt ihn sanft und mir fällt ein weiterer Grund ein, warum ich sie so liebe.
Hey... es ist okay. Alles wird gut... ganz ruhig... murmelt sie, doch ich kann sie perfekt verstehen.
Ich öffne leise die Badtür und schleiche zu Rorys Zimmertür. Dort bleibe ich stehen, denn ich spüre Rorys Blick. Ich sehe sie an und lächle leise. Sie lächelt mich liebevoll an und macht mir mit Blicken klar, dass ich schon mal schlafen gehen soll.
Es ist so beruhigend zu wissen, dass Jay immer jemanden haben wird, der ihn tröstet. Denn wenn ich es nicht kann, so kann es Rory. Und er lässt es zu... er lässt es einfach nur zu...
Ja... Und jetzt ist er weg. Tot. Ausgelöscht. Sein Leben ist vorbei, und das schlimmste ist... Larry hätte ihm noch eine Menge zeigen können. Dinge die nur Kinder ihren Eltern zeigen können. Dinge die ich niemals jemandem gezeigt habe. Dinge, die ich gerne mal gezeigt bekommen möchte. Jason ist weg, und Larry ist ganz allein, auf dieser großen Welt. Nur Jessie kann ihn halten, wenn es mal weh tut. Ich hoffe, wenn ich hier raus bin kann ich ihm das auch bieten. Immerhin bin ich sein Pate!
Bitte um VIEL FB *gg* Minoway
PS: Herzlich Willkommen Micki!!!
PS2: Freut mich @jojo, dass du dich so freust! *gg* (klingt irgendwie lustig, oder?)
sunshinesmile
10.09.2005, 14:25
Ach Gott, ist das süß. Aber irgendwie traurig. Vor allem die letzten Gedanken von Jess. Weil Jason jetzt tot ist und Larry ganz alleine dasteht. Bis auf die doofe Jessie natürlich.
kisses
sunny
Lea-Lena
10.09.2005, 15:44
Schöner Teil!
Jessie kann ich ja schonmal gar nicht leiden...
Und Larry tut mir total leid!
Das mit der Kette fand ich irgendwie total schön.
Und überhaupt waren Jess und Rory in diesem Teil total süß! Besonders am Ende des Teils.
Freu mich auf den nächsten Teil!
***jojo***
10.09.2005, 16:41
CIh find den teil so wunderbar!!
hätte fast angefangen zu heulen!!!!
du kannst echt supergut schreiben!!!!!
machs chnell weiter so!!
lg jojo
am anfang war ein ein bissl verwirrt...weil da manchmal jess steht und dann in der nächsten zeile wieder jason
aber ich habe durchgesehen...dank dem letzten satz
die gedanken von jess waren toll(wenn es den gedanken/erinnerungen waren)
rory und jess waren einfach so süß in dem teil
aber der teil war so traurig...jason isttod und larry hat nur noch jessie
aber zum glück ist ja jess der pate...aber der ist ja zur zeit im krankenhaus
freu mich dass du wieder weiter geschrieben hast und freu mich auf den neuen teil
lg lava :cool:
silbernerschatz
10.09.2005, 19:02
freu mich total, dass es weitergeht ^^
der teil war einfach wunderschön. total süß.
jason tut mir echt leid. jessie ist ja auch echt blöd, wenn sie meint, er wäre kein gutes vorbild.
süß finde ich auch, dass rory und jason sich so gut verstehen.
den letzten abschnitt fand ich auch total schön. *hach*
mach schnell weiter!
silbernerschatz
he klasse teil!!,, Jess Gedanken zum Schluss waren echt süß!!, ich hoffe nur das er bald aufwacht!!
lg jutschie
Sky Angel
10.09.2005, 23:45
hi
hab mir gerade deine story durchgelesen und finde sie einfach klasse
du hast einen tollen schreibstill
du beschreibst alles super so das man sich alles gut vorstellen kann und du beschreibst die gfühle hervorragend so das man auch richtig mitfühlen kann
ich fand den brief einfach traumfhaft schön :wub:
schön ist das jess jetzt immerhin selbstständig atmet und hoffentlich wird er ganz schnell aufwachen
ich finde es traurig das jay tot ist..ich mag ihn ganz gerne
so wie du ihn beschreibst ist er ein ziemlich guter freund und es muss für jess hart sein das er tot ist
ich bin sprachlos darüber das eine frau ihrem kind den vater "wegnimmt"
ich fand die letzten sätze des letzten teils toll...hoffentlich kann er das was er vor hat auch in die tat umsetzen
ich fand es auch richtig süß das er selber an kinder denkt :wub:
ich freu mich schon auf die fortsetzung
bussi sky
MinowaySunshine
11.09.2005, 12:24
Hi!
Freue mich wahnsinnig über euer FB!!!!
Schön dass es dir gefällt, @Sky Angel!!!
Und jetzt eine kleine Umfrage!
Woll ihr dass ich Paralell zu Rory & Jess auch Luke & Lorelai einbauen, oder soll ich mich lieber auf Jess' Gesundheitszustand konzentrieren?
Bitte um Antworten.
Bye, Minoway
ich wüde parallel noch luke und lorelai machen
aber nur wenn dir das nicht zu viel wird
Ach....das war so ein herrlicher Teil.
Jason tut mir leid, oder hat mir leid getan, da er ja jetzt tot ist.
Jessie kann ihm doch nicht einfach verbieten, seinen Sohn zu sehen, wenn er
ihm so viel bedeutet....:nono:
Finds richtig süß, dass jess an eigene Kinder mit Rory denkt.
Ich liebe deine FF! Einfach toll!
Also, von mir aus kannst du parallel Luke und lore einbauen...wenn du willst!
vlg
redeagle
11.09.2005, 22:34
Hi du,
ich habe deine FF gelesen und ich finde sie einfach nur toll. Dein Schreibstil ist einfach super und die Geschichte auch. Ich hoffe mal das Jess bald aufwacht. Ich werde auf jeden Fall weiter lesen.
Mach weiter so. Ich warte jetzt schon auf den nächsten Teil.
LG
Redeagle
MinowaySunshine
12.09.2005, 15:37
Freut mich dass es dir gefällt @redeagle!!!
An alle anderen: Je mehr FB und antworten auf meine (Um)frage, desto schneller geht es weiter...
Bye, Minoway
der teil war echt super!
nur ich war zwischendurch irgendwie verwirrt weil ich am überlegen war, ob dass jetzt auch die ff ist,die ich vermute ^^
aber jetzt bin ich mir sicher und es wird wohl eine rückblende gewesen sein :biggrin:
bin super gespannt wie es weiter geht!
lg, vali
***jojo***
13.09.2005, 19:26
Hey,
geschichten von luke und lorelai sind immer gut!
also imjmer her damit!!!!
lg jojo
MinowaySunshine
16.09.2005, 15:21
ZITAT VON VALPURI:
nur ich war zwischendurch irgendwie verwirrt weil ich am überlegen war, ob dass jetzt auch die ff ist,die ich vermute ^^
aber jetzt bin ich mir sicher und es wird wohl eine rückblende gewesen sein
ZUR AUFKLÄRUNG:
Das was Rory erzählt ist Schwarz geschrieben
Das was Jess erzählt ist Lila geschrieben
Rückblenden bzw. Flaschbacks sind blau geschrieben, egal ob Rory oder Jess
Briefe sind grün geschreiben
Gedanken werden kursiv geschrieben, in den jeweiligen Farben
Alles was geredet wird ist fett geschreiben, ebenfalls in den jeweiligen Farben.
Lorelai & Luke werden wahrscheinlich ihre eigene Farbe bekommen, werden in einigen Kapiteln "Gastauftritte" haben und zwei bis vier Kapitel für sich alleine beantspruchen.
HEGDL, Minoway
Neuer Teil folgt demnächst...
danke :)
wann geht es denn so ungefähr weiter? *gaaaanz lieb frag*
MaraMariano
16.09.2005, 20:48
ah!!!!!!! *peinlich* *in die Ecke duck*
ich hab ganz vergessen fb zu geben...
sooooorrrrrrrrrrrry!!!!!!!!!!!!!!
der Teil war wieder echt klasse...
diese Rückblende und Jess gedanken über Larry und Jason (Namen stimmen doch oder??)
so gefühlvoll beschreiben besonders das lilane...
Jess gedanken das Larry jetzt niemals so einen tollen Vater kennenlernen wird...
die Mutter ist echt blöd... und Jess als Pate :wub:
und das Jason so ein tolles Verhältnis zu Rory hat *doppel:wub:*
das mit Luke und Lorelai... ist mir eigentlich egal... solange noch gaaaaaaaaaaannnnnnz viel Rory und JEss vorkommt :biggrin:
lg
Mara
MinowaySunshine
22.09.2005, 00:09
Hey, na!
Hab endlich wieder I-net!!!
Jetzt aber leider auch wieder Schule... (Scheisse)
Naja, eigentlich gehe ich ja gerne in die Schule, nur das früh aufstehen nervt meist. Allerdings bin ich nun in der Abschlussklasse (die Fernsehserie hasse ich, deswegen klingts blöde...), da muss ich um einiges mehr tun...
Also, würde mich über weiteres FB wahnsinnig freuen...
Bussi an alle Leser... Minoway
silbernerschatz
22.09.2005, 14:50
hey, also ... zu deiner frage ... hmm ... *überleg*
ich fänds natürlich interessant und würd mich echt megadoll freuen, wenn du dich auf jess' gesundheitszustand konzentierst (und dass er wieder aufwacht *mit dem zaunpfahl wink*, aber lorelai und luke wäre auch cool. also, ich weiß nicht ... :unsure: mach doch einfach da weiter, wos dir am besten passt oder wo du am meisten ideen hättest. würde mich über beides freuen ^^
silbernerschatz
MinowaySunshine
29.09.2005, 20:49
Also, sorry dass ich so lange nix von mir gebe
Bin ein bissle krank, hab ne blasenentzündung und hock den ganzen Tag auf der Toillette obwohl ich nix machen kann...
Hab das gefühl andauernd zu müssen.
Sorry, hoffe bald weiter schreiben zu können und nicht den Thread wieder mal von seite X holen zu müssen *mit.dem.Zaunpfahl.wink*
Bye, bye...
Küsschen, Minoway
***jojo***
04.10.2005, 14:21
*FFnachobenschubs*
so ne gute FF darf doch nicht abrutschen!!:mad: *heftigdenkopfschüttel*
hast du schon ne ahnung, wanns nen neuen teil gibt???
würd mich freun!
lg jojo
redeagle
05.10.2005, 09:20
Hi Minoway,
Blasenentzündung ?? :eek: Das ist Scheiße, ich kenn das nur zu gut. Habe das auch ständig. Das sind wirklich unangenehme Schmerzen. Werde erst mal wieder ganz schnell gesund und dann kannst du dich ja an einen neuen Teil setzen.
Gute Besserung.
LG
Redeagle
MinowaySunshine
10.10.2005, 17:04
Hi!
Danke, @redeagle, du bist echt süss! :knuddel:
:) Mir gehts wieder ganz gut, alles wieder so weit okay...
Schreib demnächst weiter, damit ihr keine Entzugserscheinungen bekommt (von was auch immer; wenn schon keine Gilmores laufen, dann wenigstens was lesen...)
Bye, bye, eure Minoway
***jojo***
13.10.2005, 18:39
Hey,
mittlerweile hab ich schon entzugserscheinungen!!!
und das obwohl seit 4. oktober auf orf1 wieder GG
kommt!!!!!!!!!!! also mach gaaaaaaaaaaanz schnell weiter
hier bei deiner FF!!! Bitte Bitte Bitte !!!!!!!*aufknienanfleh*
lg jojo
Ich dachte mir das ich deine ff mal wieder was nach vorne holle.
Also habe gerade alles gelesen ist biss jetzt echt spannend und ich hoffe du schreibst schnell weiter:cool: :cool: :cool:
redeagle
13.01.2006, 10:04
Hi,
wollte mal deine FF wieder nach vorne bringen und fragen wann es weiter geht. Ich lese deine FF nämlich wirklich gerne und ich fände es schade wenn es nicht weiter gehen würde.
GLG
Redeagle
hm...sie ist dieses jahr noch garnet on gewesen :confused:
hoffe mal dass sie die lust an dieser ff nicht verloren hat :heul:
und ich werde wohl auch alle teile nochmal lesen müssen...weiss nicht mehr alles was passiert ist :confused:
schreib bitte weiteeeeeeeeeeeeer! *anfleh*
MinowaySunshine
02.02.2006, 16:57
HEYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY
Oh, Gott, es tut mir ja so schrecklich leid!!! So leid.
Tut mir so leid dass ich mich soooooooooo lange net mehr gemeldet habe, habe ein total schlechtes Gewissen!!! Nein, Valpuri, ich habe die Lust an der FF nicht verloren. Nur den Faden. Ich habe lange keinen Funktionsfähigen Computer gehabt, dann hatte ich einen, aber keine lust zum schreiben, dann hatte ich Stress in der Schule... solche sachen.
Aber jetzt bin ich da!
Ich schreibe wieder was, nicht sehr sehr häufig, aber ´n bisschen...
So, das wars...
Hoffe ihr verzeiht mir noch mal... :heul:
Eure Minoway
@Valpuri: Bist du American History X Fan? Ist ´n cooler film!!!
PS: Frohes Neues Jahr an alle. :)
MinowaySunshine
31.03.2006, 19:41
Oh man!
Also, ich kann euch leider keine Entschuldigung bieten, warum es wieder mal so lange gebraucht hat. Das ist eben unentchuldbar und ich könnte es euch nicht verübeln wenn ihr das nicht mehr lest, weil es euch zu doof ist... Aber... trotzdem... hier endlich, nach einem halben Jahrhundert, endlich der neue Teil. Diejenigen die noch Bock haben zu lesen, viel Spass dabei, hoffentlich hab ich das schreiben nicht ganz verlernt...
eure Mino
Kapitel 9.
Das lied geht zu Ende und ich sehe auf. Die Autoscheibe ist dreckig, immer wenn ich durch sie hindurchschaue denke ich daran dass sie mal wieder geputzt werden müsste. Ich sehe auf die Uhr. Was macht Rory denn so lange im Supermarkt? Ob sie wieder Lane getrofen hat? Oder Dean? Sie sieht die beiden ja nicht unbedingt oft.Aber wenn sie sie dann sieht, bleibt sie auch eine Weile.
Eine halbe Stunde verstreicht mit weiteren Liedern und weiteren Blicken auf meine verdreckte Scheibe. Ich werde ungeduldig. Ich sehe auf die Uhr. Warum weiss ich nicht. Ich beschliesse auszusteigen um sie zu suchen. Das kann doch nicht wahr sein! Doch bevor ich dazu komme die Tür zu öffnen und auszusteigen, kommt jemand aus dem Supermarkt gerannt. Ich sehe auf und stelle erleichtert fest dass es Rory ist.
Und doch ist es nicht wirklich Rory. Denn sie rennt, ohne nach links oder rechts zu sehen, einfach über die heute Nachmittag sehr befahrene Strasse.
Es geht alles sehr schnell, ich höre nur noch gehupe, schreie, einen lauten Knall und meine arme Rory liegt auf dem Boden. Ich schreie auf und stolpere aus dem Wagen. Ich renne zu ihr, versuche sie zu erreichen. Ich fühle wie sich meine Beine bewegen, ich renne, doch ich komme keinen Schritt vorwärts.
Rory! Rory! Schreie ich, immer und immer wieder.
Nach einer endlosen Ewigkeit komme ich endlich bei ihr an. Sie liegt auf dem Rücken, die Hände neben ihrem Gesicht, die Augen halb geschlossen, die Beine in einem merkwürdigem Winkel, die Hüfte zur Seite gedreht. Und es ist so, als würde ich vor etwas stehen das mir vollkommen fremd ist. Ich erkenne ihren Körper kaum wieder. Ich beuge mich über sie.
Rory? Hauche ich angstvoll.
Sie reagirt nicht. Rührt sich nicht.
In diesem Moment wünschte ich sie würde aufspringen und schreien: War nur ’n Scherz! Dann könnte ich sie schimpfen, wir würden uns wieder in den Wagen setzen und nach Hause fahren. Aber Rory tut so etwas nicht. Ihr Gesicht ist bleich, ich strecke langsam meinen Arm nach ihr aus. Ich wimmere, zittere. Ich streiche ihr die Haarstränen aus dem Gesicht. Mit zitternden Händen fühle ich nach ihrem Puls, ein Lebenszeichen in ihrem Körper, der mir signalisiert: Es Es wird alles wieder gut! Doch ich finde keines dieser Zeichen. Ich beginne verzweifelt zu weinen. Dann sehe ich mich um. Ist denn plötzlich niemand mehr hier?
Hallo? Sage ich zaghaft. Hilfe! Hört mich denn niemand?!
Niemand antwortet. Ich bin alleine. Plötzlich wird alles schwarz. Das Auto, mit dem Rory eben angefahren wurde verschwindet. Ich denke weder an das Auto, noch kann ich an Rory denken. All das was in den letzten Sekunden passierte, zieht vor meinem innerem Auge noch einmal vorbei. Die Zeit die verstreicht, dann Rorys kommen, das Auto, der aufprall... Ahhhhh!
Ich sitze kerzengerade in meinem Bett. Meine Atmung ist Flach, jeder Arzt würde sagen ich Hiperwentiliere. Langsam beginne ich zu realisieren dass alles nur ein Traum war. Rory liegt wahrscheinlich in ihrem Bett und quält sich in Schlaflosigkeit. Ihre Gedanken kreisen wahrscheinlich nur um Jess. Meine Gedanken kreisen in letzter Zeit nur noch um sie. Um sie und Jess. Ich wünschte ich könnte bei ihr sein. Aber das geht nicht. Sie ist so weit entfernt, so weit weg. Und ich muss arbeiten. Sie tut mir so leid, meine kleine, mein Baby.
Langsam rollen mir Tränen die Wangen herunter, und ich beginne zu schluchtzten. Doch ich kann mich gerade noch fangen. Ich greife zum Telephon und wähle. Es tutet.
Hmm... höre ich plötzlich.
Kannst du kommen? Frage ich verzweifelt.
Lorelai... es ist drei Uhr... andere Leute schlaffen zu dieser Uhrzeit.
Aber ich nicht, ich versuche einen schluchtzer zu unterdrücken.
Du bist nicht andere Leute. Ich muss morgen früh aufstehen, Lorelai.
Bitte... es geht um Rory, wimmere ich.
Ich bin sofort bei dir.
Tut-tut-tut.
Ich lege auch auf. Ich stehe auf und ziehe meinen Bademantel an. Langsam gehe ich runter ins Wohnzimmer. Das Haus ist so trostlos, ohne Rory. Ich habe manchmal darüber nachgedacht mir einen Hund oder eine Katze anzuschaffen.
Ich setze mich auf das Sofa uns starre in die Luft. Zehn Minuten später klingelt es. Ich stehe langsam auf und gehe zur Tür. Ich öffne sie und er steht vor mir. Sieht mich einfach nur an. Lange stehen wir so da und während ich in so ansehe, steigen mir Tränen in die Augen. Mein Kinn beginnt zu zittern, ich spüre es genau. Er kommt einen Schritt näher und ich falle in seine Arme. Und ich weine. Ich weine verzweifelt einfach nur so drauflos. Er schliesst seine Arme um mich und ich fühle mich geborgen. Als wäre ich nach Hause gekommen. Er schiebt mich sanft ins Wohnzimmer, und schliesst die Tür. Dann drückt er mich auf das Sofa und setzt sich neben mich.
Hey... komm her. Sagt er und nimmt mich in den Arm. Es wird alles gut. Du wirst sehen, alles wird wieder gut... murmelt er immer und immer wieder und ich habe ein bisschen den Eindruck als würde er es zu sich selber sagen.
Eine Weile liege ich so da. In seinem Arm, leise schluchtzend und Tränen laufen über meine Wangen. Nach einigen Minuten endloser Stille fängt er an mir zärtlich über den Kopf zu streichen. Aber es hilft nichts, im Gegenteil. Ich schluchtze nur noch stärker und ich wünschte er würde mich ganz fest in den Arm nehmen und mich nie wieder los lassen. Stattdessen, beginnt er zu reden.
Weisst du, Rory... ist unheimlich stark. Du weisst gar nicht wie tapfer sie ist. Sie fährt so oft sie kann von Harvard nach New York, ins Krankenhaus. Zu Jess. Ich habe mir selbst verboten Gefühle zu zeigen, zu weinen, ihr zuliebe. Ich unterdrücke jede traurigkeit die ich fühle, dami Rory sich an mich lehnen kann wenn sie es nicht mehr schafft. Ich weiss, es klingt hart, aber du solltest auch ein wenig tapferer sein. Rory braucht dich, Lorelai. Dich. Es hilft ihr nicht, wenn du Nacht für Nacht Albträume hast, in denen sie von Autos angefahren wird. Ich weiss, du hast Angst dass ihr etwas schlimes passiert. Aber das was du befürchtest ist längst geschehen. Jess liegt immerhin im Koma. Warum fährst du nicht zu ihr? Er bricht ab.
Es entsteht eine Pause und ich merke dass er Recht hat. Ich denke lange darüber nach. Meine Schluchtzer werden weniger und hören schliesslich auf.
Er streicht noch mal durch mein Haar, dann deutet er mir aufzustehen. Er drückt mir ein Kuss auf die Stirn und steht auf. Mir wird klar, dass wir durch die Sache mit Jess viel näher verwachsen sind, miteinander.
Luke, sage ich plötzlich.
Er dreht sich um. Ja?
Geh noch nicht... bitte. Bleib bei mir. Flehe ich und erschrecke, denn es ist nicht meine Art ihn so anzuflehen.
Lorelai, ich muss morgen... fängt er an.
Bitte! Ich weiss, du willst nicht bei mir bleiben, nicht über Nacht... aber bitte bleib noch ein wenig...
Warum? Fragt er.
Warum? Ist das denn nicht offensichtlich?
Weil ich mich in deiner Gegenwart besser fühle. Sage ich schliesslich, und es fällt mir schwer es zu sagen.
Na gut. Aber dann ist jetzt schluss mit trauern. Dann erzähl mir irgendwas. Aber nur fünf Minuten. Sagt er genervt.
Schliesslich ist er dann doch geblieben. Wir haben geredet und sind dann irgendwann eingeschlafen. Es war unsere erste gemeinsame Nacht und es war ganz anders... Ich fühle dass ich Luke näher gekommen bin als in den letzten zehn Jahren.
Und ich schwöre mir, morgen nehme ich mir frei und besuche meine Tochter.
Ich sitze in meinem Wagen. Und im Stau. Wie kann nur so etwas passieren? Stau. Das ist das unglaubwürdigste Phänomen dass ich je gesehen habe. Es ist schräg, dass bei so viel Strasse, solch eine Menge Autos in ein und die Selbe Richtung fahren und sie irgendwann zum stehen kommen. Ich meine, wer steckt dahinter? Ein Tier auf der Fahrbahn? So ein Schachsinn. Ein wildes Tier sollte doch im Regelfall davon rennen, wenn ein Wagen auf es zu kommt. Oder?
Ein Unfall? Wie lange dauert das denn? Vielleicht ein tötliches Unfall? Dann sähe die Sache schon anders aus. Aber wenn immer wenn sich der Verkehr lahm legt, es einen tötlichen Unfall gegeben hat... Wie viele Menschen sterben dann auf der Autobahn?
Entnervt schiebe ich dieses Thema beiseite. Was soll das? Ich weiss doch wie Stauss entstehen! Warum suche ich dann auch noch absurde Erklärungen?
Ich sehe mich um. Überall Autos mit entnervten und gelangweilten Autofahrern. Neiben mir steht ein blauer Jeep mit einer jungen Frau drinn. Sie hat den Kopf auf die Rückenlehne gelegt und schläft mit offenem Mund. Auf meiner anderen Seite sitzt ei älterer Mann am Lenker eines Oldies und sieht sich im Spiegel an, während er hemmungslos in der Nase bohrt. Als ich durch den Rückspiegel sehe, entdecke ich einen alten VW-Bus, in dem ein Hippie.Pärchen liebevoll schmust. Als ich wieder nach vorne sehe, bemerke ich dass es bereits weiter geht. Als ich sehe dass die junge Frau in ihrem Jeep zu meiner Rechten noch immer schnarcht, nutze ich die Gelegenheit und fahre einfach vor sie. Das hat sie nun davon.
Ich fahre nun auf einem Highway, mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern die Stunde. Relativ schnell, im Gegensatz zu den letzten fünfundvierzig Minuten. Doch dann bricht der Verkehr abermalls zusammen.
Das darf doch nicht wahr sein! Schnaufe ich.
Ich schallte das Radio ein. Michelle Branch mit ihrem Hit Goodbye to you.
Of all the things I've believed in
I just want to get it over with
Tears form behind my eyes
But I do not cry
Counting the days that pass me by
Tränen. Nichts als Tränen. Ich denke an Mum, ich denke an Jess. Wann er wohl aufwacht? Ob er überhaupt wieder aufwacht?
I've been searching deep down in my soul
Words that I'm hearing are starting to get old
It feels like I'm starting all over again
The last three years were just pretend
And I said,
Goodbye to you
Goodbye to everything I thought I knew
You were the one I loved
The one thing that I tried to hold on to
The one thing that I tried to hold on to
Ich will nicht dass er geht. Ich werde es irgendwie verhindern. Und wenn es das letzte ist...
I still get lost in your eyes
And it seems that I can't live a day without you
Closing my eyes and you chase my thoughts away
To a place where I am blinded by the light
But it's not right
Nein, Jess, ich kann nicht ohne dich leben. Das ist unmöglich. Es geht einfach nicht. Ich schalte das Radio aus. Das ist nicht mein Weg! Murmle ich und setze den Blinker an. Ich sehe eine kleine Landstrasse und fahre sie einfach hinein. Irgendwann werde ich schon im New York Hospital ankommen. Ich werde meinen Weg finden, ich werde ihn wierder finden.
Nach einem riesigem Umweg, einigen Stunden Autofahrt und mehrmals nachfragen, ringe ich mich endlich nach New York durch. Ich fahre einige Strassen umher, bis ich mich eingeordnet habe, dann tuckere ich schnurstracks zum Krankenhaus. Ich parke mein Auto im Halteverbot, wo auch sonst... und stolpere durch den Eingang. Ich nehme den Aufzug ins dritte Stockwerk und steige aus. Langsam gehe ich den Flur entlang. Ich kann eine Siloute erkennen, am Ende des Flurs. Dr. Welling sieht mich und setzt sich in Bewegung.
Miss Gilmore! Wir haben schon auf sie gewartet. Sagt er und ich weiss nicht ob ich sein aufmunterndes Lächeln positiv oder negativ deuten soll.
Ich gehe zu ihm, und er öffnet die Tür zum nächsten Flur.
Dr. Welling, ich wollte eigentlich zu Jess. Sage ich müde. Wo gehen wir hin?
Das werden sie schon sehen, sagt er tonlos und ich es erschrekt mich, denn er sagte sonst immer das was er dachte.
Hi!!!
Find echt schade dass du die letzten Monate net hier warst.
Zu deiner FF, ist echt klasse. Hab´s schon vor Wochen gelesen, aber ich hatte noch keine Zeit mein Komentar abzugeben. Allerdings, der letzte Teil... ich fands irgendwie besser als Lorelai noch nicht dabei war. War irgendwie besser... Vielleicht wird es besser wenn sie bei Rory ist...
Schade das noch keiner Geschrieben hat. Schätze bis das net passiert ist, wirst du bestimmt nichts mehr schreiben, zumindest nicht mehr in dieser FF. Wär aber echt schade.
Lg, Dana
Hallo!
Ich weiß jetzt wirklich nicht, was ich sagen soll...
Am besten beginne ich mit einer Entschuldigung. Ich habe deine FF nie angeklickt, sie übersehen. Und ich weiß nicht warum. Ich weiß es nicht.
Aufjedenfall tut es mir leid, dass ich sie nicht schon früher entdeckt habe.
Ich habe sie gerade in einem Zuge gelesen und bin jetzt wirklich sprachlos.
Deine FF ist wirklich einzigartig. Die meisten (Literati) FFs sind sich doch sehr ähnlich, aber deine ist keine dieser "typischen FFs".
Die Idee ist toll, ich bin wirklich begeistert. Es gab kaum einen Teil, bei welchem ich keine Tränen in den Augen hatte.
Dein Schreibstil ist wunderbar, man fühlt so mit.
Und die Stimmung, von welcher man ergriffen wird...einmalig!
Und gerade diese Abwechslung von den unterschiedlichen Perspektiven und Flashbacks finde ich sehr gut.
Ganz ehrlich, deine FF ist eine der besten FFs, welche ich jemals gelesen habe und die mit Abstand beste Literati FF.
Ich finds so schade, dass ich deine FF nicht früher entdeckt habe, werde aber aufjedenfall weiterlesen und dir regelmäßig FB geben (brauche zwar hin und wieder länger dazu, aber es kommt stets bestimmt).
Ich hoffe wirklich sehr, dass du weiter schreibst und nicht die Lust an der FF verloren hast.
Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum du noch keine weiteren FBs auf deinen letzten Teil erhalten hast. Ich meine, manchmal dauert es eben länger bis man wieder posten kann. Das sollte doch wohl jeder verstehen können. Außerdem gerade bei so guten FFs wie deiner lohnt sich doch das Warten!
Ich finde es übrigens allgemein besser, wenn Autoren in längeren Abständen posten und tolle Teile bringen, als wenn sie täglich posten, die Teile dafür aber mittelmäßig sind.
Lass dich bitte auf keinen Fall entmutigen, das wäre nämlich sehr schade, denn deine FF ist wirklich toll.
Also ich würde mich wirklich total über einen neuen Teil freuen!
Bussi Selene
PS: Deine FF ist übrigens die einzige, bei welcher ich jeden Teil als gleich gut gelungen empfinde.
tut mir total leid, muss das irgendwie total übersehen haben dass du weitergeschrieben hast :unsure:
ich fand dieses chap jedenfalls spitze :top:
bin gespannt was der ihr sagen will *hüpf*
gaaaaaaanz liebe grüße, val
hey mino
ich habe mir jetzt nochmal deine gesamte ff durchgelesen, weil ich nicht mehr wusste, worum es ging
dein schreibstil faziniert mich immer noch
die ganzen gefühle und gedanken von den jeweiligen personen waren einfach klasse
der letzte teil war einfach nur traurig
ich habe gedacht gehabt, dass der traum realität war aber zum glück war es nur ein traum
luke ist einfach klasse....kommt sogar um 3 uhr nachts zu lore und tröstet sie...das zeigt, dass er sie liebt
aber was will dieser arzt rory sagen?
freu mich schon auf einen neuen teil
mfg lava :cool:
MinowaySunshine
02.08.2006, 11:02
Oh, man, bin ich froh das noch wer da ist...
Also, ich muss jetzt zwar los, aber ich verspreche dass ich bald den nächsten Teil poste. Ich freue mich das noch wer diesen Thread betritt und meine Story doch noch liest... danke
Minoway
MinowaySunshine
05.09.2006, 16:14
So, endlich der neue Teil, hoffe dass noch jemand Lust drauf hat. Wenn genug Leute lesen und auch FB geben... ich muss mich erst wieder einfinden. Also verzeiht dass es ein wenig Chaotisch ist.
Hiermit widme ich diesen Teil Selene, danke fürs lesen... Viel Spass
Kapitel 10.
Ich fühle mich so anders. So als könnte ich aufstehen und einfach loslaufen. Als könnte ich Rory in meine Arme schließen und sie einfach nur fest an mich drücken. Als könnte ich zu Jasons Grab gehen und, wie versprochen, eine Gitarrensaite darauf legen. Ich fühle mich, als könnte ich die Welt umarmen, den Himmel küssen... und so viel Luft einatmen, wie ich sie die letzten Monate vermisst habe. Ich fühle mich, als würde ich bald wieder hier rauskommen und Rory in meine Arme schließen können. Ich fühle mich so lebendig...
Ich öffne erneut die Tür zu Jess’ Zimmer und gehe ein paar Meter den Flur hinunter, bis zu dem Münztelefon. Ich fühle mich schwach, meine Knie sind zittrig und mir ist kalt. Ich stütze mich einen Moment gegen das Telefon und atme tief durch. Ich greife nach dem Hörer und fühle mich einfach nur müde, überanstrengt und kaputt. Ich schmeiße einige Münzen ein und wähle eine mir wohlbekannte Nummer.
Ich werde von einem schrillen Klingeln wach. Verschlafen sehe ich mich um. Ich sitze auf dem Sofa, Luke hockt neben mir und schnarcht ein bisschen. Dann dringt das Telefonklingeln an mein Bewusstsein. Ich springe auf und reiße Luke beinahe auf den Boden. Ich hebe den Hörer ab und murmle ein grummeliges.
Guten Morgen, an alle...
Ja, ein schöner morgen, sagt Sookie am anderen Ende.
Wer bist du, du Fisch? Frage ich und wundere mich über meine Begrüßung.
Lorelai, ist alles okay? Fragt Sookie und klingt besorgt.
Ja, ja, ich habe geschlafen...
Ich habe dich geweckt!!!! Das tut mir leid, wirklich, es tut mir leid... Jetzt kannst du schon mal schlafen und ich blöde Kuh wecke dich einfach... es tut mir so leid... stammelt Sookie und ich höre ein merkwürdiges Geräusch, wie ein Kopf, der auf eine Tischkante schlägt.
Sookie, es ist nicht so schlimm, ich hätte dich sowieso anrufen müssen. Ich wollte dich fragen, ob es dir was ausmacht, wenn ich mir heute frei nehme und zu Rory fahre. Ich sage Michel Bescheid und alles, ganz wie du willst... ich weiß, Sookie hat Verständnis.
Ist doch klar, Süße. Sag ihr schöne Grüsse von mir, ja? Sagt Sookie und klingt fröhlich.Warum hast du angerufen? Frage ich.
Ähm... ich weiß nicht mehr so genau... mach dir keine Sorgen, ich hab es vergessen... sagt Sookie und ich muss lächeln. Wir verabschieden uns und ich lege auf.
Enttäuscht hänge ich den Hörer ein. Das war jetzt der vierte Versuch in fünf Minuten. Immer besetzt. Was wohl los ist? Soll ich noch einmal probieren? Ich lasse den Kopf hängen und fühle mich allein gelassen mit meinen Gefühlen und Empfindungen. Ich muss mich zusammenreißen um nicht laut loszuschluchzen. Ich beiße mir auf die Lippe und werfe erneut die Münzen ein. Das Telefon klingelt. Hoffentlich komme ich diesmal durch.
Das Telefon klingelt erneut. Wer verlangt mich denn heute alles? Ich hebe ab.
Das zweite Gespräch innerhalb von zehn Minuten. Ihr habt mich aber heute alle wieder lieb, was? Sage ich fröhlich und erwarte eine empört-lachende Antwort auf meine morgendliche Frische, die ich nur meiner bevorstehenden Fahrt zu Rory zu verdanken habe.
Mom... höre ich Rorys Stimme am anderen Ende der Leitung.
Rory! Rufe ich erstaunt und lasse mich in den Sessel sinken. Was ist los, mein Schatz?
Mom, kannst du kommen? Fragt Rory und klingt verzweifelt.
Ich hatte mir frei genommen. Ich wollte gerade zu dir los fahren. Meine Stimme klingt belegt und mein Kopf ist schwer. Was ist los mit ihr? Was ist los mit dir?
Ich bin gestern Abend ins Krankenhaus gefahren und Dr. Welling hat auf mich gewartet. Sie haben Jess in ein anderes Zimmer verlegt. Auf einer anderen Station. Ich war die ganze Nacht hier, kannst du bitte kommen? Fragt Rory und ich will auflegen und mich sofort ins Auto setzen.
Natürlich, mein Schatz, ich mache mich sofort auf den Weg.
Wir legen auf und ich gehe zum Sofa.
Luke! Luke, wach auf.
Was ist... murmelt er und öffnet die Augen. Er sieht mich an. Wie spät ist es...
Ich sehe auf die Uhr neben dem Telefon. Acht.
Was?
Ich fahre wie als ginge es um mein Leben, viel zu schnell. Ich überschreite jede Geschwindigkeitsgrenze um über die Hälfte. Wo 60 steht, fahre ich 90. Luke neben mir, auf dem Beifahrersitz, stirbt tausend Tode. Mein Kopf dröhnt, malt sich verschiedene Situationen aus. Was ist mit Jess? Ob er wohl...
Nein, Lorelai, es geht ihm bestimmt besser... oder?
In meinem Kopf schwirren Erinnerungen an meinen letzten Besuch bei Rory. Das ist jetzt etwa zwei Wochen her.
..........................
Ich komme in ihr Zimmer. Sie sitzt auf dem Bett und blättert in einem Buch. Ich bleibe in der Tür stehen und beobachte sie lange Zeit. Sie sieht konzentriert aus, und doch weiß ich, dass es nicht so ist. Ich sehe mich um. Dass Bett steht in der Mitte des Raums und daneben ein kleiner Nachttisch, auf dem eine Lampe und ein Bilderrahmen mit einem Foto von Jess und Rory steht. Ich weiß noch ganz genau wie ich dieses Bild selbst aufgenommen habe.
Mein Blick schweift weiter durch den Raum. Auf der linken Seite ein Schreibtisch, vor dem Fenster, auf der Rechten ein Kleiderschrank und ein Bücherregal, mit den wichtigsten Büchern.
Ich beobachte Rorys Gesicht. Sie ist schmal geworden, dünn, fast mager. Sie hat dunkle Augenringe und ihr Haar glänzt nicht mehr. Ihr Zustand treibt mir Tränen in die Augen, und ich unterdrücke sie um ihretwillen. Wie sie da sitzt, trauernd und leise denkend, mein Schatz, meine Kleine, mein Baby...
Endlich blickt sie auf. Sie entdeckt mich und springt auf, mir direkt in die Arme. Ich denke, es war einfach nötig, sie musste sich einfach ausweinen. Gibt es dafür einen besseren Ort als die Schulter der Mutter?
Sie drückt mich so fest, dass es fast schon weh tut. Ich freue mich, dass du da bist, sagt sie leise und mir wird warm.
Tut mir leid, dass ich nicht eher kommen konnte. Sage ich und führe sie zum Bett. Wie geht es dir? Frage ich, doch ich kenne die Antwort längst.
Na ja... es geht. Es könnte mir besser gehen, sagt sie und ich bin nicht überrascht. Sie setzt sich und ich lasse mich neben ihr nieder. Sie schiebt das Buch, in dem sie geblättert hatte, zur Seite, als wolle sie es verstecken.
Was liest du? Frage ich neugierig und greife nach dem Buch. Ich sehe wie Rory nach Luft schnappt, als würde sie sich auf das Schlimmste gefasst machen. Ich sehe auf den Umschlag des Buches. Es ist ein sehr altes Buch, vermutlich das älteste und wohl auch das dickste, das sie in der Uni-Bibliothek finden konnte. „Koma – Ursachen und Folgen" steht in großen Buchstaben auf dem Umschlag. Ich sehe sie an und lege das Buch zur Seite. Ach, Rory... ich ziehe sie in meine Arme und spüre, wie sie wieder zu weinen beginnt.
Es ist alles so aussichtslos, Mom... ich kann mich nicht konzentrieren, meine Noten werden immer schlechter und Jess’ Zustand ist auch unverändert. In dem Buch steht, dass es ab dem zweiten Jahr im Koma unwahrscheinlich ist, dass ein Patient je wieder aufwacht, und...
Ich unterbreche sie. Rory! Mach dich nicht verrückt. Wenn du es so siehst, ist er erst relativ kurz im Koma. Er wird wieder aufwachen, da bin ich mir sicher. Ich sehe sie an. Tränen laufen über ihr Gesicht und ich würde am liebsten alles, was sie an Last mit sich trägt, auf mich nehmen.
Aber... Hier steht auch, dass er sich vielleicht an nichts mehr erinnern kann. Dass er wahrscheinlich nicht einmal mehr reden oder laufen können wird. Ich habe so große Angst. Nicht nur davor, dass er nicht mehr aufwacht, sondern vor dem was wird, wenn er wieder aufwacht. Sie schluchzt.
Wenn er wieder aufwacht, werden wir alles dafür tun, dass es ihm besser geht. Alles dafür, dass er sich an alles erinnert und dass er wieder zu einem normalen Leben kommt. Ja?
Rory nickt und wirkt weniger verängstigt.
Ich will nur, dass er nicht leidet. Ich will nur, dass alles so wird wie früher...
Ich sehe sie verständnisvoll an.
Du liebst ihn sehr, nicht? Frage ich und bereue es sofort, ich weiß auch nicht warum.
Rory sieht mich ehrlich an. Aus tiefstem Herzen, sagt sie und ich weiß, dass es stark untertrieben ist.
.....................
Ich sehe Luke neben mir an. Er hat sich ein wenig entspannt und sieht aus dem Fenster. Ich fahre noch immer viel zu schnell, auf dem Highway nach New York. Ich will so schnell wie möglich bei Rory sein, ihr beistehen, was auch immer mit Jess ist. Ich höre noch immer ihre Stimme in meinem Kopf: Aus tiefstem Herzen...
Hallo!
Erst mal, vielen Dank für die Widmung!
Wegen lesen, gern geschehn :)
So, jetzt aber zu deinem wohlverdienten Feedback:
Ich fühle mich so anders. So als könnte ich aufstehen und einfach loslaufen. Als könnte ich Rory in meine Arme schließen und sie einfach nur fest an mich drücken. Als könnte ich zu Jasons Grab gehen und, wie versprochen, eine Gitarrensaite darauf legen. Ich fühle mich, als könnte ich die Welt umarmen, den Himmel küssen... und so viel Luft einatmen, wie ich sie die letzten Monate vermisst habe. Ich fühle mich, als würde ich bald wieder hier rauskommen und Rory in meine Arme schließen können. Ich fühle mich so lebendig...
Ein gelungener Anfang
Man wird sofort wieder in den Bann deiner Geschichte gezogen.
Du hast einen wunderbaren Schreibstil. Ich leide und lebe jedes Mal richtig mit in deiner Geschichte.
Jess' Gedanken klingen so positiv. Ich hoffe, dass es ihm auch wirklich schon etwas besser geht.
Ich hoffe, dass seine Verlegung positive Gründe hat...
Rory - aber natürlich auch alle anderen, die um Jess bangen sowie dieser selbst - tun mir so leid. Ich fühle ihre Angst vor dem Ungewissen, als würde ich sie selbst durchleiden. Sie muss sich noch furchtbarer und allein gelassener gefühlt haben, als sie ihre Mutter nicht sofort erreichte.
Auch das Flashback ist dir wirklich gelungen.
Ich hatte Tränen in den Augen.
Besonders die Stelle ging mir Nahe:
Ich habe so große Angst. Nicht nur davor, dass er nicht mehr aufwacht, sondern vor dem was wird, wenn er wieder aufwacht
Ich muss mich wiederholen: Ich hab aller größten Respekt davor, wie du es stets schaffst, die Gefühle zu vermitteln.
Lorelai leidet genau wie Rory, aber sie versucht so stark zu sein für ihre Tochter. Das finde ich toll. Rory braucht sie jetzt ganz besonders.
Der Teil war einfach spitzenmäßig. Ich liebe deine FF.
Du schreibst so gefühlvoll, es geht einem wirklich nahe.
Ich freu mich schon auf den nächsten Teil, bin schon richtig nervös, wie es weiter geht.
Bussi Selene
hey mino
es ist toll wieder von dir zu hören
und der teil war einfach klasse
aber jetzt wissen wir immer noch nicht, ob jess wach ist oder nicht
vll kann er jetzt schon wieder alleine atmen oder so...aber es ist schon mal gut, dass er auf eine andere station verlegt worden is
und der flashback war einfach schön
vor allem der satz von rory "Aus dem tiefsten herzen"*Schmelz*
aber was wollte sookie denn von lore?is ja komisch
freu mich auf jeden fall schon auf einen neuen teil
mfg lava:cool:
MinowaySunshine
06.09.2006, 23:52
Hey, ihr zwei, schön dass ihr das leest... freue mich über jedes neue FB, werde morgen oder übermorgen den nächsten Teil fertigstellen... Bye, eure mino.
redeagle
07.09.2006, 07:46
Hi,
schön das es einen neuen Teil von deiner super FF gibt. Hab mich wahnsinnig darüber gefreut.
Der neue Teil war super. Am besten hat mir das Gespräch zwischen Rory und Lore gefallen.
Wenn er wieder aufwacht, werden wir alles dafür tun, dass es ihm besser geht. Alles dafür, dass er sich an alles erinnert und dass er wieder zu einem normalen Leben kommt. Ja?
Rory nickt und wirkt weniger verängstigt.
Ich will nur, dass er nicht leidet. Ich will nur, dass alles so wird wie früher...
Ich sehe sie verständnisvoll an.
Du liebst ihn sehr, nicht? Frage ich und bereue es sofort, ich weiß auch nicht warum.
Rory sieht mich ehrlich an. Aus tiefstem Herzen, sagt sie und ich weiß, dass es stark untertrieben ist
Wie Lore versucht Rory aufzubauen und ihr verspricht alles zu tun, damit Jess wieder ein normales Leben führen kann, das fande ich einfach rührend. Und die Liebeserklärung von Rory war einfach himmlich. Das hast du super geschrieben. :wub:
Natürlich will ich jetzt wissen wie es Jess geht und ob er wieder aufwacht. Ich freu mich auf einen neuen Teil.
GLG
Redeagle
~Loorie~
07.09.2006, 12:54
HEy hab gerade deine Geschichte
auf einmal durchgelesen und ich bin
begeistert.
Mit deiner Schreibweise ziehst du jeden in deinen Bann.
Ich bin zwar im Moment eher Sophies aber egal.
An deiner Geschichte bin ich nicht vorbei gekommen...
Schreib schnell weiter
MinowaySunshine
12.09.2006, 00:45
Hi an alle. Wollte nur sagen dass ich bis mindestens donnerstag nächster Woche, dem 21 nichts posten werde, da ich auf wohnungssuche gehe und dafür einige hundert kilometer von zu hause entfernt sein werde. Habe aber schon angefangen den neuen Teil zu schreiben und einige Ideen für die folgenden Teile...
bye, eure daniela
MinowaySunshine
25.09.2006, 11:28
So, der neue Teil ist Fertig. Hoffe es gefällt euch, viel Spass beim lesen...
Kapitel 11
Langsam öffne ich die Augen. Vor mir sehe ich die kalte Krankenhauswand, einen grün-weiß gekachelter Flur, alles in einem sterilen Ton. Ich schließe die Augen wieder. Alles tut nur noch weh. Ich denke an Mom. Wo sie wohl ist? Ich hätte sie gerne bei mir, neben mir. Sie ist nicht da, und doch fühle ich, ich spüre wie sie an mich denkt, wie sie mich in Gedanken in den Arm nimmt. In die schützenden Arme einer Mutter. Ich spüre förmlich wie sie mein Haar streichelt und mich sanft wiegt. Ich sehe ihr leises Lächeln; das Lächeln einer Mutter, die mir sagt: "Alles wird gut."
Ich fühle mich hilflos und alleine, irre durch den Krankenhausflur, warte bis alles vorbei ist, bis ich wieder die Kontrolle habe, Gewissheit, über das, was geschieht. Es ist die schrecklichste Zeit, die ich je erlebt habe, die langen Monate, die ich neben Jess' Krankenbett verbrachte mit einbezogen. Ich fürchte und zugleich wünsche ich, dass die Ärzte endlich herauskommen. Ich bin so hilflos und alleine, ich weiß gar nicht mehr wer ich überhaupt bin.
In meiner Ratlosigkeit ziehe ich mein Handy aus der Tasche und versuche Mom anzurufen, doch es geht nur der AB ran. Ich wähle Lanes Handynummer, doch es ist ausgeschaltet, und ich bin den Tränen nahe. Haben mich denn alle vergessen?
Ich stütze meine Ellenbogen auf die Knie und vergrabe das Gesicht in den Händen. Ich schluchze leise. Ich stehe erneut auf und stecke die Hände in die warme Jacke, die eigentlich Jess gehört. Ich fühle etwas im Inneren der Tasche und greife danach. Es ist ein Stück Papier, und als ich es entfalte steht dort in Jess' krakeligster Handschrift: "Wir sehen uns später... Kuss"
Ich muss bitter lächeln, denn ich weiß noch genau wann und warum er das geschrieben hat.
...................................
Ich stehe am Bahnsteig und warte. Lange. Sehr lange. Ungeduldig sehe ich auf die Uhr. Es ist acht Uhr. Ich setze mich auf eine Bank, neben einen alten Mann, der in einen eleganten schwarzen Mantel gekleidet ist. Er hält eine Pfeife in der Hand und zieht langsam daran. Ich sehe wieder nach vorne. Leute stehen auf dem Bahnsteig, dutzende. Ich höre das Lachen einiger Kinder und das Schimpfen einiger Mütter. Nervös sehe ich erneut auf die Uhr.
Sie haben es eilig, was? Der Mann neben mir hat die Pfeife aus dem Mund genommen und sieht starr nach vorne. Dennoch bin ich sicher, dass er die Frage gestellt hat.
Ja, sage ich und nicke.
Menschen haben es immer nur eilig. Sie rennen und laufen, fahren und fliegen. Früher, mein Kind, da sind die Leute höchstens auf einem Mistwagen gefahren. Heute ist alles nur noch teuer. Die Leute haben mehr Geld und geben mehr aus. Worin arbeiten Sie, wenn Sie es so eilig haben? Endlich dreht er sich zu mir um.
Ich arbeite nicht, ich studiere. Ich habe es trotzdem sehr eilig. Sage ich und sehe ihm ins Gesicht.
So? Was studieren Sie denn schönes? Er sieht mich spöttisch an, als fände er es albern. Als fände er mich albern.
Warum? frage ich und in diesem Moment kommt der Zug. Ich springe schnell auf und schon bin ich am Bahnsteig. Der Mann folgt mir ebenso schnell und ich bin erstaunt über seine Schnelligkeit.
Ich meine, wenn Sie es so eilig haben, muss das doch einen Grund haben, sagt er und folgt mir in das Abteil. Er setzt sich mir gegenüber und sieht mich fragend an.
Ich habe es nicht eilig, weil ich studiere, gestehe ich. Mein Freund lebt in New York und er hat heute eine wichtige Prüfung, und ich würde ihm gerne Glück wünschen. Und zwar persönlich.
Ich sehe ihn an und bin überrascht als er nickt. Und er scheint mit dieser Antwort völlig zufrieden. Er schweigt. Die ganze Fahrt endlang. Er sieht aus dem Fenster und zieht hin und wieder an seiner Pfeife, die in seinem schiefen Mundwinkel hängt. Ab und zu schaut er mich an und heftet seine stahlblauen Augen, mit den Furchen-tiefen Falten, in die meinen. Lange sitzen wir so da. Bis er den Mund öffnet und mich fragt, was ihm schon seit er schwieg auf der Zunge lag.
Eine Fernbeziehung ist bestimmt nicht so leicht, oder? fragt er und sieht mich ehrlich an.
Nein, das ist es nicht. Ich habe oft Angst, New York ist schließlich sehr groß. Immer wieder sitze ich vor dem Fernseher, ein Zugunfall mit 20 Toten, ein Bankraub - 4 Tote. Ich sitze da und flehe, bete zu Gott es möge nicht er sein. Und ich bin erleichtert wenn er abends anruft um mir eine Gute Nacht zu wünschen. Ich schweige, denn ich fürchte zu viel gesagt zu haben. Er nickt freundlich und lächelt.
Haben Sie keine Angst vor Konkurrenz? fragt er und ich glaube, er kann Gedanken lesen.
Ich nicke traurig. Ja. Natürlich. Davor auch. Sehr. Aber... ich vertraue ihm. Ich finde das sehr wichtig. Trotzdem... die Angst ist immer da.
Er nickt und lächelt wieder. Und er schweigt erneut. Diesmal bis zum Ende seiner Fahrt. Er steigt eine Haltestelle vor meiner aus. Er steht langsam auf und nimmt die Pfeife aus dem Mundwinkel. Er reicht mir die Hand.
Leben Sie wohl. Es hat mich gefreut. Dann schickt er sich an zu gehen. Vorher sagt er jedoch etwas, dass ich niemals vergessen werde:
Denken Sie immer daran, wenn sie Angst haben: "Was zusammen gehört wird niemand so schnell trennen." und er geht.
Ich muss lächeln. Hoffentlich ist das so.
Ich beschließe gleich zu Jess' Schule zu fahren, denn es ist schon spät, und er ist sicher schon dort. Ich steige also aus und laufe einige Blocks weiter. Die Straßen sind brechend voll. Alle Leute laufen in die gleiche Richtung. Alle außer mir. Ich werde geschubst und gedrängelt und merke, dass ein Leben in der Großstadt wirklich nicht für mich gemacht ist. So geht das eine Weile weiter und ich komme der Schule Stückchen für Stückchen näher.
Ich betrete die Schule, ein sehr großes Gebäude. Hell und steril, wie ein Krankenhaus. Vor einer Klasse, am Ende des Flures, stehen einige Schüler draußen. Unter ihnen Jess. Er sieht mich und kommt auf mich zu. Er trägt Jeans und einen Blaugrünen Sweatshirt, dass ich ihm gekauft habe.
Was tust du denn hier? fragt er doch ich habe keine Zeit zu Antworten.
Der Prüfer pfeift alle zusammen. Jess ziert sich, er will wissen, warum ich hier bin, doch ich schubse ihn ins Klassenzimmer. Durch die Fenster zum Flur hin sehe ich wie er sich setzt und zu mir sieht.
Ich öffne meinen Rucksack und hole ein Notizblock heraus. Ich schreibe "Ich wollte dir nur Glück wünschen", und halte es hoch. Durch die Jalousien sehe ich wie er mich ansieht und lächelt. Dann holt er seinen eigenen Block und kritzelt. "Wir sehen uns später... Kuss". Dann sehe ich nur noch wie er von seinem Lehrer zur Ordnung gerufen wird. Dann klappt die Jalousie zu und ich sehe ihn nicht mehr. Ich wandere langsam zum Ausgang. Als ich die Hände in die Hosentaschen stecke, spüre ich einen Schlüssel. Ich ziehe ihn heraus und es ist der Schlüssel, den Jess mir mal gegeben hat, damit ich in seine Wohnung komme. Ich gehe hinaus, die Treppe hinunter und in Richtung Jess' Wohnung. Diesmal schwimme ich mit dem Strom und niemand stößt mich. Alles ist toll. Und ich weiß; was zusammen gehört wird niemand so schnell trennen.
......................................
Ich muss lächeln. Gedankenverloren starre ich an die gegenüberliegende Krankenhauswand. Eigentlich ist alles nur noch trist und grau. Ich sehe auf das Blatt in meiner Hand. Tränen treten in meine Augen, beim Anblick von Jess' Handschrift. Ich bin nur noch verzweifelt und könnte nur noch heulen. Bei der Überlegung mir einen Kaffee zu holen, drehe ich das Blatt um. Erstaunt sehe ich darauf. Ich kriege weder Mund noch Augen wieder zu. Ebenfalls in Jess' Handschrift steht dort ein Name und eine Telefonnummer. Olivia. Wer ist Olivia? In sekundenschnelle schießen mir tausende von möglichen Antworten durch den Kopf. Ist New York vielleicht doch zu groß? Eine Mitschülerin? Eine... Am Ende hat er... Ich schüttle die Gedanken aus dem Kopf und ziehe langsam mein Handy aus der Tasche.
Hallo Süße :knuddel:
Freut mich, dass weitergeht :)
Wow, dein Schreibstil ist wirklich toll. Respekt.
Du schaffst es Gefühle auf eine Art und Weise zu vermitteln, dass man vollkommen von diesen eingenommen wird. Bei deiner Geschichte lebt man nicht nur mit, man fühlt auch mit.
Das Flashback war wieder großartig.
Denken Sie immer daran, wenn sie Angst haben: "Was zusammen gehört wird niemand so schnell trennen."
Das war so schön gesagt. Freut mich, dass er Rory so sehr ermutigen konnte damit.
Ebenfalls in Jess' Handschrift steht dort ein Name und eine Telefonnummer.
Ich bin mir sicher, dass es dafür eine logische Erklärung geben wird.
Rory sollte sich in nichts hineinsteigern, bevor sie nicht mehr weiß. Trotzdem kann ich ihre zusätzliche Angst verstehen. Mir würde es in ihrer Situation wahrscheinlich nicht anders gehen. Sie ist aufgrund Jess' Zustand nervlich beinahe am Ende. Der Glaube an ihre Liebe hat ihr Kraft gegeben und nun findet sie einen Zettel, der möglicherweise die Beziehung in Frage stellen könnte.
Das Wichtigste ist aber erst mal, dass Jess wieder gesund wird. Alles andere können sie dann klären.
Ich bin wieder richtig gespannt, wie es weiter geht und freu mich schon total auf den neuen Teil!
Bussi Selene
sunshinesmile
25.09.2006, 12:54
Wow, nach so langer Zeit geht es endlich mit den Teilen wieder voran.
Die waren natürlich toll.
Ich frag mich nur, was jetzt mit Jess los ist. Irgendetwas muss doch passiert sein, während er im Krankenhaus lag, sonst wäre Rory nicht so aufgekratzt.
Sein Zustand hat sich doch hoffentlich nicht verschlechtert.
Die Szene mit dem Mann im Zug war toll. Finde auch diesen Satz mit dem Zusammensein schön. Wird wohl so sein.
Aber Olivia? Wer soll das sein?
Denke auch wie Selene, dass es dafür eine logische Erklärung gibt. Jess sollte nur aufwachen und ihr diese Erklärung abliefern. Das wäre echt toll, sag ich dir.
Schreib schnell weiter, finde deine FF nämlich ganz toll.
kiss
sunny
MinowaySunshine
23.10.2006, 11:01
Hi, bin wieder da!
Hatte leider längere Zeit kein Internet, bin umgezogen und gehe jetzt zur Uni. Die Umstellung ist gross und meine Freizeit um einiges geringer. Werde troztdem weiterschreiben, dauert nur noch ein bisschen... Im ramen einer Woche müsste der neue Teil online sein. Danke fürs lesen, küsschen für alle, daniela :)
Hallo Süße :knuddel:
Ist schon okay, stress dich nicht :)
Bei so einer großartigen FF lohnt sich das Warten!
Bussi Selene
MinowaySunshine
02.11.2006, 20:55
Kapitel 12
Scheiße! rufe ich. Scheiße, Scheiße, Scheiße!
Welches blöde Schicksal ist das, dass es einer Mutter verbietet und sie daran hindert zu ihrem armen Kind zu fahren und es zu trösten?! Darf das sein? Was soll ich tun? Ich will jemanden prügeln, wen darf ich verklagen?
Lorelai, bleib cool. Es ist bestimmt nichts Schlimmes, versucht Luke mich zu beruhigen, doch er hat wenig Erfolg. Ich spüre wie Tränen in meine Augen steigen, und wende mich ab. Ich sehe in meterhohe Bäume und absolute Dunkelheit zwischen ihnen. Ich drehe mich nach rechts und sehe die lange Straße entlang, in die wir soeben gekommen sind. Dann sehe ich nach links und sehe die lange Straße entlang, die noch vor uns liegt. Ich drehe mich erneut zu Luke, der zur Rückseite meines Jeeps geht. Er löst das Reserverad und schleppt es nach vorne. Ich starre ihn an.
Was tust du? frage ich und gehe ihm nach.
Er sieht mich verwundert an. Wir hatten eine Reifenpanne, da sollten wir ihn doch wechseln, meinst du nicht auch? fragt er als wäre ich das kleine Dummerchen, das keine Ahnung von Autos hat. Hab ich auch nicht.
Und das kannst du? frage ich und es klingt wohl ziemlich erstaunt.
Ähm.... ja. meint er verlegen.
Wow, mache ich.
Nun geht alles sehr schnell. Luke ist wohl ein Genie, wenn es darum geht Reifen zu wechseln. Nach einer halben Stunde sind wir längst wieder auf der unbefahrenen Landstraße und flitzen dahin. Wir schweigen beide, und ich denke an Rory. Was sie wohl denkt? Dass ich sie vergessen habe? Dass ich doch nicht komme? Ohne anzurufen? Anrufen! Ich ziehe mein Handy raus und klappe es auf. Ich wähle und warte. Besetzt. Mist. Ich lege auf und versuche es noch einmal. Immer noch besetzt. Immer noch Mist. Ich versuche es noch einmal. Wieder besetzt.
Was tust du? fragt Luke und sieht zu mir.
Ich versuche Rory anzurufen, aber es ist immer besetzt. Vielleicht telefoniert sie mit Lane... Ich gebe auf und stecke das Handy weg.
Nach einer Weile fahren wir auf eine größere Straße raus, doch dort halten wir uns nicht lange auf. Nach einigen Metern Fahrt fängt der Motor an zu spucken und zu prusten, bis er ausfällt. Luke flucht. Mistkarre. Du solltest mal über ein neues Auto nachdenken! Er lässt den Wagen an den Straßenrand rollen und bremst. Er steigt aus und geht vor. Ich sehe nur noch wie die riesige Motorhaube aufgeht und er dahinter verschwindet. Ich sehe Qualm und Dampf, und ich steige aus. Ich gehe nach vorne und stelle mich neben Luke. Er hängt besorgt über dem Auto, murmelt stumme Worte vor sich hin. Dann dreht er sich zu mir um.
Wann hast du das letzte Mal einen Ölwechsel gemacht? fragt er. Ich sehe ihn an und zucke die Schultern.
Weiß nicht so genau. Das letzte Mal als ich bei Gipsy war. Das dürfte so vor ein paar Monaten gewesen sein. Glaubst du, dass es daran liegt? frage ich besorgt.
Ich weiß es nicht genau. So viel verstehe ich nun auch wieder nicht von Autos. Mistkarre! brummt er laut und knallt mit der Hand so heftig gegen das Blech, dass der Motordeckel fällt und ihm die andere Hand einklemmt. Scheiße! schreit er und zieht sie raus. Er reibt sich die Hand und flucht.
Ich gehe auf ihn zu und nehme seine Hand in meine. Lass mal sehen. Ich streiche sanft über die rote Stelle und er sieht mich an. Langsam nähern sich unsere Gesichter und er entzieht mir seine Hand um seinen Arm um mich zu legen. Ich spüre seinen warmen Atem und den leichten und sehr angenehmen Geruch seine Nähe. Gleich passiert es, denke ich, doch plötzlich schrillt mein Telefon. Wir schrecken zusammen und springen auseinander.
Ich gehe ans Telefon, bis ich merke, dass es nur eine SMS gewesen ist. Ich kann sie kaum öffnen, denn mein Akku ist am Ende. Sie ist von Rory. Doch bevor ich sie zu Ende gelesen habe, ist mein Handy aus und geht nicht mehr an.
Mist. Akku Leer, knurre ich und lasse das Handy wieder verschwinden. Was machen wir jetzt?
Laufen, würde ich sagen. Zumindest bis wir was finden, einen Taxistand, oder ein Auto, das uns mitnimmt.
Also machen wir uns auf den Weg.
Wir schweigen lange Zeit, ich denke, wir denken beide an unsere Begegnung von eben, und ob das was zu bedeuten hatte. Was, wenn Sookie Recht hat? Was, wenn wir doch füreinander bestimmt sind? Was, wenn es doch nicht nur Freundschaft zwischen uns ist. Was, wenn das alles wahr ist, was alle sagen...
Meine Füße tun so weh... jammere ich. Wir laufen jetzt schon seit über einer Stunde.
Stell dich doch nicht so an, wir laufen doch auf ebenem Boden und es geht weder bergauf noch bergab. meint Luke und sieht mich nicht einmal an.
Du läufst ja auch nicht auf Stöckelschuhen, rufe ich ihm hinterher, denn er ist mir um einige Meter voraus. Ich muss lachen, Wäre ja auch noch schöner. Vor mir tanzt ein Bild mit Luke in seinem karierten Flannelhemd und auf roten High Heals.
Soll ich dich huckepack nehmen? fragt er mürrisch und ich weiß, es ist ein Scherz.
Ja, natürlich, meinst du, du kriegst mich so hoch oder soll ich mich auf einen Meilenstein stellen? frage ich
Luke dreht sich zu mir um und sieht mich verstohlen an. Doch er dreht sich schnell wieder um, denn aus der nächsten Kreuzung kommt ein Bus geschossen. Luke rennt los, ich komme ihm kaum hinterher. Es ist sehr, sehr schwer auf Stöckelschuhen zu rennen. Es erfordert eine Art von Beweglichkeit, die ich nicht besitze. Noch bevor Luke bei dem Bus ankommt, knicke ich um und falle. Ich liege auf der Straße und fühle mich dumm. Luke hört auf zu rennen, denn der Busfahrer achtet gar nicht auf ihn. Er dreht sich zu mir um, und ich fühle mich noch dümmer, denn ich bin immer noch nicht aufgestanden.
Lorelai?! Was ist passiert? schreit er und rennt auf mich zu. Geht es dir gut? Tut dir was weh?
Ja, ich bin nur umgeknickt, Ich versuche aufzustehen, doch ein stechender Schmerz durchbohrt meinen Knöchel. Ahhh, mache ich und lasse mich wieder zu Boden fallen. Luke fängt mich auf und zieht mich wortlos hoch. Er stützt mich bis zu einer niedrigen Steinmauer direkt bei der Kreuzung. Dort setze ich mich hin.
Tut es sehr weh? fragt er und versucht meinen Schuh auszuziehen. Ich schüttle den Kopf.
Glaubst du, du kannst laufen? Oder sollen wir hier warten bis ein Bus kommt?
Ich schluchze und lasse die Schultern hängen.
Was ist? fragt Luke besorgt und geht neben mir in die Hocke.
Es ist alles so trostlos, Luke. Alles ist grau und gar nicht mehr schön. Ich habe Angst Rory zu verlieren, wenn Jess... Ich breche ab, denn es tut weh diesen Gedanken zu fassen. Wenn alles so bleibt wie es jetzt ist... wird Rory mit Sicherheit ihr Studium abbrechen... so kurz vor dem Ende hat sie keine Kraft mehr so etwas durchzustehen. Es tut mir so weh zu sehen wie sie sich Woche um Woche so quält. Sogar während den Prüfungen zu Jess fährt... Sie hat so etwas nicht verdient. Ich weiß, Jess ist Teil ihres Lebens, und sie macht es aus freien Stücken fast jeden Tag zu ihm zu fahren... trotzdem blutet mein Mutterherz, wenn ich sehe wie dünn sie geworden ist... wie blass und ausgemergelt... und zu wissen, dass ich ihr diese Last nicht abnehmen kann, macht alles noch viel schlimmer für mich. Und obwohl ich weiß dass du immer da bist, wenn ich nachts schlecht träume, weil du in deinem eigenen Schmerz wegen Jess’ Gesundheitszustand fast ertrinkst... trotzdem fühle ich mich manchmal sehr einsam und alleine gelassen. Ich habe keinen mit dem ich mein Problem teilen könnte. Rede ich mit meinen Eltern, schieben sie mir die Schuld zu und sagen, ich hätte sie niemals mit Jess zusammen lassen dürfen... Ich schweige und sehe Luke an. Er scheint ernst und betrübt über meine Worte nachzudenken. Er scheint die Worte sorgfältig zu wählen, bevor er endlich zu sprechen beginnt.
Ich habe auch Angst. Wenn ich ehrlich sein soll, habe ich mehr Angst um Rory als um Jess, Er sieht mich prüfend an und fährt fort. Ich habe nicht so viel Angst um Jess, weil ich nicht weiß, was er fühlt. Vielleicht fühlt er weder Schmerz noch Trauer oder Freude. Vielleicht schläft er einfach nur tief und fest, und das finde ich immer noch besser als das, wodurch sich Rory quält, auch wenn es hart klingt. Ich habe genau die gleiche Angst wie du, wenn auch mein Herz nicht blutet, trotzdem spüre ich einen stechenden Schmerz in der Brust, wenn ich Rorys mutlose Stimme am Telefon höre. Und ich habe Angst, dass ihre mutlose Stimme mir etwas mitteilt, dass mich und auch sie in nur noch größere Mutlosigkeit stürzen könnte. Und dann bin ich froh wenn du rein kommst, und mich ansiehst. Es freut mich, wenn du auch nur rein kommst, 'hallo!' sagst, deinen Kaffee trinkst und wieder gehst, denn nur wenn du da bist fühle ich wie sich mein Körper mit Mut und Freude auflädt, selbst wenn er das in einigen Minuten wieder verliert. Ich weiß, es ist der schlechteste Zeitpunkt, den ich aussuchen konnte... aber ich muss es irgendwann einfach loswerden... Ich... ich habe heraus gefunden, dass... ich weiß, dass ich nur mit dir, nur wenn du da bist... Mensch sein kann. Dann fühle ich mich gut. Ich fühle mich Mensch, in einer solchen Situation. Ich fühle mich als müsste ich sofort Rory anrufen, als hätte ich die Kraft ihr Mut zu schenken. Und deshalb weiß ich... ich fühle, wie sich mein Herz zusammenkrampft, wenn ich dich traurig sehe und weiß, dass ich es nicht ändern kann. Dann würde ich gerne mehr für dich da sein und alles tun damit es dir, und auch Rory, wieder besser geht.
Ich sehe ihn lange an und schweige. Diesen Gefühlsausbruch hatte ich nicht erwartet. Also tue ich das einzige, was ich für richtig halte. Ich frage die gefährlichste aller Fragen: Warum?
Er starrt mich einen Moment an und schluckt trocken. Daran merke ich, dass es ihm schwer fällt mir das zu erzählen. Weil... ja, weil... stammelt er und er sieht zu Boden. Weil ich dich liebe. Sagt er und atmet tief durch. Ich habe das Gefühl, jemand würde mich boxen, schlagen oder treten, ich weiß es nicht. Jedenfalls ist es gut, dass ich schon sitze, sonst würde ich jetzt umfallen. Ich spüre ein leises Kribbeln in meinem Bauch und trotz meiner Trauer um Rory und Jess, fühle ich mich seltsam glücklich und beflügelt, als ob ich Luke schon immer so kennen würde, wie er sich mir gerade offenbart hat. So sensibel. Gefühlvoll. Ich sehe ihn lange an. So lange, bis er anfängt nervös zu werden, und das finde ich irgendwie süß. Würdest du mir bitte den Gefallen tun und auch irgendwas sagen? sagt er und ich werde nervös. Was soll ich ihm sagen? Das ich ihn auch... Aber das weiß ich doch noch gar nicht! Ich will darüber nachdenken, mit Rory eine Pro und Contra Liste schreiben... Er sieht mich bittend, fast flehend, an, als wollte er seine Nervosität endlich ablegen.
Aber ich weiß nicht, ich will darüber nachdenken... ach, was soll’s. Ich stehe langsam auf und komme ihm ganz nah. So nah war ich Luke noch nie. Ich streiche sanft seine Wange und fühle, dass ich es einfach tun muss: ich küsse ihn. Ich begreife, was ich getan habe und stolpere von ihm weg. Ich falle beinahe hin, doch Luke hält mich und ehe ich darüber nachdenken kann, küsst er mich noch einmal. In unserem Eifer verpassen wir, dass der nächste Bus vorbei fährt, und ich verpasse die nächste Gelegenheit zu meiner Rory zu kommen und sie zu trösten, wenn sie es am meisten braucht. Und trotzdem... ich würde nirgendwo lieber sein als da, wo ich jetzt bin: bei Luke.
Hallo Süße :knuddel:
Oh nein, die beiden scheinen ja vom Pech verfolgt zu werden.
Naja, in gewisser weise hatte es ja auch etwas positives. Sie sind sich endlich näher gekommen! Das war so schön, was Luke gesagt hat!
Ich verstehe, dass Lorelai nicht sofort "Ich liebe dich." sagen kann. Liebe ist schließlich ein sehr großes Wort. Die Kussszenen waren wunderschön, der ganze Teil war es.
Ich hoffe, dass es zwischen Lorelai und Luke auch wirklich ein Happyend geben wird und natürlich, dass sie bald bei Rory sind und ihr beistehen können!
Dein Schreibstil ist wirklich spitzenmäßig! Du vermittelst die Gefühle so gut, man ist richtig mitten drinn in deiner Geschichte! Großes Kompliment!
Freu mich schon auf den neuen Teil! :freu:
Bussi Selene
PS: Ach ja, und ich liebe deinen Schlusssatz:
Und trotzdem... ich würde nirgendwo lieber sein als da, wo ich jetzt bin: bei Luke.
:wub:
phoe-nixe
03.11.2006, 11:56
Hallöchen...
Hab deine ff grade gelesen und finde sie super toll!!! Jess liegt im Koma, wie schrecklich... hoffentlich wacht er bald wieder auf!!! Und Rory... sie tut mir voll leid... :( Die Arme... wenn sie doch nur hätte hören könne, was Jess ihr zu sagen hatte... er hat doch alles gehört! Und der Brief... so so unglaublich toll! So schön!!!
Und jetzt auch noch Lorelai und Luke... sie haben sich, wie toll!!!
Dein Schreibstil ist auch toll! So gefühlvoll und beschreibend. Man kann sich alles super gut vorstellen und richtig mitfühlen!!!
Bitte schreib ganz schnell weiter und lass Jess bald aufwachen!!!
GLG, Nina
der teil war einfach toll
und balsam für die jj-fans unter uns
sie haben sich endlich geküsst*g*..das ist einfach klasse
und die beiden gefühlsaussbrüche von den beiden war einfach klasse geschrieben
vor allem hätte ich nie gedacht, dass luke mal so eine seite zeigt
aber was macht er nicht alles für seine lore
freu mich schon auf den neuen teil
mfg lava:cool:
Palaveri
04.11.2006, 17:45
Bin gerade auf deine FF gestossen. Die ist einfach supertoll! Dein Schreibstil ist toll und ich finde es eine Superidee, die verschiedenen Farben zu brauchen für die einzelnen Personen. So wie die Flashbacks, die einfach nur toll sind. Ehrlich, es gibt Szene, die sind so wunderbar beschrieben, man fühlt die Emotionen richtig!
Bin nur traurig, dass Jess immer noch in der Situation ist, aber ich bin überzeugt dass es gut kommt! Was ich sehr schön finde sind die Gefühle von Jess. Dass er jetzt so offen ist, oder wenigstens zum Teil. Und zu Rory so führsorglich ist. Hach............ist das schön :)
Bitte mach bald weiter mit deiner tollen FF. Es macht echt Spass sie zu lesen! Bist eine tolle Schreiberin!
MinowaySunshine
04.11.2006, 19:44
Hi...
Wow, finde ich es schön wieder so viele Leser zu haben...
@phoe-nixe: freut mich dass es dir gefällt, hoffe dass das auch weiterhin so bleibt.
@Palaveri: Das gleiche gilt auch für dich, freue mich über jedes weitere FB von euch.
@Lava: Du hast recht, Balsam für das JJ-Herz. Freue mich auch dass es dir nach so vielen Monaten immer noch gefällt.
@Selene:
Dein Schreibstil ist wirklich spitzenmäßig! Du vermittelst die Gefühle so gut, man ist richtig mitten drinn in deiner Geschichte! Großes Kompliment!
Freu mich schon auf den neuen Teil! :freu:
Muss alle Komplimente von mir abprallen lassen uns sie zu dir zurückspiegeln.
Trotzdem muss ich euch sagen, und es tut mir sehr leid, dass das Ende dieser FF naht, und dass es nur noch zwei, höchstens drei Teile geben wird. Hoffe dass ihr mich bis dahin trotz allem mit FB zu donnert... ich will wissen was ihr zu den Teilen sagt... also, muss jetzt aufhören, der neue Teil kommt folgt in Kürze (zwei bis drei Tagen, hoffentlich)
Bye, eure daniela.
Palaveri
04.11.2006, 20:27
Ach, ich habe mir eigentlich schon gedacht, dass das Ende immer etwas näher rückt. Aber das find ich nicht schlimm. Hoffe es gibt ein tolles Ende und du schreibst die letzten Teile so gut wie die vorherigen! Mach weiter so auf jeden Fall. Und ich freue mich schon auf den nächsten Teil!
MinowaySunshine
08.11.2006, 23:24
Neuer Teil ist fertig... ist kürzer als die vorherigen... hoffe es gefällt euch trotzdem... bin gespannt auf euer FB. Viel Spass beim lesen.
Kapitel 13
Ich weiß nicht mehr wo oben und wo unten ist. Ich halte mein Handy in der Hand, habe noch nicht einmal mehr aufgelegt. Ich starre die Wand an und weiß nicht, was ich noch tun soll. Mom geht nicht ans Telefon und ich bin nur noch verzweifelt. Seit fünf Stunden sitze ich nun schon hier auf dem Flur. Man sagte mir, ich solle warten. Ich will doch nur wissen, wie es Jess geht! Will doch nur bei ihm sein. Warum hindert man mich daran? Ich starre mein Telefon an, dann komme ich zur Besinnung und schallte es aus.
Ich habe gerade telefoniert. Mit Olivia. Sie fragte mich, ob das ein kranker Scherz sei und ich war vollkommen aufgelöst. Als ich ihr erklärte, warum ich anrief, war sie sehr schweigsam. Und sehr nett. Sie sagte, sie würde hier in der Nähe wohnen, und sie wäre gleich da, sie müsste sowieso noch einmal hierher. Was sie damit meinte, ist mir unklar. Ob sie von Jess' Zustand weiß? Ich wollte sie eigentlich nur fragen, was sie mit Jess zu tun hat. Ich befürchtete das Schlimmste und hätte sie beinahe angeschrieen. Das Problem war, dass sie so nett schien. Jedenfalls ist sie unterwegs, doch das beruhigt mich auf keinen Fall.
Während ich erneut versuche Mom anzurufen, halte ich noch immer den Zettel in der Hand. Meine Lippen zittern, ich bin kurz davor zu weinen. Alles ist nur noch schlimm, ich halte es kaum noch aus. Als ich mich entschließe endlich aufzustehen und einfach in Jess' Zimmer hineinzuplatzen, weckt mich eine Stimme aus meinem Wahn.
Rory Gilmore?
Ich sehe auf. Vor mir steht eine junge Frau, nicht viel älter als ich. Sie ist von dunkler Hautfarbe und ich beneide ihre Schönheit vom ersten Moment an. Ihre Stimme ist weich und zart und ihr schwarzes Haar steht kraus in alle Richtungen. Ich starre sie an. Wer ist sie?
Ja? bringe ich heraus.
Ich bin Olivia Kane. Wir haben telefoniert. Sagt sie.
Oh, ja! Klar, setzen Sie sich, wie dumm von mir... ich war so in Gedanken... stammele ich und deute auf den Stuhl neben mir. Sie macht ihren Mantel auf und zieht ihn aus. Erst jetzt sehe ich es: sie ist schwanger. Augenblicklich schießen mir tausende Gedanken durch den Kopf.
Hat Jess etwas damit zu tun? Nein, nein Rory, mach dich nicht verrückt. Weißt du noch? Du vertraust Jess. Er würde dir nie so etwas antun.
Ähm... stammele ich verlegen und merke, dass ich die ganze Zeit auf ihren Bauch starre. Sie bemerkt das auch.
Oh, sagt sie. Das ist Ben. Wegen ihm musste ich sowieso hierher. Er strampelt wie verrückt, lässt mich einfach nicht schlafen... Sie lächelt, scheint nicht zu merken, wie aufgeregt ich bin. Unüberlegt sage ich etwas um herauszufinden, wer der dritte zu diesem Paar ist.
Und wo ist der Vater? Ich meine, bei so einer Untersuchung sollte er doch dabei sein, oder? Augenblicklich fühle ich mich gemein, hinterhältig und mies. Wie kann ich nur so etwas fragen?
Olivias Lächeln verblasst und sie wirkt plötzlich sehr traurig.
Er... er ist vor ein paar Monaten... er ist tot. Sie beginnt zu schluchzen. Ich fühle mich noch schrecklicher und lege meinen Arm um ihre Schultern. Ich versuche es zu verdrängen so gut es geht. Ich hätte es so gerne gehabt, dass mein Sohn mit Vater und Mutter aufwächst. Er hat noch einen Sohn, ein lustiger kleiner Kerl. Ich mag ihn so gerne, aber seine Mutter lässt ihn mich nicht sehen. Ich meine, klar, ich habe ja nichts mit ihm zu tun. Aber sie wollte auch nicht, dass er ihn sieht. Sie scheint der Teufel in Person zu sein. So hat er sie mir immer beschrieben. Ihre Tränen sind getrocknet, sie wischt sich über das Gesicht und sieht mich erwartungsvoll an. Warum bist du hier?
Ich sehe zu der Tür zu Jess' Zimmer. Ich... ähm... ich sitze schon seit fünf Stunden hier und keiner sagt mir, was los ist. Meine Stimme wird schwach und ich spüre wie Tränen über mein Gesicht fließen. Seit Monaten komme ich fast jeden Tag hier her. Ich sitze an seinem Bett und rede mit ihm, dabei kann mir kein Mensch sagen, ob er mich überhaupt hören kann. Jeden Abend bete ich, dass mich am nächsten Morgen jemand anruft und mir sagt, dass er endlich aufgewacht ist. Aber mein Telefon klingelt nur wenn meine Mitbewohnerinnen einen Anruf erwarten. Und selbst wenn er mich ruft, dann auch nicht über mein Handy. Für mich ist alles nur noch schrecklich grau und trist. Ich habe kaum mehr einen Grund zu lächeln, meine Mundwinkel kennen das gar nicht mehr. Ich schweige, denn ich fürchte genug geredet zu haben. Olivia sieht mich voller Trauer an. Ich hoffe, dass Mom bald kommt. Selbst wenn jetzt ein Arzt kommt und mir endlich sagt, was los ist, wünsche ich erst Mom hierher. Ich sehe Olivia an und fühle mich plötzlich schuldig. Ich habe sie hierher geholt und nun sitzt sie da und weiß nicht mal warum. Ich beginne zu zittern, denn ich weiß, dass ich ihr eine Erklärung schuldig bin.
Ich... muss dir was beichten, denke ich... murmele ich vor mich hin und sehe sie mit feuchten Augen an. Sie sieht mich mit erwartungsvollem Blick und unglaublich trockenen Augen an und zieht die Stirn kraus. Ich habe dich eigentlich nur angerufen... weil ich deine Nummer in Jess Jacke gefunden habe. Abgesehen von der Nervosität, die in mir ist... war es auch ein wenig von meiner Neugierde, die mich trieb dich anzurufen. Ich meine... mein Freund liegt im Koma und ich finde die Telefonnummer einer Frau in seiner Jackentasche. Einer Frau, die ich nicht kenne. Ich denke, ich wollte wissen, wer du bist... und... Ich schweige, den Rest kann ich einfach nicht aussprechen.
Du meintest, ich hätte was mit Jess gehabt? fragt sie.
Es tut mir leid... Normalerweise bin ich nicht so... Ich spüre, wie ich gleich wieder anfange zu weinen, diesmal aus Schamgefühl.
Ist schon okay. Aber ich hatte nie etwas mit Jess. Ihm verdanke ich Ben, aber nicht in diesem Sinn. Wir haben uns hier in New York kennen gelernt. Wir gingen in die gleiche Klasse. Irgendwann fragte er mich, ob ich ihm Nachhilfe geben könnte. Nein, eigentlich war es nicht direkt Nachhilfe. Er hatte etwas nicht verstanden und fragte, ob ich es ihm nicht erklären könnte. Ich hatte keine Zeit, deswegen verabredeten wir uns bei ihm zu hause. Wir haben sehr lange geredet, eigentlich hat er das, was ich ihm erklärt habe, sehr schnell kapiert gehabt. Irgendwann fragte ich ihn, ob er alleine in dieser großen Wohnung wohnen würde. Dann erzählte er mir, dass er mit seinem besten Freund Jason zusammen wohnte. Er erzählte mir von dir, und dass er gerne mit dir zusammen ziehen würde. Er schwärmte von dir, die ganze Zeit lang und sagte etwas, das ich nie vergessen werde. Und wenn es nur eine Frau auf dieser Erde geben würde, und wäre sie die Schönheitskönigin schlechthin... sie wäre nicht annähernd so schön wie Rory es ist. Und ich würde auf alles verzichten, auf alles, was ich habe, wenn ich nur bei ihr sein dürfte. Ich war so hin und weg, dass ich beinahe geheult hätte. Sie schweigt eine Weile. Ich bin sprachlos. Ich kann nicht glauben dass Jess das gesagt haben soll, dennoch... mir läuft ein Schauer über den Rücken und mit treten Tränen in die Augen.
Dann kam Jason... und ich war sofort Feuer und Flamme. Er kam mir vor wie dieser typische Schöne, den jeder anhimmelt und der sich nichts daraus macht, was andere denken. Und genau das war er auch. Na ja... zwischen uns entwickelte sich schnell etwas. Vor seinem Unfall waren wir fast ein Jahr zusammen. Wir hatten große Pläne. Wir wollten zusammen ziehen und einen Musikladen eröffnen. Aber jetzt ist alles zu spät. Alles, was jetzt noch kommt ist zwar gut... aber es wäre tausendmal besser, wäre er noch am Leben. Ich vermisse ihn. Tränen laufen über ihr Gesicht und ich bin auch kurz davor noch einmal in Tränen auszubrechen. Ich umarme sie und sie schluchzt drauflos.
Ich schaue zur Tür und sehe wie Mom, von Luke getragen, hereinkommt. Ich sehe fassungslos zu ihnen. Was ist passiert? Mom hat ihr Gesicht vom Schmerz verzogen, und sie kommen auf uns zu.
Mom! Was ist passiert? Luke!
Nicht so schlimm, ich bin nur gestolpert. Was ist mit dir, ist alles in Ordnung?
Luke setzt Mom ab und kommt zu mir. Ich löse mich aus Olivias Armen und falle ihm um den Hals. Sie lassen mich nicht zu ihm... ich sitze schon seit sechs Stunden hier und darf nicht rein. Dr. Welling sagte, ich solle warten... aber... Ich schluchze.
Olivia und Mom sehen mich mitleidig an und Luke drückt mich einfach nur fest an seine Brust. Es ist das Beste, was er hätte tun können. Und in diesem Moment öffnet sich die Tür und Dr. Welling kommt heraus.
phoe-nixe
08.11.2006, 23:39
Oh mein Gott...
Ein toller neuer Teil... wieder mal Gefühle im Überfluss und alles so toll beschrieben! Was Jess da zu Olivia gesagt hat... hach, ist er nicht ein kleiner verkappter Romantiker?! ;) Sooo süß!
Dass Rory im ersten Moment denkt dass er was mit ihr hat wenn sie ihre Telefonnummer bei ihm findet ist ja auch verständlich, aber sie hat Olivia ja nicht dumm angemacht oder so, sie hat sie ja nur gefragt wer sie ist und woher sie Jess kennt.
Ich denke sie ist nett! Und Jason ist der Vater ihres ungeborenen Kindes... mein Gott, deine Story ist echt total dramatisch, wow!!! Tolle Idee!
Ich hoffe du machst schnell weiter, will dass Jess endlich aufwacht! Hoffentlich hat Dr. Welling gute Neuigkeiten!!!
GGGGLG, Nina
Palaveri
09.11.2006, 10:50
Nein!!
Hör ja nie, nie wieder in einem solchen Moment auf!! Ach, deine FF ist einfach toll! Bin ganz traurig, dass Jess im Koma liegt, aber ich hoffe es geht langsam aber sicher aufwärts. Und was er da zu Olivia gesagt hat, das ist einfach uuunglaublich schön!
Freue mich auf den nächsten Teil!
Hallo Süße :knuddel:
Tut mir leid, konnte nicht früher Feedback geben.
Ich weiß aber ehrlich gesagt auch nicht, was ich sagen soll, weil ich noch immer sprachlos bin. Der neue Teil war unglaublich, so wunderbar emotional geschrieben! Ich liebe deine Art zu schreiben! Du ziehst mich von Kapitel zu Kapitel immer wieder in deinen Bann. Ich würde am liebsten immer gleich weiterlesen.
Du schilderst die Situationen so realistisch, nichts wirkt gestellt oder unklar. Deine Charaktere sind authentisch und 100%ig charaktergetreu.
Jason war also Olivias Freund und ist der Vater ihres Kindes...sie tut mir so leid, dass sie so ein schweres Schicksal erleiden musste! Ich könnte mir vorstellen, dass aus ihr und Rory noch sehr gute Freundinnen werden und sie sich gegenseitig stützen.
Und wenn es nur eine Frau auf dieser Erde geben würde, und wäre sie die Schönheitskönigin schlechthin... sie wäre nicht annähernd so schön wie Rory es ist. Und ich würde auf alles verzichten, auf alles, was ich habe, wenn ich nur bei ihr sein dürfte.
Wow...das war wunderschön!
Und in diesem Moment öffnet sich die Tür und Dr. Welling kommt heraus.
So einen Cliffhanger hab ich ja eigentlich schon befürchtet, trotzdem war er ein Schock.
Ich hoffe, dass der Arzt gute Neuigkeiten hat.
Freu mich auf den neuen Teil!
Bussi Selene
MinowaySunshine
12.11.2006, 21:35
Hey... Sorry, werde in nächster Zeit wenig zeit zu schreiben haben, poste den neuen Teil aber bestimt bis anfang nächster Woche (also bis zum 20 hin)... danke fürs lesen... bye, bye, eure daniela ;)
sry dass ich erst jetzt fb gebe...aber ich habe es die woche immer wieder total verpennt
ich will endlich wissen was mit jess los ist
und diese olivia ist irgendwie sympathisch...ich habe aber auch im ersten moment gedacht gehabt, dass das baby von jess sein könnte
aber zum glück ist es ja nicht so*puh*
und dann der spruch von jess über rory ist einfach wunderschön
habe ich schon mal erwähnt, dass ich cliffhanger hasse?
freu mich aber schon auf den neuen teil
mfg lava:cool:
MinowaySunshine
04.12.2006, 21:31
So. Nun ist er fertig. Der neue und endgültige Endteil. Abschiedsgesülze und co. gibs am Ende. Wünsche euch viel Spass beim lesen und mir viel FB.
Kapitel 14
Ich fühle mich schwach. Trotzdem ist mein Geist wach und wohlauf. Als könnte ich mich entschließen mich umzudrehen, doch mein Körper gehorcht mir nicht. Ich fühle den Kampf, den mein Körper führt. Ich weiß eigentlich nicht recht, was ich wirklich will, so fühlt es sich an. Wie ein Schachspiel. Alles dreht sich. Und eine Stimme redet mit mir. Sie ist tief, dunkel, und ich weiß, sie ist nicht von dieser Welt.
Jess... haucht es, und mir ist als würde mich etwas berühren. Jess...
Was willst du von mir? frage ich, bekomme jedoch keinen Ton heraus.
Dich... ich will nur dich... und ich weiß, wer mit mir spricht. Es ist der Tod, der mich zwischen den Zeilen lesen lässt.
Du weißt, ich kann noch nicht gehen... ich habe hier noch einiges zu erledigen. Sage ich und wundere mich über meinen eigenen Mut. Es ist wie ein Windstoss, der meinen Namen ruft. Er haucht ihn vor sich hin und ich fühle wie ich mich von meiner Welt, von Rory entferne. Nein! Rufe ich und versuche verzweifelt mich an etwas festzuhalten. Lass mich hier... ich kann sie nicht alleine lassen... lass mich bitte hier! Ich fühle wie sich der Windstoss löst und ein Schatten vor mir auftaucht.
Ich stehe auf. Dr. Welling kommt direkt auf mich zu.
Was ist? rufe ich. Kann ich jetzt endlich zu ihm? Was ist mit ihm?
Dr. Welling sieht mich aus ernsten Augen an. Ich sehe ihm an, dass etwas nicht stimmt. Er schüttelt den Kopf. Nein, noch nicht.
Ich starre ihn an. Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll, doch meine Wut sprudelt nur so heraus. Was? frage ich entsetzt. Sie lassen mich also ganze sechs Stunden auf dem Gang warten und sagen mir jetzt, dass ich nicht zu ihm kann? Hören Sie, mein Freund liegt da drinnen, seit vier Monaten im Koma. Ich sitze seit fast vier Monaten hier auf dem Gang, Tag ein Tag aus. Und niemand sagt mir was los ist.
Dr. Welling sieht mich an und ich weiß nicht was ich denken soll. Er sieht aus als würde er gleich anfangen zu weinen, dennoch zeichnet sich eine beruhigende Stimmung auf seinem Gesicht ab. In diesem Moment, wie um den Arzt zu retten, öffnet sich die Zimmertür und eine Schwester guckt heraus. Sie wirkt ruhig, doch ich weiß, sie tut nur so.
Dr., könnten Sie einen Augenblick hereinkommen? fragt sie höflich.
Ich komme gleicht, sagt er zu ihr gewandt. Er dreht sich um, sieht mich entschuldigend an und geht.
Entmutigt bleibe ich stehen. Ich fühle mich alleine, trotz der Anwesenheit von Mom, Luke und Olivia.
Ich weiß nicht was mit ihm ist, Dr. Die Schwester berührt Jess' Stirn. Er hat kein Fieber, aber sein Herzschlag rast und sein Atem genauso. Sie sieht Dr. Welling an. Er greift sein Lämpchen aus der Brusttasche und öffnet Jess' Augen. Er leuchtet hinein und hält inne. Er schaltet das Lämpchen aus und steckt es zurück in die Tasche. Viel können wir nicht für ihn tun, Inga.
Die junge Krankenschwester, gerade erst eingestellt, versteht nicht, was er ihr sagen will. Wie meinen Sie das? Er... stirbt? fragt sie voller Angst. Dr. Welling lächelt. Im Gegenteil. Er kämpft. Heute Morgen noch, waren seine Augenbewegungen noch stark abgeschwächt. Nun reagiert er auf Licht und auch auf Berührungen, Schmerz, vermutlich. Würden wir ihn mit einer Nadel pieken, würde er zusammen zucken. Es gibt Dinge, die kann selbst ein Arzt nicht erklären, Inga. Ich habe inzwischen viele Erfahrungen mit Koma-Patienten sammeln können, und dieser Zustand ist typisch für das Ende seines Zustandes. Wir können eigentlich gar nichts tun als aufpassen und abwarten. Ich weiß nicht, mit wem oder was er kämpft... aber er tut es um sein Leben...
Inga starrt ihren Vorgesetzten an wie einen Geist. Und was soll ich seiner Freundin sagen?
Dr. Welling sieht Jess an. Am besten noch gar nichts.
Aber Dr. Sie sorgt sich so. Sie sitzt seit Stunden da draußen und wüsste gerne, was passiert ist. Inga schaut zur Tür.
Wollen Sie ihr vielleicht weismachen dass ihr Freund in einem Bett liegt und um sein Leben kämpft?
Inga schweigt und senkt den Kopf.
Ein kalter Schauer huscht mir über den Rücken, als sich mein Gegenüber zu erkennen gibt. Der Schatten, der mich soeben noch einzuschüchtern versuchte, wendet sich nun und ich sehe in ein gesichtloses Etwas. Jess... haucht er erneut. Ich lasse dich nicht entscheiden... ich nehme dich mit, oder ich lasse dich hier, aber die Entscheidung liegt ganz bei mir. Dich lasse ich nur kämpfen. Entweder erfolgreich, oder nicht.
Ich habe Angst. Ich würde gerne Rorys Nähe spüren. Ihr nah sein. Was muss ich tun? frage ich.
Mein Gegenüber fuchtelt mit seiner schattigen Hand. Aus dem Nichts erscheinen zwei Stühle und ein Tisch. Auf dem Tisch liegen ein Schachbrett und Spielfiguren. Er deutet mir mich zu setzen.
Der Tod spielt Schach. Ich setze mich also und warte, was er vorhat. Du spielst mit mir Schach? Warum ausgerechnet das? Ich sehe meinen weißen König jetzt schon am Boden liegen.
Weil du so schlecht darin bist. sagt er und ich erahne ein Grinsen hinter seiner gruseligen Maske aus schwarzem Dampf und Rauch. Aber du spielst nicht gegen mich. Du spielst mit mir. Ich weiß nicht, was er meint.
Was meinst du damit? frage ich und starre ihn an.
Sein Grinsen wird breiter. Du spielst gegen den Menschen, den du am meisten liebst. Gewinnst du, kannst du gehen und ich belästige dich erst in einigen Jahrzehnten wieder. Verlierst du, so nehme ich dich mit, und mit dir, ihr Lachen. Wie aus weiter ferne höre ich ein Lachen, wie ich es seit Monaten nicht mehr gehört habe: Rorys Lachen. Mein Gegenüber dreht sich weg, und als er sich mir wieder zuwendet, steht da Rory. Sie sieht mich an, doch sie sieht mich nicht. Sie setzt sich und deutet mir anzufangen. Mein Mund trocknet aus und ich würde gerne weinen, doch das ist hier wohl nicht möglich. Ich sehe sie weiterhin an. Was habe ich nur aus ihr gemacht? Sie war so lebensfroh und glücklich. Und ich habe sie in eine melancholische, traurige Gestalt verwandelt.
This time, This place
Misused, Mistakes
Too long, Too late
Who was I to make you wait
Just one chance
Just one breath
Just in case there's just one left
Meine Königin ist in Gefahr, mein Läufer und mein Turm... Rory weiß nicht um was es geht, ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob es wirklich Rory ist... Ihre Schönheit ist so umwerfend und ihr Glaube an das, was wird ist so wahnsinnig groß. Ich will gewinnen, nur dieses eine Mal. Ich will zurück zu ihr, ihr das geben, was sie verdient. Ein Zuhause und ein schönes Leben. Ein großes Herz und Glück.
I wanted
I wanted you to stay
'Cause I needed
I need to hear you say
That I love you
I have loved you all along
And I forgive you
For being away for far too long
So keep breathing
'Cause I'm not leaving you anymore
Believe it
Hold on to me and, never let me go
Es steht schlecht um mich. Mein König ist ständig und ununterbrochen in Gefahr. Ich muss eine Art und Weise finden sie zu schlagen. Ich weiß, es ist nicht Rory, doch die Strategie, mit der sie spielt, ist die ihre. Das merke ich erst jetzt. Ihr König steht umringt von Bauern auf dem Feld. Ich habe ihr schon die nützlichsten Figuren genommen. Was sie noch hat ist ein Turm und ein Springer. Ich muss versuchen aus der Defensive zu kommen. Ich muss in die Offensive gehen. Langsam schiebe ich meinen letzten Läufer vor und lasse ihren Turm in einer schlechten Position. Sie zieht ihn zurück und merkt nicht, was sie tut.
'Cause you know,
you know, you know
That I love you
I have loved you all along
And I miss you
Been far away for far too long
I keep dreaming you'll be with me
and you'll never go
Stop breathing if
I don't see you anymore
Mein Läufer hat Bahnfrei. Ich könnte sie umstoßen und gewinnen. Ob das Wort, das man mir gab, richtig war? Darf ich gehen, wenn ich gewinne? Kann ich vertrauen? Ich sehe sie an. Sie ist so unglaublich schön. Ich würde alles tun, könnte ich sie nur einmal in den Arm nehmen. Ihre Augen starren mich an und ich sehe den Verlust in ihrem Blick. Sie weiß, es ist vorbei.
Verzeih mir, ich liebe dich so sehr...
Schach Matt. sage ich laut.
Rory verwandelt sich zurück in meinen rauchigen Tod. Das Grinsen ist verschwunden, seine Züge sind ernst.
Du hast gewonnen. Ich weiß nicht wie, aber ich halte mein Versprechen. Du bist frei zu gehen. Bist du sicher?
Ich sehe ihn an und nicke. Ich war noch nie so sicher.
Er nickt. Schade. Du wirst dich vermutlich so schnell nicht mehr an mich erinnern. Und das ist auch gut so. Ich werde wiederkommen. Irgendwann. Und du weißt es. Du wirst mich erwarten, wenn es so weit ist.
Ich sehe ihn an und mir ist, als wäre er ein Freund, den ich zu verabschieden habe. Und seine Spielregeln sind sauber, sein Spiel ist rein. Ich werde dich erwarten, wenn ich meine Zeit gekommen sehe. Leb wohl.
Er dreht sich um und geht. Ich fühle mich müde und schwach. Dennoch siegreich. Und ich weiß, warum ich gewonnen habe: Im Schach ist Rory noch schlechter als ich. Mir ist, als wäre alles wie früher. Ich erwache allmählich. Schrecke aus meinen meilenlangen Alptraum.
Und ich öffne die Augen. Ich muss blinzeln, meine Augen zu Schlitzen formen, denn ich werde geblendet von dem strahlenden Sonnenlicht, das das Zimmer flutet. Ich weiß ganz genau, die Gardinen sind zu gezogen, doch meine Augen sind so viel Licht nach so langer Zeit einfach nicht mehr gewohnt. Vor mir sitzt Rorys glänzende Schönheit, in tiefe Trauer gewickelt und starrt zu Boden. Ich denke wieder darüber nach, was ich ihr alles angetan habe. Sie ist so traurig und melancholisch geworden. Ich würde gerne ihre Wange streicheln, doch mein Körper braucht ein bisschen, bis er den Befehl halbwegs umsetzen kann und ich meine Hand ein bisschen bewege.
Rory starrt erschrocken meinen Körper an. Sie ist es nicht mehr gewohnt, dass ich mich bewege. Sie dreht sich um und spricht.
Er... er bewegt sich! ihre Stimme zittert, und ich höre ihre Freude, die sie noch nicht rauslassen kann.
Ich sagte ihnen bereits, er wacht allmählich auf. Er braucht wahrscheinlich noch etwas Zeit um sich an alles zu erinnern, um sich zu orientieren und um Sie wieder zu erkennen. Erschrecken Sie nicht, sollte er fragen, wer Sie sind.
Rory sieht zu Boden und ihre Freude schürt sich wie ein Lagerfeuer im Regen. Dann findet sie den Mut mich anzusehen und ist erstaunt. Ich sehe sie zwar müde, aber aus relativ wachen Augen an. Zumindest versuche ich es. Sie lächelt, und ich weiß ganz genau, dass sie sich nicht traut mich zu umarmen. Dennoch tut sie es dann. Ich könnte heulen, denn jetzt bin ich wieder halbwegs ich selbst. Und ich weiß, alles wird gut. Denn sie ist alles, was ich brauche.
FÜNF JAHRE SPÄTER
Mami, Mami! Wann kommt Jason?! Das kleine Mädchen spielt auf dem Teppich, als es sich umdreht. Seine Mutter sitzt am Schreibtisch und tippt einen langen Artikel in ihren Computer ein.
Bald, mein Schatz. Antwortet sie und lächelt ihr zu. Sie lehnt sich zurück um das Kind besser sehen zu können und hält inne. Wie groß sie doch geworden ist. Ihre blonden Locken fallen leicht über ihre Schultern und Rory fragt sich, woher sie die wohl hat. Das leichte Sommerkleidchen liegt sanft auf dem Boden auf. Das mit Sommersprossen bedeckte Gesicht wendet sich plötzlich zur Tür, als sich diese öffnet. Daddy, Daddy! ruft die Kleine.
Hallo, meine Große! Wo ist denn deine Mutter? fragt er und hebt die Kleine auf seinen Arm.
Im Wohnzimmer, erklärt sie. Daddy, wann kommt Jason? Versucht sie es noch einmal.
Jess lächelt, als er Rory sieht. Bald, Emily. Bald.
Er kommt auf Rory zu und küsst sie sanft. Was tust du? Fragt er.
Ich tippe einen Artikel ab, antwortet sie.
Du arbeitest! rief Jess empört. Du sollst dich ausruhen, hat der Arzt gesagt!
Rory sieht ihn verlegen an. Aber ich kann mich doch nicht ausruhen, wenn er so strampelt! Sie steht auf und umarmt Jess. Er sieht sie an und seufzt.
Wie war's? fragt sie und lächelt.
Ach, ganz gut. Olivia hat einen Rekordumsatz gemacht.
Rory lächelt. Das sind die Leute, die schon mal für Weihnachten einkaufen.
Jess sieht sie verwundert an. Machst du Scherze? Wir haben Mitte Juli!
Rory nickt. Ich weiß. Das war ein Scherz.
Emily, die schon wieder auf dem Boden stand, zupft an Rorys Oberteil. Mami, wann kommt denn Jason?
Rory sieht die Kleine an. Bald, Emily.
Wann ist denn bald? Fragt das Mädchen
Rory denkt nach. Bald heißt, dass es nicht mehr lange dauert.
Emily nickt. Ahh. Und wann kommt Ben?
Diesmal antwortet Jess. Er sieht auf die Uhr. In einer halben Stunde. Hast du Hunger? Wir haben noch Zeit etwas zu essen, bevor er kommt.
Emily hüpft um Jess herum. Au ja! Würstchen mit Pommes! Hamburger und Pizza, ich komme!
Jess sieht Rory an. Das hat sie von dir.
Was meinst du?
Jess lächelt. Wenn sie nach mir käme, würde sie nicht nach Fast Food schreien. Er küsst Rory noch einmal, schlingt seinen Arm um sie und gemeinsam gehen sie in die Küche. Jess macht Emily etwas zu essen. Rory bleibt im Türrahmen stehen und streicht sich über den Bauch. Bald, Jason, bald. murmelt sie, und empfängt erneut einen Tritt ihres ungeborenen Sohnes.
ENDE
So. Nun ist es vollbracht. Nun ist die Geschichte zu ihrem Ende gekommen. Ich hoffe es ist ein gutes Ende. Es ist immerhin das beste was ich finden konnte. Nicht ganz Dark, aber es kann ja nicht alles so sein. Gönnen wir doch Rory und Jess auch ihr kleines persönliches Glück.
Sie haben es sich redlich verdient. Immerhin sind sie diesen ganzen weiten Weg mit mir gegangen, haben mich Dinge erfahren und lernen lassen, die ich nicht wusste, nie erlernte. Dinge die wichtig sind, lebenswichtig. Sie haben mich gelehrt geduldiger zu sein, meinen Schreibstil als eine Waffe zu sehen, als ein Element mit dem ich kämpfen, mich verteidigen kann. Etwas von dem ich eventuell auch leben könnte... denn mit etwas mehr erfahrung und glaube ist alles möglich.
Es hat lange gedauert, nun ist es aber zu Ende, und es tut mir weh. Zu wissen dass Rory und Jess ihren Platz gefunden haben, dass ich so schnell nicht mehr über sie schreiben werde. Und dennoch... es ist okay.
Ich möchte euch für das treue lesen danken. Wenn auch mit langen Unterbrechungen und Episoden in denen ich nicht schrieb, wart ihr mir treu, habt weitergelesen als ich endlich wieder so weit war.
Besonder Dank geht an Selene, die mich ermuttigte weiter zu schreiben als für Rory und Jess alles schwarz stand, als ich kaum noch Lust hatte weiterzumachen.
Oh, Gott, wie schnullzig, es ist ja nicht so als hätte ich die Charas erfunden!!! Ich hör jetzt auf, bevor ich anfange zu flennen. *gg* ;)
Verzeiht wenn ich alles so in die länge ziehe...
Bye, danke und viel Glück.
ich kann es nicht fassen...du hast die ff wirklich beendet
ich muss sagen, dass mir der letzte irgendwie am besten gefallen hat
vor allem die szene mit jess und dem schach spielen
das ist irgendwie echt genial geschrieben...und ich finde die idee auch irgendwie richtig genial
und dann noch das ende...das ist einfach toll
die beiden haben eine tochter und kriegen noch einen sohn..das ist einfach toll
die ff war einfach spitzenklasse...dein schreibstil ist auch einfach toll
freu mich schon darauf wieder etwas von dir lesen zu können
mfg lava:cool:
Hallo Süße :knuddel:
Ich sitze leider noch immer an meiner Arbeit, die morgen (heute) Nacht fertig werden sollte.
Da ich dir aber nicht irgendwas schreiben möchte, werd ich dir erst FB (dafür ausführliches) geben, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe, also am Donnerstag :)
Eins sei aufjedenfall schon mal gesagt: Ich liebe deine FF!
Bis bald, bussi Selene
phoe-nixe
07.12.2006, 00:54
WOOOOW!!!
Ich fand den Teil sowas von klasse!!! Er verhandelt mit dem Tod ob er schon sterben wird oder nicht und spielt dann Schach um die Entscheidung! Super Idee!
Und JUHUUUUUUUUUUUUUUUUU er ist wieder wach!!! :) Super super super! Bin schon total gespannt wies weiter geht!!!
GLG, Nina
Palaveri
07.12.2006, 10:13
Wow, was für ein Ende.
Ich finde du hast super geschrieben! Schon die ganze FF durch hat es mir gefallen, und der Schlussteil war echt speziell. Vor allem eben, die Idee mit dem Schachspiel...die war super.
Und das Ende...ist wunderbar. Endlich sind sie wieder zusammen :) Und haben bald 2 Kinder! Yeah!
Also, gut gemacht und ich werde deine FF schon vermissen :)
Hallo meine Süße :knuddel:
Endlich komme ich dazu, dir dein wohlverdientes FB zu geben.
Es tut mir nochmals wirklich leid, aber ich hatte so viel Stress, erst jetzt ist es etwas weniger geworden.
Der neue und endgültige Endteil
Solche Sätze stimmen mich immer traurig. Schon wieder ist eine wunderbare FF zu Ende gegangen. Ich hoffe, dass du noch viele Geschichten verfassen wirst. Denn du besitzt ein wirkliches Schreibtalent und hast auch sehr gute Ideen. Ich werde aufjedenfall alle Geschichten lesen, die du schreiben wirst!
Ich fühle mich schwach. Trotzdem ist mein Geist wach und wohlauf. Als könnte ich mich entschließen mich umzudrehen, doch mein Körper gehorcht mir nicht. Ich fühle den Kampf, den mein Körper führt.
Wahnsinn! Du ziehst einen schon mit den ersten Worten in einen unglaublichen Bann. Wollte man deiner Geschichte entfliehen (das will man natürlich nicht), man könnte es nicht. Du gehörst zu den wenigen Autoren, welche es schaffen, dass ich der Realität vollkommen entschwinde, in deine Zeilen eintauche. Die Charaktere nicht nur vor mir sehe, sondern auch ihre Gefühle spüre. Du hast sie mit so viel Liebe und Wärme kreiert, sie scheinen so lebendig. Und obwohl sie großteils aus der besten Serie der Welt entnommen sind und du sie auch dieser entsprechend triffst, sind es deine Interpretationen und Beschreibungen, welche sie so zum Leben erweckt haben.
Ich weiß eigentlich nicht recht, was ich wirklich will, so fühlt es sich an. Wie ein Schachspiel. Alles dreht sich. Und eine Stimme redet mit mir. Sie ist tief, dunkel, und ich weiß, sie ist nicht von dieser Welt.
Jess... haucht es, und mir ist als würde mich etwas berühren. Jess...
Unglaublich Süße! Ich habe auch die Stimme ganz genau gehört, sowas ist mir erst zweimal passiert! Ich muss mich wiederholen, du schaffst es tatsächlich deine Leser so in deinen Bann zu ziehen, dass sie gewissermaßen selbst Teil deiner Geschichte werden. Das erfordert ein Talent, das nicht jeder besitzt!
Die Idee mit dem Schachspiel als Metapher für Jess' Kampf mit dem Tod ist einfach grandios! Großes Kompliment!
Auch Rorys Gefühle im nächsten Absatz hast du wunderbar beschrieben. Ich habe richtig mitgebannt und -gelitten.
Dr., könnten Sie einen Augenblick hereinkommen? fragt sie höflich.
Ich komme gleicht, sagt er zu ihr gewandt. Er dreht sich um, sieht mich entschuldigend an und geht.
Beim erstmaligen Lesen, blieb mein Herzschlag hier für einen Moment aus.
Das Gespräch von Dr. Welling und der Krankenschwester war echt toll. Finde ich klasse, dass du es eingebaut hast.
Schach Matt. sage ich laut.
Jess' Lebenswille und seine unbeschreiblich tiefe Liebe für Rory hat gesiegt. Mir sind Tränen der Freude in die Augen getreten.
Du hast seine Gefühle während des Spiels einfach perfekt beschrieben! Seine Liebe zu Rory, sein Wunsch zu leben und diese immer stärker wachsende Kraft...ich war richtig gefangen von diesen Gefühlen!
Rory sieht zu Boden und ihre Freude schürt sich wie ein Lagerfeuer im Regen. Dann findet sie den Mut mich anzusehen und ist erstaunt. Ich sehe sie zwar müde, aber aus relativ wachen Augen an. Zumindest versuche ich es. Sie lächelt, und ich weiß ganz genau, dass sie sich nicht traut mich zu umarmen. Dennoch tut sie es dann. Ich könnte heulen, denn jetzt bin ich wieder halbwegs ich selbst. Und ich weiß, alles wird gut. Denn sie ist alles, was ich brauche.
Der gesamte Teil war wunderbar, aber dieser Absatz hat mir besonders gut gefallen. Zuerst diese tolle Metapher, dann diese erneute Welle von Gefühlen, welche mich wieder erfasst und mir ein zweites mal Tränen in die Augen getrieben hat.
Was gehört zu solch großartigen Geschichten? Ein Epilog! Perfekter hättest du deine FF nicht enden lassen können. Ich liebe Epiloge und hier war er auch noch dazu so passend und ist dir auch wirklich gelungen!
Rory und Jess noch immer vereint und glücklich. Eine Tochter. Rory ist wieder schwanger. Die tiefe Liebe und Harmonie welche die kleine Familie verbindet war einfach wunderbar beschrieben!
Zu deinem Nachwort, das einfach nur wunderschön geschrieben war.
Ich hoffe es ist ein gutes Ende
Nein, Süße. Es war nicht nur gut. Es war das perfekte Ende einer wundervollen, so emotionalen und auch tiefgründigen Geschichte, welche mir in Erinnerung bleiben wird. Ich hoffe, dass du wirklich niemals mit dem Schreiben aufhören wirst. Es wäre so schade.
Immerhin sind sie diesen ganzen weiten Weg mit mir gegangen, haben mich Dinge erfahren und lernen lassen, die ich nicht wusste, nie erlernte. Dinge die wichtig sind, lebenswichtig. Sie haben mich gelehrt geduldiger zu sein, meinen Schreibstil als eine Waffe zu sehen, als ein Element mit dem ich kämpfen, mich verteidigen kann. Etwas von dem ich eventuell auch leben könnte... denn mit etwas mehr erfahrung und glaube ist alles möglich.
Meiner Meinung nach zeigt es auch von sehr großem Wert der Geschichte, wenn man nicht nur den Lesern, sondern auch sich selbst, soviel damit geben konnte.
Danke, dass du dein Meisterwerk hier gepostet hast, uns daran hast teilhaben lassen. Wir haben deine authentischen Charaktere, mit ihren tiefen Gefühlen, all dem Schmerz und dieser unglaublichen Liebe zueinander, begleitet. Mit ihnen gefühlt und gelebt. Mir hat deine Geschichte etwas sehr Wichtiges mitgegeben. Auch dafür bin ich dir dankbar.
Ich bin leider erst spät zu deiner Geschichte gestossen, bin aber heilfroh, dass ich sie entdeckte. Wenn es dir Recht ist würde ich mir gerne alle Teile abspeichern, damit ich deine wundervollen Worte immer wieder lesen kann.
Und Süße, mach mehr aus deinem Talent. Du gehörst zu den Menschen, welchen ich ohne weiteres zutraue einen wunderbaren Roman zu schreiben.
Ich freue mich aufjedenfall über alles - sei es FF, Kurzgeschichte, Out-of-GG Story, Roman, etc. - was ich von dir zu lesen bekomme.
Deine Geschichte war eine Bereicherung für dieses Forum, eine der besten, welche ich jemals gelesen habe!
Sei stolz auf dich, denn du hast ein wunderbares Werk geschaffen! Niemand, der deine Geschichte aufmerksam gelesen hat, wird sie so schnell vergessen können.
Ich möchte euch für das treue lesen danken. Wenn auch mit langen Unterbrechungen und Episoden in denen ich nicht schrieb, wart ihr mir treu, habt weitergelesen als ich endlich wieder so weit war.
Ich möchte hier nochmals das ausführen, was ich schon bei einer anderen Geschichte geschrieben habe und vor allem an jene richten, welche sich aus mir vollkommen unverständlichen Gründen hier nicht mehr bzw. noch nicht gemeldet haben:
Wir alle haben ein Leben außerhalb des Forums.
Haben Beziehungen verschieder Art, welche gepflegt werden müssen um bestehen zu können.
Vor allem haben wir aber auch oft Pflichten, welche uns in mehr oder weniger große bzw. lange Stressphasen, die wir oft nicht von vorhinein einschätzen können, stürzen.
Eine FF sollte auch nicht nur den Lesern, sondern auch dem Autor Freude machen. Es gibt auch immer Phasen der Demotivation, in welcher man einfach keinen Teil zustande bringt
Manchmal müssen Ideen aber auch erst reifen. Ich habe schon vieles gelesen und spreche mal aus meiner persönlichen Erfahrung, dass meistens (natürlich nicht immer) jene Geschichten die besseren sind, bei welchen nicht beinahe täglich etwas Neues kommt. Meistens sind jene die besseren, für welche sich die Schreiber viel Zeit nehmen. Eine FF muss mit Liebe geschrieben werden. (Neue) Kapitel sollten nicht nur reingestellt werden um irgendetwas neues zu posten. Geschichten, für welche mehr Zeit investiert wurde, sind meistens auch von höherer Qualität.
Deshalb finde ich es auch vollkommen in Ordnung, wenn nicht regelmäßig Teile gepostet werden können und man hin und wieder länger warten muss. Wenn mir eine Geschichte gefällt, lese ich sie weiterhin und warte auch gerne auf jedes neue Kapitel. Ganz einfach weil sich das Warten lohnt. Wenn mir etwas wirklich gefällt, habe ich auch kein Problem damit, etwas nachzulesen, sollte ich mich dessen nicht mehr genau entsinnen können.
Wie ich schon aus "Feedbacks" bei andren FFs lesen konnte, gibt es leider Leute, welche offenbar kein Verständnis dafür haben, dass man auch anderes zu tun hat, als zu schreiben. Dabei sollte das doch jeder verstehen können.
Natürlich kenne ich auch die andere Seite, dass man nur selten zum Feedback geben kommen kann. Auch das finde ich vollkommen in Ordnung, so lange man das irgendwann, wenn man mehr Zeit/Lust/etc. hat, nachholt (bzw. es dem Autor vll. kurz mitteilt, dass man noch liest, aber grad keine Zeit zum FB geben hat). Ich muss aber auch aus eigener Erfahrung zugeben, dass es passieren kann, dass man eine Geschichte aus den Augen verliert, vor allem, wenn man sehr viele zur selben Zeit liest. Ich habe auch schon manchmal neue Kapiteln schlicht weg übersehen, weil es hier so viele FFs gibt, weshalb ich jetzt alle, an welchen ich wirklich Interesse habe, abonniert habe.
Geschmäcker mögen verschieden sein, trotzdem ist mir nicht ganz klar, warum die "typischen" Lovestories (unter denen es selbstverständlich auch sehr gute gibt) anscheinend mehr Leute zum Feedback geben bewegen. Aber das ist ein anderes Thema, über welches hier bereits in einem anderen Thread diskutiert wurde.
Um was es mir eigentlich geht, ist, dass so viele FFs so viel mehr Hits als Reviews haben. Das verstehe ich nicht. Natürlich weiß ich, dass die Anzahl der FBs nichts mit der Qualität der FF zu tun hat, aber trotzdem finde ich es seltsam, dass Leute, die Geschichten mehr oder weniger regelmäßig lesen, nicht zumindest einmal konstruktives Feedback geben können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die FFs jedesmal nur von Gästen oder neuen Usern angeklickt wurden.
Eine Geschichte lebt von ihren Lesern. Es ist wichtig Feedback zu erhalten, nur so kann man den eigenen Schreibstil und die FF verbessern.
Ich möchte abschließend noch hinzufügen, dass ich hier niemanden speziell angesprochen habe, sondern nur allgemein ein Statement zu diesem Thema abgeben wollte.
Süße, ich hoffe, du verzeihst mir diese kurze Abschweifung
Ich möchte dir nochmals DANKE sagen, weil ich an deiner wunderbaren Geschichte teilhaben durfte. Ich freue mich schon auf jedes neue Werk von dir!
Bussi Selene
MinowaySunshine
18.01.2007, 01:23
Hey...
Wollte noch ein letztes Mal sagen dass ich es genossen habe für euch zu schreiben, und dass eine neue FF im Anlauf ist. Aber ich möchte erst einige Kapitel im Vorraus schreiben, um zu wissen ob es sich lohnt.
Danke an Selene, für dein langes schluss FB. Allein dafür lohnt es sich eine FF zu schreiben...
Bye, daniela
Hallo Süße :knuddel:
Gern geschehen :) Ich war aber nur ehrlich.
Deine Geschichte war eine der besten, die ich jemals gelesen habe.
Danke für dein wunderbares Feedback bei Schneeflocken. Hab mich so darüber gefreut! Mein Re-FB folgt so bald wie möglich.
Du schreibst eine neue FF :freu:
Freu mich schon auf sie!
Bussi Julia
Hey, ich hab die FF jetzt auch gelesen und muss dir jetzt ein gaaaaanz großes Lob aussprechen.
War echt eine schöne geschichte :)
*klatsch* :freuu::upten:
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